Tanjas Reiseabenteuer wird zu TANJA‘S TRAVELSTORIES 🧳

Ich ziehe um! Ab sofort heiß ich dich herzlich willkommen auf meinem neuen Reiseblog TANJA‘S TRAVELSTORIES! Ich freue mich wenn du weiterhin bei mir vorbeischaust! Deine Tanja 💞

I am moving! From now on I welcome you to my new travel blog TANJA‘S TRAVELSTORIES! I’m glad if you continue to visit me. Yours Tanja 💞

Aus einer Laune heraus wurde ein Blog. Und als der von euch plötzlich mehr angenommen wurde als erwartet, wurde aus dieser Laune eine Leidenschaft. Das Bloggen aus fernen Ländern, der Austausch von Reisetipps und das Erzählen von Geschichten über Land, Menschen und Kultur ist mir mittlerweile so sehr ans Herz gewachsen, dass ich es am liebsten den ganzen Tag täte.

Lange habe ich darüber nachgedacht, ob mein Blogname noch passt. Sicherlich, jede Reise ist ein Abenteuer. Aber jedes Abenteuer ist auch in einer Geschichte verpackt. Diese Reisegeschichten sind besonders. Sie lassen nie wieder los, machen das Leben einzigartig und schärfen die Sinne. Menschen die reisen, haben viel zu erzählen und ich könnte ihnen stundenlang zuhören. Diese Reisegeschichten sind etwas Bleibendes, etwas wovon ich zehre, wenn mal nicht alles so läuft oder ich mich einfach mal wieder im Hamsterrad des Alltags drehe.

… und da diese Geschichten oftmals weit weg von meinem „Zuhause“ entstehen, bekommt mein Blog auch gleich noch einen internationaleren Anstrich. Und daher..

Herzlich Willkommen auf meinem neuen Reiseblog TANJA‘S TRAVELSTORIES! Ich freue mich wenn du weiterhin bei mir vorbeischaust! Deine Tanja 💞

Fill your life with adventures not things. Have stories to tell, not stuff to show. 🧳

Maut in Florida: Eigenen SunPass kaufen oder über Mietwagenfirma buchen?

Um mautpflichtige Straßen (Toll) kommt man in Florida nicht herum, zumindest nicht, wenn man komfortabel rundreisen möchte. 

Im Staate Florida werden fast nur noch  elektronische Vorab-Bezahlssysteme wie das Toll-By-Plate Verfahren oder der SunPass akzeptiert (z. B. Floridas Turnpike oder der Crosstown Expressway in Tampa). Mietwagenfirmen lassen sich diesen Umstand gerne vergolden, indem Sie dir ein entsprechendes Mautsystem für teils völlig überzogenen Gebühren anbieten. Es gibt aber auch die Möglichkeit einen eigenen SunPass zu kaufen und einzusetzen!

Der SunPass ist ein Transponder oder Sticker, den du an der Windschutzscheibe deines Mietwagens anbringst. Beim Durchfahren der Mauststationen wird der SunPass gescannt und die Abbuchung für die Mautstrecke veranlasst.

Es gibt zwei verschiedene Varianten: Der SunPass Portable (19,95 $) und der SunPass Mini (4,95 $). Der SunPass Mini ist eine Art Sticker und kann nicht auf ein anderes Auto übertragen werden (ähnlich der österreichischen Vignette – dem „Pickerl“) und kann nicht für Motorräder genutzt werden. Beide Pässe müssen vor der Nutzung registriert werden und mit mindestens 10 $ aufgeladen werden. Du bekommst die Sunpässe z. B. bei Publix, CVS/Pharmacy oder Walgreens. Für einen Vergleich der Sunpässe und weiteren Infos siehe hier: SunPass Portable und SunPass Mini – ein Vergleich

Tutorial für die Aktivierung des SunPass Transponder und Kontoeröffnung / Instructions to activate SunPass Transponder and open an account 

Einige der Mierwagenanbieter wollen dir als Tourist hin und wieder weismachen, dass man ohne dieses Extra überhaupt nicht mehr durch Florida kommt! Das ist Quatsch! Es geht! Es kann nur fallweise etwas umständlich sein. Darüber hinaus ist man natürlich mit einem Mautsystem auf der sicheren Seite. Dennoch sollte man vergleichen: Toll-By-Plate kostet bei Dollar für 52,49$ wöchentlich, hingegen Toll-by-Plate bei Alamo/Enterprise/National 19,75$ für die gesamte Mietzeit! Einen Kostenvergleich der verschiedenen Mietwagenunternehmen bekommst du hier: Toll-Gebühren-Vergleich Mietwagenfirmen

Eine sehr gute Suchmaschine für Mietwagenangebote mit transparenter Leistungsübersicht und fairen Preisen ist übrigens billiger-mietwagen.de. Ich buche meine Mietwagen weltweit ausschließlich über dieses Portal, da ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht habe. 

Klar, als Urlauber will man sich nicht noch mit den verschiedenen Tarifen auseinandersetzen, sondern einfach losfahren und lässt sich letztendlich auf diese „Angebote“ ein. Und natürlich ist man auf der sicheren Seite, wenn man einfach einen SunPass oder Toll-by-Plate dazu bucht. Denn: „Toll Violence“ ist teuer und ärgerlich, denn „zurückfahren“ oder gar umdrehen kann man eben nicht mehr, wenn man einmal auf der Toll-Strecke gelandet ist. Neben der Toll-Gebühr werden dann auch noch Straf- und administrative Gebühren fällig, die direkt von deiner, beim Mietwagenunternehmen hinterlegten Kreditkarte, abgebucht werden.

Auf manchen Strecken, wie zum Beispiel dem Florida Turnpike zu den Keys, nämlich zwischen Miami und Homestead bist du gezwungen, mit dem SunPass oder dem Toll-By-Plate Verfahren zu zahlen, ohne SunPass oder das Toll-by-Plate wird es teuer!

Andererseits ist es allerdings auch nicht einzusehen, teils über 100 Dollar zu zahlen und dann ein bis zweimal über eine mautpflichtige Strecke zu fahren, die man letztendlich per cash oder Kreditkartenzahlung für ein paar lausige „Bucks“ bekäme:

  1. Beispiel: die Fahrt von Fort Myers über die Brücke nach Sanibel Island:
    6 $ für das Returnticket
  2. Beispiel: Fahrt von Naples über die Alligator Alley (Interstate US 75) nach Miami Beach:
    3 $ pro Strecke (Achtung hier nicht auf Florida’s Turnpike fahren, sondern von der I75 auf die I595 E bis Ft Lauderdale Airport, dann auf die I95 bis zur Ausfahrt 4, dort auf  die I195 E fahren bis Miami Beach)
    alternativ: die I75 bis zum Ende Miami Lakes durchfahren und dann den Palmetto Expressway (Highway SR 826) und von dort wieder auf die I95, dann siehe oben.
  3. Fahrt über die Tampa Bay via eindrucksvollem Sunshine Skyway nach St. Pete:
    1,25 $ (!!!). Mit dem SunPass würde übrigens auch 1$ abgebucht werden.
Achtung: Ohne Sunpass oder Toll-by-Plate - rechst abbiegen!
Achtung: Ohne SunPass oder Toll-by-Plate – rechst abbiegen!

Also, überlege dir gut, ob du den a) SunPass oder Toll-By-Plate Verfahren über deinen Autoverleih tatsächlich buchen möchtest oder b) dir einen eigenen SunPass beschaffst oder c) das Challenge annimmst und die mautpflichtigen Routen ganz einfach (z. B. durch ein Navi/Handy mit aktivierten Option: „Mautstaßen meiden“) umfährst.

Fazit:

  1. Die wenigen Strecken, auf denen nur ein Vorab-Bezahlsystem wie der SunPass oder das Toll-by-Plate Verfahren akzeptiert wird, kann man in Florida mit einem Navi (Mautstreckendeaktivieren!) sehr gut umfahren.
  2. Wenn du dich für ein Vorab-Bezahlsystem über deine Mietwagenfirma entscheidest, dann vergleiche die Gebühren der verschiedenen Mietwagenunternehmen!
  3. In jedem Fall lohnt sich der wirklich minimale Aufwand, einen SunPass Sticker oder bei mehrmaligen Reisen nach FL einen SunPass Portable vor Ort zu beschaffen.
  4. Meine persönliche Lösung: Ab in den nächsten CVS, den SunPass Portable gekauft, Account erstellt, SunPass an die Windschutzscheibe geklemmt und unbeschwert durch die USA fahren. Wie das geht siehst du hier:

In diesem Sinne, viel Spaß beim „Cruisen“ auf Floridas Straßen! ❤

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P.S. Lust auf New York im Anschluss an Florida? Für mich die ideale Kombi! Inspirieren kannst du hier:

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Red Hook, Brooklyn: 9 Tipps

Alte Lagerhäuser, Kopfsteinpflaster und ein atemberaubender Blick auf den New Yorker Hafen mitsamt Freiheitsstatue – das verkörpert Red Hook – das so ganz andere Brooklyn. Es ist die Kombination aus urbanem und industriellem Charme, die den Reiz von Red Hook ausmacht. Kleine Galerien, einzigartige Spezialitätenlokale sogar mit Dachterrasse und aus dem Rahmen fallende Boutiquen versuchen sich hier zaghaft zu etablieren. Das ruhige Gebiet um den einst wichtigsten Verschiffungshafen der USA ist der ideale Ort, um für einen Tag der Hektik Manhattans zu entfliehen und die Seele baumeln zu lassen.

Fairway Market mit Food Truck und Picknick Area – und grandiosen Blick auf die Lady Liberty

Stimmt! Red Hood ist ein wenig abseits von allem. Von allem? Nun ja, zumindest ist es ein wenig umständlich von Manhattan zu erreichen. Aber manchmal muss man eben doch einmal ‚raus aus Manhattan, um ein wenig nicht – oder zumindest nur wenig – gentrifizierte Luft zu schnappen. Und das ist gar nicht so leicht, denn in dem Moment, in dem man diese Hoffnung ausspricht, ist das Kind meist schon wieder in den Brunnen gefallen. Spätestens dann, wenn eine „Neighborhood“ als aufstrebende Gegend von sich reden macht, sei es auch nur als Randnotiz im Sinne von „könnte hipp werden“, ist es eigentlich schon um sie geschehen. Die ersten Pioniere haben sich bereits zaghaft mit kreativen Geschäftsideen  angesiedelt. Noch sind die Mieten bezahlbar. Doch die bekannten Naturgesetze New Yorker Stadtentwicklung werden in Kürze dafür sorgen, dass multiplikatormäßig weiteres Business angezogen wird. Wer will schon die „Günstig aber Geil Phase“ verpassen? Ich nicht! Auf nach Red Hook!

Seafood auf der Van Brunt St

Red Hook liegt auf einer Halbinsel in Brooklyns Westen, direkt an der Upper New York Bay. Das ehemalige Industrieviertel war einst Bretterbudenstadt Obdachloser und später die Crack-Hochburg der USA. Mit verschiedenen Sozialprojekten und letztendlich dem Bau des Brooklyn Cruise Terminal änderte sich die Lage.

Mit der NY Subway sind die Sehenswürdigkeiten von Red Hook nicht direkt erreichbar. Vom LIC Hotel (Long Island City, Queens) aus nehmen wir den G-Train und fahren bis zur Smith/9th Street Station. Von Manhattan aus fährt der F-Train. Von Smith/9th aus geht es dann weiter mit dem Bus B61 bis zu Endhaltestelle und damit bis zum ersten Point of Interest:  Ikea. Alternativ kann man auch mit dem NY Water Taxi, dem „IKEA EXPRESS“ für 5 Bucks von Midtown West (Pier 83), Battery Park (Slip 6), Wall Street (Pier 11), South Street Seaport (Pier 16) oder Dumbo (Pier 1) anreisen. Die NYC Ferry fährt alternativ auf der South Brooklyn Route von der Wall Street (Pier 11) über Dumbo nach Red Hook (One way: 2,75 $)

Hier kommen 9 ultimative Tipps für den Streifzug durch Red Hook (und noch mehr Streifzüge durch NY gibt es hier):

  1. Ikea ist auch hier blau-gelb  – und ein echter Magnet für New Yorker Familien und Studenten und sonstige Selbstschraub- und Aufbaufetischisten. Frei nach dem Motto „Fill your blue bag & bring it home!“ (1 Beard St). Es gibt übrigens nur zwei Ikea im Bundesstaat New York, in Long Island und hier in Brooklyn. Köttbullar gibt es hier auch im Restaurant, der Originalname wird den New Yorkern jedoch vorenthalten, hier sind es schlicht „Swedish meatballs“.
  2. Von Ikea geht es entlang der Beard Street in Richtung Nordosten bis zur Van Brunt Street, der Hauptschlagader Red Hooks mit kleinen Galerien der Locals, kreativen Läden und alternativen Cafés, wie das Baked (359 Van Brunt St). Sweet & Salty Brownies, hausgemachte Oreos oder Funfetti Cakes – die beiden Gründer Matt und Renato haben mit diesen Kreationen sogar die Kritiker der New York Times und des Wall Street Journal zum Schwärmen gebracht. Kein Wunder, handelt es sich bei den Cakes & Brownies um gefährliche Versuchungen! Für Süchtige gibt es auch Backmischungen und Kochbücher, um für schnellen Nachschub zu sorgen.
  3. Geht man die Van Brunt Street in Richtung Waterfront, kommt man an ein riesiges, braunes Lagerhaus aus Backstein, in dem einst Baumwolle, Jute

    "Like no other Market"
    Fairway Supermarket

    und Kaffee gelagert wurde. Die oberen Etagen des historischen Gebäudes mit den markanten Bogenfenstern und ihren Holzfensterläden wurden zu Lofts ausgebaut – mit exklusiven Meerblick versteht sich. Im Erdgeschoss befindet sich Fairway – ein Supermarkt der Extraklasse und Magnet für New Yorker Foodies. Hier bekommt man frische (Bio-)erzeugnisse aus der Umgebung, aber auch neue, innovative Produkte. Eine Riesenauswahl Kaffeebohnen wird in Holzfässern zum selber Abfüllen angeboten. Berechnet wir nach Gewicht. Ein Dutzend Olivenöle kann man vor dem Kauf testen, Brot zum Beträufeln steht hierfür bereit. Und spätesten beim Vorbeimarschieren an der Käsetheke oder der Kühlvitrine mit prall gefüllten Dry Aged Beef läuft einem das Wasser im Munde zusammen. 

    Fairway Market in Red Hook
    Kaffeeauswahl im Fairway „Like no other Market“

    Aber Fairway kann noch mehr: Im hauseigenen Deli gibt es leckere Snacks, die Lobster Rolls haben uns am besten geschmeckt. Die kann man mit nach draußen nehmen und an kleinen Picknicktischen direkt am Meer genießen – mit grandioser Aussicht auf die Freiheitsstatue! Sollte man gerade einkaufen und währenddessen Hunger verspüren, parkt man seinen beladenen Einkaufswagen übrigens einfach in der dafür vorgesehenen Zone und gönnt sich die wohlverdiente Pause. Es ist einfach fantastisch bei schönem Wetter hier an einen Nachmittag die Seele baumeln zu lassen. Kaum zu glauben, dass Fairway in den 30er Jahren mit einem kleinen Obst- und Gemüsestand in der Upper West Side begann und heute zum liebsten New Yorker Supermarkt avanciert ist. Mehr New Yorker Authentizität geht nicht!

  4. Sollte die leckere Lobster Roll nicht nachhaltig zur Sättigung beigetragen haben, verführt direkt gegenüber von Fairway das Brooklyn Crab (24 Reed St) zu Seafood vom Feinsten.

    Brooklyn Crab - Seafood Restaurant
    Brooklyn Crab – Seafood vom Feinsten

    Maine Lobster, Sewansecott Austern und Prince Edward Island Muscheln sind nur einige der Spezialitäten. Die Rooftop-Terrasse bietet zudem einen unvergesslichen Fernblick auf die New York City Skyline. Aber auch ohne dort zu essen ist das Restaurant und sein Interieur – den Maryland Crab Shacks nachempfunden – ein echter Hingucker.

  5. Gleich rechts nebenan ist eher das Ausleben der Fleischeslust angesagt. Im Hometown Bar B Que dreht sich alles um „Brooklyn style barbecue“. Das im Eichenholz geräucherte Fleisch wird am Counter nach dem First Come / First Serve -Prinzip bestellt und auf Metalltabletts serviert. Das ungezwungene Flair in diesem Restaurant mit seinem industriellen Design und dennoch rustikalen Touch hat mir besonders gut gefallen. Man nimmt einfach mit seinem „Tablett“ an den langen Holztischen Platz und genießt.

    Hometown BBQ
    Hometwown Barbque

    Die nach „southern cooking techniques“ zubereiteten Spezialitäten wie Brisket, Pulled Pork oder auch Jamaican Jerk Baby Back Ribs zerfallen buchstäblich auf der Zunge! Dazu ein Gläschen Red Hook Wein oder Bier aus der Privatbrauerei und du ziehst ein in den Himmel kulinarischer Glückseligkeit!

  6. Wem nach so viel Futtern etwas über die Geschichte Red Hooks erfahren möchte, ist im Waterfront Museum und Showboat Barge (Barkasse) gut aufgehoben (290 Conover St).
  7. Schlender‘ die Conover St gen Norden bis zur Van Dyke St und biege dort links ab zur Valentino Pier mit einer fantastischen Aussicht und garantiert besten Fotoaufnahmen von der Freiheitsstatue.
  8. Kurz bevor du zur Valentino Pier kommst, verführt Steve’s Authentic Key Lime Pie (185 Van Dyke St) zu den besten Key Lime Pies jenseits von Key West. Ein Muss! Mouth-watering!
  9. Zum Abschluss eine Margarita und mexikanische Fajitas gefällig? Das bietet das Rooftop-Restaurant Alma mit gigantischem Blick auf die Manhattan Skyline -besonders bei Sonnenuntergang! Was für ein Tag!

Kurztripp nach Valencia – Schlemmen, Sightseeing & Shoppen

Für zehn Tage sind wir mal wieder in Cabo Roig und irgendwie ist uns nach etwas Großstadtatmosphäre. Und so haben wir uns relativ spontan entschieden, einen Kurztripp nach Valencia zu machen.

Unser Kurztripp (1 Nacht in Valencia – von 15 Uhr bis 15 Uhr des Folgetags) siehst du hier auf Google Maps in der Übersicht mit unserer Route, den wichtigsten Sehenswürdigkeiten sowie Tipps für Restaurants, Bars, Cafés und Shopping:

Wir haben das Melia Hotel Oceanografic, vormals TRYP Valencia Oceanic Hotel, gebucht. Es verfügt über eine Parkgarage, in der man zum Festpreis von 12 € pro Tag verhältnismäßig günstig parken kann und man auch am Abreisetag sein Auto nach Belieben lange unterstellen kann. Die sehr gut ausgestatteten Zimmer verfügen über Laminatboden und Wohlfühlbäder aus Marmor. Das Frühstück haben wir nicht hinzu gebucht, da wir in Spanien immer sehr gerne in den kleinen gemütlichen Cafés frühstücken gehen. Nach einem nur 5-minütigen Fußweg erreicht man das Café Manoa am Carrer de Trafalgar 38. Dort gibt es sehr leckere Kaffeespezialitäten, jede Menge süßes Gebäck und natürlich den Klassiker „Tostado con Tomate“.

Das Hotel ist ausgezeichnet gelegen zwischen Strand und Altstadt. Für einen Einkaufsbummel im Corte Ingles oder in der Shopping Mall Aqua muss man lediglich die Straße überqueren. Die futuristischen Gebäude wie das Wissenschaftsmuseum (Museu de les Ciències de València), das Auditorium (Palau de les Arts Reina Sofía), das Theater (Ciutat de les Arts y les Ciències), das Veranstaltungszentrum (L’Àgora) und das Aquarium L’Oceanogràfic sind nach einem nur 10-minütigen Spaziergang erreichbar. Sehr praktisch ist auch der Fahrradverleih des Hotels, da Valencia recht weitläufig ist und die Stadt aufgrund der vielen Fahrradwege geradezu zum Radeln einlädt. Besonders schön kann man durch das ehemalige Flussbett des Turia radeln. Warum das Flussbett trocken ist? 1957 hat ein katastrophales Hochwasser Valencia heimgesucht und man entschied kurzerhand, den Turia umzuleiten und aus den ehemaligen Flusslauf zu einer Parkanlage namens „Jardin del Turia“ umzugestalten. Noch heute reden die Einheimischen, als gäbe es dieses Gewässer immer noch. „Vamos al rio – Lass uns ‚runter zum Fluss gehen!“, heißt es dann.

Ciutat de les Arts i les Ciències – Moderner Kunst- und Wissenschaftspark in futuristischer Architektur (im Hintergrund die Pont l’Assut de l’Or – Brücke als Teil der Stadt der Künste)

Den ersten Spaziergang haben wir ans Meer unternommen. Vom Hotel geht man in einer guten halben Stunde zum breiten Playa las Arenas mit seiner kleinen Uferpromenade. Die kleinen Cafés und Restaurants laden zum Verweilen ein. Wir haben uns in einem Eiscafé sozusagen das Regionalgetränk Valencias, eine Horchata, gegönnt. Die Horchata (auch valenzianisch „Orxata“ ist eine Erdmandelmilch, die aus den Nüssen der Chufas hergestellt wird. Diese werden im Norden Valencias, in der Region um Alboraya, angebaut. In Valencia gibt es so einige Horchaterias, die diese frisch bereitete Spezialität mit dem nussig-süßen Geschmack anbieten. Dazu wird oftmals Farton, ein längliches Gebäck, gereicht. Horchata ist die ideale Erfrischung im Sommer. Unbedingt probieren!

Horchata-Stand am Plaza Ayuntamiento

Neben der Horchata ist das das traditionelle Regionalgericht die Paella Valenciana. Diese wird nicht mit Meeresfrüchten, sondern mit Huhn und Kaninchen zubereitet. Da ich kein Kaninchen esse, ist dies allerdings keine Option für mich. Aber vielleicht für dich? Nach vielen leckeren Paellas und Tapas war uns an diesem Abend einmal nach einem klassischen Hamburger. Ein toller Tipp ist Franky’s Street Food, der das Handwerk am Burger mehr als versteht! Ausgezeichnetes galizisches Rindfleisch wird hier verarbeitet, viele Varianten vom Klassiker bis zum Thai Burger und natürlich eine vegetarische Variante werden angeboten. Ich habe mich für den Burger mit Ziegenkäse und karamellisierten Zwiebeln entschieden, obwohl der Avocado-Burger auch auf meiner Favoritenliste stand. Der Goat Cheese Burger – ein Traum! Franky’s bietet auch andere amerikanische Spzialitäten an, die auf meiner „To Eat – Bucket List“ stehen: Pork Ribs Louisiana und mein „Favorite“ aus der heimlichen Hauptstadt Louisianas, der New Orleans Po’Boy (siehe meinen Artikel über New Orleans).

Vom Strand aus kann man mit dem Bus für 1,50 € pro Strecke oder mit der Metro (ebenfalls 1,50 € plus 1 € für den aufladbaren Fahrschein) in die Altstadt (Haltestelle Colón) fahren. Für Besucher ist die Valencia Tourist Card attraktiv. Diese ist als 24 Std. (15 €), 48 Std. (20 €) oder 72 Std.-Ticket (25 €) erhältlich und ermöglicht so uneingeschränktes Fahrvergnügen. Aber die Valencia Tourist Card bietet noch mehr:

  • Kostenlosen Eintritt in die wichtigsten städtischen Museen und Monumente, wie neben vielen anderen Sehenswürdigkeiten die Lonja de la Seda (Seidenbörse), die Torres de Serrano y de Quart (Stadttürme), das Museo Fallero (Fallas-Museum) oder die Almoina 
  • Sonderermäßigungen auf Eintrittskarten für die bedeutendsten touristischen Attraktionen der Stadt.
  • Stadtplan von Valencia und einen Führer mit Ermäßigungscoupons für viele touristische Dienstleistungen, Restaurants und Geschäfte. 
  • Eine Tapa, ein Glas Bier oder ein Erfrischungsgetränk

Im Einzelfall muss sich dieses Angebot nicht unbedingt preislich lohnen. Auf jeden Fall aber ist der Luxus, die Tickets nicht erst vor jeder Fahrt, vor jedem Eintritt beschaffen zu müssen, nicht von der Hand zu weisen.

In der Altstadt sind alle Sehenswürdigkeiten fußläufig zu erreichen. Wir haben uns einfach treiben lassen. Als Ausgangspunkt im Zentrum der Stadt bietet sich an, die Kathedrale, La Seu de València zu besichtigen. Im Innern ist der Heiligen Kelch zu sehen, welcher der Überlieferung der Überlieferung nach der Kelch des Letzten Abendmahls Jesu Christi mit seinen Jüngern sein soll. Vom Kathedralenturm Miguelete genießt man einen spektakulären Blick auf die Stadt. 207 Stufen musst du allerdings erst einmal hinauf steigen, bevor dir Valencia zu Füßen liegt.

La Bernarda – Paella Restaurant auf dem Mercado de Tapineria

Nicht minder beliebt für einen Aufstieg mit Blick über die Stadt ist der schmale Barockturm der Santa Catalina – Kirche. Mit nur 2 € bist du dabei. Wenn du vom Colón über den Plaza Alfonso El Magnánimo über den Carrer de la Paz spazierst, siehst du den imposanten Turm schon von Weitem.

Mercado Central

Ein Fest für die Sinne erwartet dich in der Zentralen Markthalle, demMercado Central. Serrano-Schinken, Gewürze, frisches Obst und Gemüse, herrliche Oliven, Fisch, Wein, Gebäck und vieles mehr werden hier an Hunderten von Ständen zum Kauf angeboten. In einem eigens abgetrennten und gekühlten Abschnitt der Markthalle findest du frischen Fisch und Meeresfrüchte – vom Aal bis zu Garnelen wird so ziemlich alles angeboten, was den Fischliebhaber ins seinen Bann zieht.

Man kann sich nach Lust und Laune durch Europas größte Frischmarkthalle für Endverbraucher schlemmen. Hier einen Café Cortado, dort Tapas mit Käse, Schinken und Wurst oder ein Glas Wein und eine Paella Valencia frisch aus der Pfanne? Oder doch lieber Churros con Chocolate und Horchata? Einen Stand findest du außerhalb der Markthalle.

Serrano-Schinken im Mercado Central

Aber die Markthalle bietet nicht nur kulinarische Genüsse, denn das im Jugendstil erbaute Gebäude ist auch ein architektonisches Schmuckstück. Ein Blick nach oben führt zu der mit bunten Kacheln verzierten Glaskuppel, durch die das Tageslicht in die mit weißen Eisenverstrebungen konstruierten Markthalle fällt. Wunderschön! Ein absolutes Muss in Valencia!

Blick auf die Markthalle mit der imposanten Kuppel

Gleich gegenüber der Markthalle befindet sich das nächste bautechnische Juwel: La Lonja de la Sedadie Seidenbörse von Valencia. Das Ende des 15. Jahrhunderts als Warenbörse errichtete gotische Gebäude besteht aus vier Teilen: dem Turm, dem Saal des Meereskonsulats, dem Orangenhof und dem Säulensaal. In letzterem, dem Sala de la Contratacion, schlossen die Seidenhändler die Verträge. Die Hafenstadt Valencia war zu einer Hochburg der Seidenproduktion herangewachsen, die den begehrten Stoff in alle Welt exportierte. Das UNESCO Kulturerbe gleicht aufgrund seiner dicken Mauern und Zinnen allerdings eher einer mittelalterlichen Burg als einem Handelsplatz für Seide.

La Lonja de la Seda – die Seidenbörse

Über kleine interessante Gässchen, insbesondere über die Carrer del Músic Peydró (Valencias „Korbgasse“) gehen wir in Richtung des Plaza Ayuntamiento (Rathausplatz), der von den beeindruckenden Gebäuden Ayuntamiento (Rathaus) und Correos (Post) flankiert wird. Und jetzt muss leider einmal der Kulturbanause mit Vollgas aus mir heraus. Hier ist nämlich auch ein Five Guys am Platze. Der ist natürlich nur erlaubt für alle diejenigen, die Tapas, Paellas & Horchata schon in vollen Zügen genossen haben! 🙂

Carrer del Músic Peydró (Valencias „Korbgasse“)
Plaza Ayuntamiento

Im Süden der Altstadt verlassen wir das historische Zentrum Valencias und gelangen nach Ruzafa mit seiner Stierkampfarena Plaza de Toros und der im Stil des Brutalismus erbauten und damit für mich sehr gewöhnungsbedürftigen Markthalle Mercat de Ruzafa.

Ruzafa ist ein wenig wie Neukölln in Berlin oder Williamsburg in New York – hip, multikulturell und alternativ. Und so zieht das Szeneviertel mit seinen außergewöhnlichen Läden, erfrischenden Kunst-Galerien, trendigen Restaurants, Bars und Cafés vor allem junge, kreative Menschen an. Lass‘ dich einfach durch die Straßen treiben, es gibt viel zu entdecken!

6 Tipps in Ruzafa

  • Café Ubik: Drei Freunde, die sich in ihrem Erasmus-Jahr kennen gelernt haben, eröffnen gemeinsam eine Bar zu eröffnen. Mittlerweile hat das Ubik Café Kultstatus. Es ist Café, Bar, Buchladen und Kulturzentrum mit Veranstaltungsangebot in einem. Calle Literato Azorín 13, Öffnungszeiten im Winter: Mo-Mi und So: 12-00, Do: 12-00:30, Fr-Sa: 12-02:00
  • Dulce de Leche: Kleines Café im Herzen von Ruzafa. Hier werden selbstgemachte Kuchen und kunstvolle Torten, Cupcakes, frisch gepresste Säfte und Shakes (Oreo-Shake!) sowie Herzhaftes angeboten. Ein günstiges Frühstück bekommst du hier von 9:30-15:30 Uhr für nur sechs Euro. Calle San Vicente Mártir 52. Öffnungszeiten: 9-21 Uhr
  • Olhöps: Lokale, handwerkliche gebraute Biere vom Fass und (über 100 verschiedene!) aus der Flasche. Top Adresse für Craft Beer Liebhaber! Sueca 21, Öffnungszeiten: 18:30-01.30 Uhr.
  • Pescaderia Pepe: Origineller Fischimbiss in einem ehemaligen Fischladen. Hier gibt es die verschiedensten Fisch-Tapas aus der Dose! Geniale Idee! Literato Azorín 18. Öffnungszeiten: 00:30-16 Uhr
  • Slaughterhouse: Bar und Buchhandlung zugleich in einem ehemaligem Schlachthof. Hier kannst du ausgezeichnete Burger, Sandwiches und saisonale Tapas aus der lokalen Küche probieren. Umgeben bist du dabei voller Bücher, die du auch kaufen kannst. Außerdem finden hier Veranstaltungen wie Buchpräsentationen, Kunstausstellungen und Live-Musik statt. Calle Denia 22. Öffnungszeiten: durchgehend
  • Gnomo: Kleiner Laden mit witzigen Geschenkartikeln und anderen kreativen Kleinigkeiten. Calle Cuba 32, Öffnungszeiten: Mo-Sa: 11-14, 17-21 Uhr
  • Kauf Vintage: Ausgewählte Second-Hand Bekleidung und Batik Workshops in der Calle Doctor Pérez Feliu 20 3 B. Öffnungszeiten: Mo-Sa: 10:30 -14, 17-21 Uhr.
Trendviertel Ruzafa

Meine Skyline von New York – mit ArtNight auf die Leinwand gebracht

New York ist meine Lieblingsstadt. New York ist für mich eine fesselnde, stetig wandelnde Metropole, die mich immer wieder zu neuen Entdeckungsfeldzügen herausfordert. Und so komme ich immer wieder – Jahr für Jahr – ohne dass der Big Apple zu irgendeinem Zeitpunkt auch nur ein klitzekleines Bisschen an Faszination eingebüßt hätte.

Das wissen auch meine beiden Mädels. Und die haben sich etwas Tolles für mich zum Geburtstag einfallen lassen: Eine ArtNight mit dem Thema „New York Skyline“!

Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal einen Pinsel in der Hand hatte! Ewig lange her muss es sein. Eigentlich schade, denn in der Schule hatte ich am Kunstunterricht immer super viel Spaß. Nun aber hatte ich endlich einmal wieder die Gelegenheit mich künstlerisch auszutoben und die Vorfreude war riesig!

Und dann kam der Tag, als wir uns zu Dritt auf nach Frankfurt machten! Die ArtNight fand statt in der Cultfee in Alt-Fechenheim. Die Philosophie dieses süßen, kleinen Cafés ist, Kulinarisches mit Kunstprojekten zu verbinden. So finden hier Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und eben hin und wieder die ArtNight statt.

Artnight in der Cultfee.. Bald geht’s los!

Wir werden herzlich von unserer Künstlerin Maria begrüßt, als wir das Café betreten. Alles ist bereits arrangiert: Die Staffeleien mit Lampe, Pinsel, hochwertige Farben von Marabu und ein Malerkittel liegen bereit. Wir suchen uns Plätze nebeneinander aus und schauen ehrfürchtig auf das Beispiel-Kunstwerk der New York Skyline, das schon als Inspiration an der Wand thront. Wir bestellen uns einen Latte Macchiato und nach und nach erscheinen die anderen Teilnehmer der ArtNight. Als wir alle beieinander sind begrüßt uns Maria noch einmal und stellt uns kurz den Ablauf des Abends vor. Dann gibt sie eine kleine Einweisung mit wertvollen Tipps und Tricks, wie wir unser Kunstwerk bearbeiten können. Eines schießt sie noch vorweg: „Ihr werdet am Ende des Abend völlig verschiedene und einzigartige Kunstwerke mit nach Hause nehmen! Viel Spaß euch allen!“ Na denn.. los geht’s!

Wir beginnen, die Umrisse der Skyline zu skizzieren, bevor wir dann mit der Aquarell- oder Spachteltechnik – je nach Vorliebe – unser Werk Schicht für Schicht aufbauen. Maria ist jederzeit Ansprechpartner für unsere Fragen und unterstützt ratgebend den Prozess. Sie besitzt gekonnt das Geschick, uns mit den nötigen Kunsthandgriffen zu versorgen, uns aber dennoch zu unserem persönlichen Stil zu ermutigen.

Fast fertig.. tolle Atmosphäre bei ArtNight

Nach der Hälfte der Zeit, ich bin noch total vertieft in meine Sache, fordert uns Maria auf, bewusst Abstand zu nehmen, ein Päuschen zu machen und auch die anderen Kunstwerke in Augenschein zu nehmen. Es ist tatsächlich unglaublich, wie viele unterschiedliche Bilder da im Werden sind. Eines schaut aus wie ein Ölgemälde, das andere ist ganz in Gold-Gelb-Tönen gehalten und wieder ein anderes ist mit der Spachteltechnik entstanden und sieht richtig futuristisch aus. Wir kommen miteinander ins Gespräch, wertschätzen unsere Kunstwerke gegenseitig, geben uns Tipps, lachen miteinander. Eine tolle Atmosphäre – ich bin begeistert! Inspiriert von den anderen „Skylines“ setzen wir unsere Arbeit fort. „Jetzt nichts verschlimmbessern!“ ermahnt uns Maria lachend und sie hat Recht. Es sind tatsächlich nur noch wenige Handgriffe nötig um das Bild zu vollenden. Auch hier hat Maria Tipps parat. Am Ende halten wir tatsächlich 15 grandiose Kunstwerke in den Händen! Und tatsächlich gleicht keines dem anderen, jedes hat seine eigene individuelle Handschrift. Toll!

Meine ganz persönliche Skyline von New York! ❤

Mein Fazit: Ich habe bei ArtNight mit Hilfe von Maria mein ganz eigenes kleines Kunstwerk erschaffen können und New York „auf die Leinwand“ gebracht – ganz so wie ich es sehe. Es ist absolut nicht preisverdächtig, aber dennoch bin ich ein wenig stolz, in so kurzer Zeit eine so markante und farbenfrohe New Yorker Skyline gestaltet zu haben. Die relaxte Atmosphäre in der Cultfee hat auch meine beiden Töchter beflügelt, die volle kreative Kraft auf Leinwand zu bannen. Fantastische Bilder sind das Ergebnis und ich muss staunen, wie eindrucksvoll die beiden jungen Damen die Wolkenkratzer New Yorks in Szene gesetzt haben. Wir drei sind uns auch in diesem Punkt einig: „Jetzt müssen wir nur noch schöne Plätzchen an der Wand finden, wo unsere persönliche „New York Skyline“ besonders gut zur Geltung kommt!“

10 ultimative Tipps für die Buchung von Mietwagen weltweit

Du willst dich auf einen selbst geplanten Roadtrip in den USA machen? Tolle Sache, kannst du doch ganz individuell und unabhängig deine Stopps abstecken. Hier gebe ich dir ein paar Tipps auf den Weg, wie du Schnäppchen erkennen kannst, versteckte Zusatzkosten vermeidest und bei der Übernahme am Mietwagen-Schalter nicht noch draufzahlst!

Gleich vorweg, ich buche seit vielen Jahren über das Portal von billiger-mietwagen.de und das hat seine Gründe. Erstens bietet Billiger Mietwagen eine transparente Suchmaschine insbesondere was die Leistungsmerkmale und Versicherungsleistungen angeht. Die sehr große Auswahl an Low-Coast-Angeboten kannst du noch zusätzlich nach deinen persönlichen Wünschen filtern. Die Buchung verläuft schnell und unkompliziert. In vielen Fällen hast du darüber hinaus die Möglichkeit kostenlos zu stornieren.

Darauf solltest du im Einzelnen bei der Buchung achten:

1) Ausreichender Versicherungsschutz: Diese drei Versicherungen sollten im Paket sein, auch wenn es günstigere Angebote gibt. Denn im Schadensfall kann es dann richtig teuer werden:

  • Vollkasko mit Erstattung der Selbstbeteiligung (sonst kann es passieren, dass bei kleinsten Kratzern es eine saftige Rechnung hagelt!)
  • Haftpflicht über mindestens 1 Mio. € (absolut wichtig, insbesondere wenn andere Personen durch einen Unfall zu schaden kommen!)
  • Glas-/Reifenschutz

2) Freie Kilometer – Wahl: Schließlich willst du im Urlaub nicht ständig schauen, wie viel km noch ohne Zusatzkosten möglich sind!

3) Wahl einer faire Tankregelung ohne Servicekosten: Das ist dann der Fall, wenn dir der Mietwagen voll getankt bereit gestellt wird und du ihn auch voll getankt wieder abgeben kannst. Die Tank-Regelungen, das Auto mit leerem Tank abzugeben klingt zwar verlockend, ist es aber nicht. Erstens kannst du unmöglich den Kraftstoff bis zum Schluss punktgenau verfahren. Außerdem läßt sich der Anbieter das Auftanken mit einer zusätzlichen Servicegebühr von oftmals 30 € vergolden.

4) Prüfung der Kautionshöhe: Achte darauf, dass die in den Mietbedingungen angegebene Kaution nicht dein Kreditkarten-Limit sprengt! Gewisse Vermieter setzen darauf, um dir zusätzliche Kosten aufzubrummen! Lieber also das Limit erhöhen lassen!

5) Mindestalter beachten: Das Mindestalter ist in der Regel 21 Jahre. Und solltest du noch unter 25 Jahre alt sein, können saftige Zusatzgebühren pro Tag anfallen.

6) Angabe von zusätzlichen Fahrern: In der Regel wird nur ein Fahrer in den Mietvertrag aufgenommen. Einen weiteren Fahrer kannst du zusätzlich buchen.

7) Lage der Mietstation: An vielen Flughäfen musst du erst mit dem Shuttle zur Mietwagenstation fahren. Oftmals gibt es allerdings auch Vermieter, die ihre Station im Flughafen haben und andere eben außerhalb des Geländes. Wenn du die Wahl zwischen diesen Anbietern hast und du möchtest ohne großen Zeitverlust an deinen Mietauto gelangen, dann aktiviere die Option „Station im Terminal“.

Buchungsbeispiel bei billiger-mietwagen.de

Darauf solltest Mietwagenübernahme und -rückgabe achten:

1) Nicht unter Druck setzen lassen hinsichtlich fehlenden Versicherungsschutzes: Am Schalter wollen dir die Mitarbeiter meistens noch diverse Versicherungen aufschwatzen – und das hin und wieder leider auch recht aggressiv. Dir wird dann suggeriert, dass du diesen und jenen Versicherungsschutz gar nicht hast und unbedingt brauchst. Hier heißt es cool bleiben, denn das ist natürlich in den allermeisten Fällen Unsinn. Du musst übrigens niemals eine Zusatzversicherung abschließen, um dein Auto zu bekommen! Lass‘ dich also nicht unter Druck setzen! Am besten du bist liest vorher nochmal nach, welchen Versicherungsschutz du gebucht hast. Um den Mitarbeiter in den USA schnell zu entwaffnen kannst du ihm dieses Schreiben vorlegen!

2) Mietwagen nach Schäden untersuchen: Nimm dir Zeit, den Mietwagen nach Dellen, Kratzer und sonstigen Mängeln unter die Lupe zu nehmen! Markiere Schäden auf dem Übernahmeprotokoll und lass dir dies quittieren. Und los geht’s auf deinen Roadtrip!

Information for Europcar (oder anderen Vermieter) – falls man dir Versicherungen andrehen will…

I have already bought the following insurance through my supplier AutoEurope:

  • Collision Damage Waiver (CDW) and Theft Protection (TP), each without excess (in case of an accident or theft, the customer initially pays the excess to (z. B.) Europcar, but gets refunded on return by supplier „AutoEurope“ in accordance with their standard terms and conditions.)
  • Protection against damage to glass and tyres
  • Insurance cover for damages to the car’s undercarriage
  • Third party liability covering up to Euro 833.990 (1.000.000 USD)

Folgende Leistungen sind über meinen Anbieter Auto Europe bereits abgedeckt:

  • Vollkasko ohne Selbstbeteiligung (Kunde zahlt im Schadenfall oder bei Diebstahl die Selbstbeteiligung zunächst an Vermieter Europcar, bekommt diese jedoch nach Rückkehr von Anbieter „AutoEurope“ gemäß dessen AGB erstattet.)
  • Schutz für Schäden an Glas und Reifen
  • Schutz für Schäden am Unterboden
  • Haftpflichtsumme in Höhe von 833.990Euro (1.000.000USD)

Mietwagen vergleichen auf Deutschlands größtem Mietwagen-Preisvergleich

Dein Vertrauen ist mir wichtig! Dieser Beitrag enthält einen Empfehlungs-Link. Wenn du über diese Links etwas kaufst oder buchst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis unverändert und du kannst so meinen Blog ganz einfach unterstützen. Ein riesiges Dankeschön an dich, Tanja

Meine 11 Lieblings-Food-Spots in NY: Günstig und ungezwungen essen gehen

In New York City kann man sagenhaft viel Geld für gutes Essen ausgeben – oder eben auch nicht! Von süß bis herzhaft und von exotisch bis typisch amerikanisch habe ich für euch 11 ultimative Tipps für sündhaft gutes Essen zusammengestellt. Hier könnt ihr in zwangloser Atmosphäre einen Snack zu euch nehmen, ohne euer Portmonee zum Ächzen zu bringen. Und selbstverständlich habe ich alle Läden ausnahmslos getestet und für mega yummy befunden.

1) Fantastische Burger: Shake Shack im Madison Square Park

Dies ist der Ort, den ich oftmals als erstes ansteuere, wenn ich endlich wieder in meinem geliebten New York gelandet bin. Das hat vielerlei Gründe. Zum einen bin ich quasi „Burger-ausgehungert“, denn die besten Burger gibt es nunmal in den USA und zu den besten Fast Food Burger gehören für mich einfach Five Guys, Shake Shack und In-N-Out Burger (letzteren gibt es leider nicht an der Ostküste). Es ist dieses leckere Röstaroma des Fleisches, das so ganz anders schmeckt als bei uns. Was einst als Hot Dog – Wagen im Madison Square Park begann ist mittlerweile eine weltweite Institution (leider hat es Shake Shack noch nicht nach Deutschland geschafft! :-)). Obwohl man im Madison Square Park umgeben ist von Wolkenkratzern und den stark befahrenen Durchfahrtsschneisen Manhattans, kann man in dieser kleinen Stadtoase kurz einmal der Großstadthektik entfliehen. Bei Shake Shack gibt es auch eine Schanklizenz, so dass man sich zum Burger auch ein leckeres Brooklyn Lager genehmigen kann! Im Sommer einfach nur herrlich! Übrigens, das Flat Iron Building und die Birreria Rooftop Bar sind gleich vis á vis.

SHAKE SHACK
Southeast corner of Madison Square Park
(Madison Avenue & E.23rd Street)
Manhattan, NY, 10010
https://www.shakeshack.com

2) „Scharfe“ Dumplings bei Xian Famous Foods

Eigentlich kann man in Manhattan’s Chinatown oder auch in Flushing authentisch und günstig chinesisch essen gehen – wohlgemerkt zu kleinen Preisen. Und dennoch haben mich die Spinat-Dumplings von Xian Famous Foods süchtig gemacht. Serviert werden sie mit oder ohne scharf-saurer Suppe. Dazu gönne ich mir gerne ein Tsingtao, das ich auf meiner China-Rundreise sehr schätzen gelernt habe oder einen leckeren Chrysanthemen-Tee.

Alternativ gibt es handgezogene Nudeln in allen Variationen, Tofu-Gerichte, Suppen und exotisch angehauchte Salate. Alle Gerichte unter 10 $!!!

XIAN FAMOUS FOODS
z. B. in Chinatown
45 Bayard St
Manhattan, NY 10013
https://www.xianfoods.com

3) Ivan Ramen – ab in den Slurp Shop im Gotham West Market

Scharf oder weniger scharf, vegetarisch oder als Variante mit Fleisch: im Schlürf-Shop im Stadtteil Hells Kitchen wirst du mit dem japanischen Nudelsuppen – Gericht bestens versorgt. An einem Counter sitzt du ungezwungen vor deinem lecker dampfenden Shio oder Shoyu Ramen nach Tokyo Art oder anderen fantastischen „Original’s“. Ivan Ramen gibt es in der Lower Eastside oder in Hells Kitchen im Gotham West Food Market. Besonders an kalten Tagen ist der Ramen Hot-Spot zu empfehlen, denn hier wird dir wieder gut „eingeheizt“!

IVAN RAMEN
600 11th Ave
Manhattan, NY, 10036
https://www.ivanramen.com

4) Schlaflos ohne Süßes? – Cookies bei Insomnia

Früher oder später kommt der Hunger auf was Süßes – jedenfalls bei mir. Und wer kann Cookies besser als die Amerikaner? Bei Insomnia wirst du mit den warmen Cookies und der zart im Mund schmelzenden Schokolade direkt in den süßen Genusshimmel befördert. Du kannst zwischen Traditional und Deluxe Cookies wählen. Wie wäre es mit Smore’s, randvoll mit Vollkornkeks-Stücken, Marshmallows und Schokolade? Oder der Chocolate Peanut Butter Cup, beladen mit Reese’s Peanut Butter Stückchen? Oder doch der traditionelle White Chocolate Macadamia Cookie? It’s totally up to you! Gibt’s u. a. 8 x in Manhattan!

INSOMNIA COOKIES
z. B. 304 West 14th Street (Meatpacking)
New York, NY, 10014

https://insomniacookies.com

5) Preiswerter Lobster Roll in Red Hook’s Fairway Market

Natürlich sind Luke’s Lobster und Red Hook Lobster Pound die angesagtesten Adressen für Lobster Rolls. Ich habe allerdings meinen persönlichen Favorite für unschlagbare 9 $ im Deli des Fairway Market in Red Hook gegessen. Allein der Fairway Supermarkt mit seiner riesigen Auswahl an Spezialitäten ist schon eine Augenweide. Von Kaffee in Säcken zum selber Abfüllen über eine gigantische Auswahl an exotischem Obst und Gemüse, Käse und Dry Aged Beef bis hin zu Bioprodukten aller Art reicht das Angebot. Der angrenzende Deli hat die Lobster Rolls im Angebot. Die kann man sich herrlich auch auf dem Outdoor Deck schmecken lassen – übrigens direkt am Wasser mit Blick auf den East River und auf die Freiheitsstatue! Wie kommt man hin? Am besten du nimmst einfach von Manhattan aus das Ikea Water Taxi (auch: Ikea Express Ferry), denn Ikea ist gleich um die Ecke. So verbindest du Kulinarisches mit einem herrlichem Ausflug auf dem Wasser und kannst im Anschluss noch durch die Van Brunt Street mit Gallerien, Shops und Cafés schlendern. Abfahrt: Pier 11/Wall Street

Hinter dem Fairway Market am East River mit Blick auf die Freiheitsstatue
Food Deck (blaue Schirme) & Red Hook Patio Grill 

FAIRWAY MARKET
480-500 Van Brunt Street
Brooklyn, NY 11231

https://www.fairwaymarket.com

Red Hook ist dein Ding? Meins auch! Hier bekommst du 9 Tipps für Red Hook in Brooklyn!

6) Full Moon Pizza im Little Italy der Bronx

Die italienischen Auswanderer Familien brachten sie nach Übersee: die Pizza! NYC verfügt über viele außerirdisch gute Pizza Hot Spots. Meine leckerste Pizza in jüngster Zeit habe ich jedoch in Little Italy, Bronx, entdeckt. Auf der Arthur Avenue sind so einige Delikatessen-Geschäfte angesiedelt, u. a. auch ein italienischer Retail Markt mit eigener Zigarrenmanufaktur. Dort kann man den Zigarrendrehern direkt bei der Arbeit zuschauen.

Die Traditionspizzeria Full Moon (seit 1976) bietet ganze Pizza oder im Stück. Ich habe mir ein Stück „Speciality Slice“ mit BBQ-Pulled Pork für 5,50 $ gegönnt. Himmlisch! Und für uns Europäer ja immer super wichtig: Man kann draußen an der Arthur’s Avenue unter Bäumen sitzen – inmitten im bunten Little Italy! Slices ab 3,50 $!

FULL MOON PIZZA
600 E. 187th Street 
Bronx, NY 10458 

http://www.fullmoonpizza.com

Mehr Lust auf Pizza? Es gibt zwei rivalisierende Hot Spots unter der Brooklyn Bridge! Und beide haben sündhaft leckere Pizza: Pizzakrieg unter der Brooklyn Bridge – Grimaldi’s vs Juliana’s

7) Mexican Style & more: Otto’s Tacos

Mexican Style Snack

Ideal für den kleinen Snack zwischendurch ist Otto’s Tacos. Die Taqueria findest du 4 x in Manhattan. Die Tortillas werden täglich frisch zubereitet und mit lecker gewürzten Füllungen versehen. Frei nach der Devise „Pick it – Fill it“ kannst du dir deinen Street Taco oder deine Taco Bowl selbst zusammenstellen. Für deine Proteinzufuhr kannst du zwischen Chicken, Carne Asado, Shrimps oder Veggies wählen. Das Ganze lässt sich mit einer schönen Portion Guacamole und dem lateinamerikanischen Kultgetränk Horchata perfekt abrunden. Und schon bist du wieder fit für den nächsten Streifzug durch New York.

OTTO’S TACO (4x in Manhattan)
z. B. 141 Second Avenue
(St. Marks & E. 9th St.)

Manhattan, NY 10003
http://ottostacos.com

8) BBQ vom Feinsten: Mighty Quinn’s

Für den einen muss es manchmal Fleisch sein, für den anderen Low Carb. Wie auch immer du es nennen magst, hier gibt es „slow smoked“ BBQ-Fleisch vom Feinsten. Mighty Quinn’s gibt’s 5 x in Manhattan, u. a. auch direkt am Broadway in Midtown. Ob Brisket, Burnt Ends oder Pulled Pork – der Fleischliebhaber kommt hier voll auf seine Kosten. Alle Einzelportionen liegen unter 10 $. Darf es auch ein wenig üppiger für den herzigeren Appetit sein? Dann bestelle dir die Brontosaurus Rib für 35 $. Die massive 6-Pound-Querrippe mit zartem Fleisch(berg) wird ca. 18 Stunden im Smoker gegart. Man wird es dir verzeihen, wenn du das Ganze wie ein Flintstone verspeist!

MIGHTY QUINN’S
1407 Broadway
Manhattan, NY 10018

https://www.mightyquinnsbbq.com

9) Nathan’s Famous Hot Dogs am Coney Island Beach

1916 eröffnete der polnische Einwanderer Nathan Handwerker einen Hot-Dog-Stand auf Coney Island. Und noch heute steht das ursprüngliche Coney Island Restaurant an der Ecke Surf and Stillwell Ave- die ideale Lage für einen Snack am Strand. Oder du genehmigst dir einen an den Hot Dog Carts der Stadt. Die Chili Dogs sind eher nicht so mein Ding, ich ziehe das Original vor: Den World Famous Beef Hot Dog. Solltest du geübter „Hot-Dogger“ sein, dann kannst du dich für den jährlichen Hot Dog Contest auf Coney Island anmelden. Der Rekord liegt bei 73. Das sind schlappe 12.000 Kalorien. Na dann Guten Appetit!

NATHAN’S FAMOUS
1310 Surf Ave
Brooklyn, NY 11224

https://nathansfamous.com

10) Vitamine bei Sweet Greens

Healthy Food bei Sweet Greens

Irgendwann kann in New York der Punkt kommen, an dem es etwas Grünes & Gesundes sein muss. Dann ist es Zeit für für die mit saisonalem Gemüse bestückten Super Food Bowls! Du stellst sie dir entweder selber zusammen oder wählst eine der à la carte Bowls. Die Harvest Bowl zum Beispiel beinhaltet wilden Bioreis, geraspelten Kohl, geröstete Süßkartoffel, gebrannte Mandeln, Äpfel, Ziegenkäse, Grillhähnchen-Stücke und Balsamico Vinaigrette. Es gibt auch eine Bestell-App, damit du nicht lange warten musst. Die Schlangen können sich insbesondere in der Mittagspause ganz schön in die Länge ziehen.

SWEET GREENS
z. B. in NoLIta
100 Kenmare St 
Manhattan, NY 10012
https://www.sweetgreen.com

11) Der amerikanische Teigklassiker im Quadrat: Doughnut Plant

Jetlag Breakfast bei Doughnut Plant

Ein richtig schönes amerikanisches Frühstück kann durchaus auch mal süß sein. Insbesondere dann, wenn es sich um Donuts von Doughnut Plant handelt. Dazu gibt es einen leckeren Cappuccino aus der Barista-Maschine. Die Donuts werden den ganzen Tag über in in New York City frisch von Hand zubereitet. Es kommen weder Eier noch Konservierungsmittel noch künstliche Zutaten in die Donuts. Alle Donuts sind glutenfrei. Und es wird kein Transfett verwendet. Und so schmeckt es auch… Die Qual der Wahl kann dir allerdings keiner nehmen. Ich habe mich auf die quadratischen Donuts beschränkt und mich für den Peanut Butter & Jam entschieden. Die pure Sünde! Da läuft mir schon beim Schreiben wieder das Wasser im Munde zusammen.

Doughnut Plant in der Lower Eastside

DOUGHNUT PLANT
(5 x in New York z. B. in der Lower Eastside)
379 Grand Street
Manhattan, NY, 10012
https://www.doughnutplant.com

Lust auf weitere Streifzüge durch New York?

In meinem Buch „Streifzüge durch New York“ über eine unendliche Reisegeschichte durch ein sich stetig wandelndes New York, kannst du mir in 26 Kapiteln mit vielen Illustrationen auf dieser Entdeckungsreise durch die Megametropole folgen. Ich freue mich, wenn es dir gefällt. ❤️

Streifzüge durch New York für Tolino (bei Thalia)
Streifzüge durch New York für Tolino (bei Weltbild)
Streifzüge durch New York für Tolino (bei Hugendubel)
Streifzüge durch New York für Kindle

Midtown Manhattan – Drei Insider-Tipps

15 Seconds of Fame – leider ausgesetzt 😦

Leider scheint die Kampagne „15 Seconds of Fame“ bis auf weiteres ausgesetzt zu sein. Die Kommunikation mit American Eagle war weder über E-Mail noch über Chat aufschlussreich. Keiner weiß tatsächlich Bescheid. Da hilft jetzt nur noch, vor Ort nachzufragen. Ich halte euch auf dem Laufenden. In der Hoffnung, dass der Spaß fortgesetzt wird, habe ich Tipp 1 nur durchgestrichen. Aber es gibt noch viel mehr am Times Square zu entdecken! Daher habe ich den Tipp 1 einfach ersetzt!

Nur noch 6x einlösbar: 15 € Booking.com Gutschein! 15 € für dich und 15 € für mich…. ohne Wenn und Aber!!!      https://booking.com/s/73_6/638e3193

1a) Komme ganz groß ‘raus bei „15 Seconds of Fame“ am Times Square! 

"15 Seconds of Fame" American Eagle Times square
„15 Seconds of Fame“ American Eagle Times Square

Werde berühmt bei 15 Seconds of Fame! Kaufe ein schickes Teil im Flagship Store von American Eagle am Times Square, dann kannst du dich ablichten lassen, einen coolen Spruch wählen und schon 10 min später bist du für 15 Sekunden in Überlebensgröße auf der AE-LED-Leuchtreklametafel am Times Square zu sehen! Be famous! Ein Heidenspaß!

1b) 4 Musen der Künste und unterirdische Klanginstallationen

Inmitten des Leuchtreklame-Dschungels ist tatsächlich auch noch alte Kunst zu finden! Dort, wo die Gebäudefront einst von einer Reklametafel der Restaurantkette TGI Fridays verunstaltet war, erstrahlen die vier weiblichen Statuen der Künste seit einigen Jahren in altem Glanz! 1552 Broadway (Nordostecke des Broadways zur 46. Straße). Vier berühmte Frauen repräsentieren hierbei jeweils eine der Kunstrichtungen Drama, musikalische Komödie, Oper und Spielfilm. Die Statuen waren durch die Schadstoffbelastung am Times Square so herunter gekommen, dass sie im Jahre 2012 aufwändig restauriert werden mussten.

Vier Musen – am ehemaligen I. Miller Schuhhaus (jetzt: Express)

 

Seltsame Geräusche vom Times Square – Klanginstallationen von Max Neuhaus

Du schlenderst mitten über den Times Square und wunderst dich über seltsame unterirdische Geräusche? Spukt es hier? Ist hier unter der Straße etwa noch eine andere Welt versteckt? Die unscheinbare Attraktion ist eine Klanginstallation von Max Neuhaus. Sie ist unterhalb der Belüftungsgitter auf der Fußgängerinsel zwischen Broadway und der 7. Avenue auf Höhe der 45. und 46. Straße versteckt. Hier kann man der „Kakophonie“, den sogenannten dissonanten Geräuschen des Times Square, rund um die Uhr lauschen. Kein Hinweisschild verweist auf diese Klanginstallation. Und das ist vom Künstler tatsächlich auch so gewollt!

Ob du diese versteckten Juwelen wohl findest? Ich wünsche dir viel Spaß bei Suchen und Entdecken! 

2) Prunkvollster Bahnhof der Welt: Grand Central Station oder „Liebeserklärung in der Flüstergalerie“

Grand Central Station
Grand Central Station

Wunderschön und faszinierend zugleich ist der Jugendstilbahnhof Grand Central Station. Ein absolutes MUSS! Er ist der größte Bahnhof der Welt bezogen auf die Anzahl der Bahnsteige und die dafür genutzte Fläche! Dieser Endbahnhof mit der wunderschönen goldenen Uhr (Wert laut Sotheby’s bis zu 20 Mio USD wegen der aus Opal gefertigten Zifferblätter) protzt zudem mit 10 vergoldeten Kronleuchtern. Als wäre dies nicht schon genug, ziert die Decke einen mediterranen Sternenhimmel mit 2500 Sternen. Ja, ja, die Vanderbilts wussten schon genau, wie man kräftig auf die Sahne schlägt! Der Himmel zeigt sich allerdings aus der Sicht Gottes und spiegelt nicht unseren Blick in die Sterne wieder. Das sollte wohl nicht so sein. Ein Skizzenchaos war wohl dafür verantwortlich. Der Fehler wurde aber niemals korrigiert.

Außerdem gibt es eine geheimnisvolle Flüstergalerie vor der berühmten Oyster Bar. Hier ist der perfekte Ort für eine Liebeserklärung oder einen Heiratsantrag! Wenn der Antragende seine schmeichelnden Worte unter dem Rundbogen in der einen Ecke gegen die Wand flüstert, dann kann es der Lieblingsmensch auf der gegenüberliegenden Ecke klar und deutlich aufgrund eines akustischen Phänomens, sozusagen auf „telegrafische“ Weise, hören. Und wenn dann den Turteltauben noch nach einer Runde Tennis spielen ist, können sie dies zu einem Schnäppchenpreis von 200 USD und mehr pro Stunde auf der vierten Etage im Vanderbilt Tennis Club tun. Übrigens, es muss keiner Angst haben hier seinen Zug zu verpassen. Denjenigen, die immer und überall auf den letzten Drücker aufkreuzen wird hier ein Schnippchen geschlagen: Alle Uhren gehen nämlich eine Minute vor! Es gibt übrigens auch selbstgeführte Audiotouren durch die Grand Central Station!

3) Macy’s am Herald Square: „Shop ‘til you drop or just ride the historic wooden escalators!“

Historic wooden escalator Macy's - Herald Square
Historic wooden escalator Macy’s – Herald Square

Schlendere auf dem Broadway entlang bis zur 34th Street und statte Macy’s am Herald Square einen Besuch ab. Wer starke Nerven hat und gegen sämtliche Formen der Reizüberflutung immun ist, findet hier sein Eldorado! Ich bin in diesem Labyrinth des größten Kaufhauses des Welt (bis 2009, dann haben die Koreaner die Schlacht der Superlative gewonnen) jedes Mal hoffnungslos überfordert und beschränke mich auf die Besichtigung der schönen Holzrolltreppen. Die weltweit erste ihrer Art wurde im Jahr 1902 in Betrieb genommen. Viele dieser antiken Stücke wurden bereits restauriert. Dabei wurden entweder die Stufen und/oder die Seiten durch Metallteile ersetzt und mit Sicherheitstechniken ausgestattet. Es gibt aber auch noch das Original komplett aus Eichen/Eschenholz! Im zum Broadway gerichteten Gebäudeteil wirst beispielsweise fündig zwischen 5. und 9 Stock oder vom Basement („The Cellar“) zum 1. Stock hoch. Aber Vorsicht! Die guten alten Stücke sind nicht High Heel – tauglich! Nimm deine Kids an die Hand! Drei Kinder haben bereits ihre Finger irgendwo zwischen den Streben gelassen!

Schön ist übrigens auch die Easter Flower Show (wenn denn gerade Ostern ist)! Kleiner Tipp: Vorsichtig beim Eintreten in den Parfümeriebereich! Wer hier den Hasenzickzacklauf nicht in seiner Vollendung beherrscht, wird hoffnungslos von mit Flakons bewaffneten Damen von allen Seiten mit den neusten Düften zugesprüht! (Dann hilft nur noch der Distanzflirt von Ecke zu Ecke im Grand Central Terminal oder ein beherzter Sprung in den Hudson!). Ach ja, wer dann wirklich nicht unter einer Shoppingblockade ob des Riesenüberangebotes leidet, der sollte sich den Touri-Rabatt von 10% mit dem Visitor Saving Pass (erhältlich im Visitor Center auf dem Mezzanine Floor) sichern! Übrigens, rund um Macy’s haben sich sämtliche Flagship Stores großer Marken angesiedelt! Du bist heute shopping-avers unterwegs? Get outside, grab a coffee and enjoy the spectaculous view on the Empire State Building and wait patiently until she (he?) will be showing up again!


!Hier folgen noch ein paar Links für die Flug-, Hotelbuchung (Booking.com – Gutschein) und Ausflugsbuchung sowie etwas NYC-Lektüre!

Flüge: Sehr gute Suchmaschinen für den Flugpreisvergleich sind Skyscanner und Momondo. Ich nutze ausschließlich diese beiden Tools oder buche meine New York Flüge direkt über Singapore Airlines.

Hotels: Hast du dein NY Hotel schon gebucht? Hier bekommen du und ich 15 € bei Booking.com, wenn du über diesen Link buchst. Viel Spaß in NY!

Ausflüge: Angebote für den NYC Hop-On/Hop-Off im Doppelstockbusund Angebote für einen Fahrradverleih im Central Park ab $9

Für mehr Reisetipps und Reisegeschichten in New York City kannst du in meinem Buch stöbern:

Streifzüge durch New York: Eine unendliche Entdeckungsreise durch die Megametropole

 

 

Und noch ein Lesetipp: Diese wunderschöne Lektüre von Edward Rutherford über die Geschichte New Yorks habe ich kürzlich regelrecht verschlungen! Anhand von vier Familien zeichnet Rutherford in so beeindruckender Weise die Entwicklung New Yorks von der Gründung bis in die heutige Zeit nach, dass dies selbst für Geschichtsmuffel ein Genuss ist! Das Buch eignet sich prima vor oder nach einem New York Trip oder immer dann wenn man einfach einmal eintauchen mag in die faszinierende Welt New Yorks, von damals bis heute.
Im Rausch der Freiheit: Der Roman von New York

 

 

 
Dieser Beitrag enthält eine Werbeanzeige. Dafür bekomme ich eine kleine Provision, aber für dich bleibt der Preis unverändert! Du unterstützt lediglich diesen Blog damit. Vielen Dank!

 

13-tägige Rundreise durch die Südstaaten der USA

Unser Roadtrip durch die Südstaaten der USA führt uns durch sechs Bundesstaaten der USA: Georgia, Alabama, Florida, Mississippi, Louisiana und Tennessee. Gestartet sind wir in Atlanta und nach knapp 2 Wochen ging es von Atlanta über New York wieder nach Frankfurt. Im Überblick siehst du die Strecke in Google Maps mit Hotels, Restaurants, Sehenswürdigkeiten und den entsprechenden Fotos dazu.

 

Nach Ankunft in Atlanta haben wir erst einmal unser neuwertiges Cabrio (einen grauen Ford Mustang) entgegengenommen. Das Fun-Auto mit günstigem Tarif und sehr guten Versicherungsleistungen haben wir über Billiger Mietwagen gebucht. Über dieses Portal buchen wir aufgrund seiner Leistungstranparenz seit vielen Jahren mit den besten Erfahrungen. Da wir spät angekommen sind haben die erste Nacht im Flughafenhotel La Quinta Airport North verbracht. Eine Liste aller Hotels auf unserer Rundreise mit sehr guten Preis-/Leistungsverhältnissen und uneingeschränkter Empfehlung findest du hier:

15€ für DICH und 15€ für mich- für jede Buchung bei Booking.com über diesen Link ❤

Und los geht’s 🙂

Am Panhandle angekommen – Dach auf!

Etappe 1: Atlanta (GA) – Fort Walton Beach (FL), 505 km

Am nächsten Morgen starten wir in Richtung Floridas Küste am Panhandle. Der erste Streckenabschnitt gen Süden führt uns durch das hübsche Eufaula. Die Hauptstraße Eufaulas ist flankiert von romantischen Antebellum Villen, die an die Blütezeit der Baumwolle erinnern. Ein besonders schönes Schmuckstück ist Shorter Mansion. Da kommt direkt auf dem ersten Streckenabschnitt schon mal wohliges Südstaatenflair auf.

Bevor wir jedoch unseren Roadtrip so richtig beginnen, sind erst einmal ein paar Strandtage zum Relaxen angesagt. Wir checken ein in das Best Western Fort Walton Beach auf Santa Rosa Island mit grandiosem Blick über den schneeweißen Strand.

Ein Kälteeinbruch hält uns jedoch vom ausgiebigen „Beaching“ ab und so erkunden wir die Umgebung. Eine Tour entlang der Küste gen Osten führt uns nach Destin, Seaside, Rosemary und in das Springbreaker-Paradies Panama Beach. In Mexico Beach, was leider 2018 durch Hurrikan Michael nahezu zerstört wurde, haben wir kehrt gemacht. Beim nächsten Mal haben wir uns aber unbedingt die „Forgotten Coast“ vorgenommen, die wir bei dieser Rundreise sträflich vernachlässigt haben.

Aber der Reihe nach: Besonders schön ist auch South Walton Beach mit schönen Holzhäusern, von denen man über Holztreppen zum Strand gelangt.

Seaside, unser nächster Stop, ist ein buntes, quirliges Feriendorf mit vielen Strandpavillons, Food Trucks wie Wild Bill’s Beach Dogs und Barefoot BBQ, Kunstgalerien und jeder Menge Fahrradfahrer. Die legere „Kalifornien-Atmosphäre“ steckt an und wir können uns nach einer ausgiebigen Erkundung des Örtchens und einem unschlagbaren Beef Brisket Sandwich bei Wild Bill’s Beach Dogs nur sehr schwer trennen.

Ein ähnlich herrliches Ambiente wie in Seaside treffen wir in Rosemary nicht an. Der auf dem Reißbrett entstandene Ort mutet ein wenig wie ein kitschiges, wenig authentisches Disneydorf an. An den Strand kommen hier nur privilegierte Bewohner und Gäste, denn die Zugänge zum Strand sind mit Kombinationsschlössern versehen. Nicht einmal ein kurzer Strandspaziergang für Non-Residents ist hier also erwünscht. Das habe ich in Florida und insgesamt in den USA so noch nicht erlebt. Selbst in noblen Gegenden gibt es überall auch immer einen „public access“. Wir fühlen uns unwohl und verlassen Rosemary fluchtartig in Richtung Panama Beach.

Welcome Spring Breakers“ heißt es auf einer überdimensionalen Werbetafel des Paradise Palms Hotels in Panama Beach. „Na geht doch“, denke ich laut! Auf die primäre Zielgruppe des Urlaubsortes mit den wenig charmanten Hotelkästen wird bereits bei der Einfahrt hingewiesen. Und die Party ist bereits in vollem Gang! Aus den Hotelbunkern dröhnt Hip Hop, durch das Vergnügungsviertel schiebt sich feierwütiges Jungvolk und am Strand haben die Studenten ihre College-Fahnen als Zeichen ihrer geistigen Zugehörigkeit gehisst. Bei allem was man hier an Hässlichkeit an den Strand gebaut hat, die Schönheit des Strandes gibt ihnen recht, hier ihre Zelte aufzuschlagen.

Wir trinken noch ein Bier im urigen Toucan’s in Mexico Beach und treten die Rückfahrt nach Fort Walton an. Leider hat Hurrikan Michael 2018 Mexico Beach nahezu komplett zerstört. Auch Toucan’s steht nicht mehr und ich hoffe insgeheim, die tolle Kneipe mit Holzterrasse auf dem weißen, feinsandigen Strand wird mitsamt rustikaler Tiki-Atmosphäre wieder aufgebaut. 
Toucan’s – zerstört durch Hurrikan Michael 2018

Und zu guter Letzt noch ein Restaurant-Tipp für Fort Walton Beach: Das Mary’s Kitchen hat uns besonders gefallen und ist stadtweit bekannt für sein leckeres „Country Cooking“. Spezialitäten sind Catfish, BBQ-Gerichte wie Pulled Pork und die für die Südstaaten berühmten Fried Green Tomatoes sind die „best picks“ hier. Und zum Nachtisch verführen jede Menge „mouthwatering“ homemade Pies.

Etappe 2: Fort Walton Beach (FL) – New Orleans (LA), 395 km

Gumbo & Shrimps Po’Boy im Restaurant Chartres inklusive Blick vom Balkon aus in das French Quarter

 Die Stadt am Mississippi ist bekannt für ihre historische Altstadt „French Quarter„, in der sich schmucke Gebäude im spanischen und französischen Kolonialstil aneinander reihen. Dieser nostalgische Charme wird durch die originalen Gaslampen unterstrichen, die abends das Viertel in schummriges Licht tauchen.

Außerdem gilt New Orleans als die „Wiege des Jazz„, ist hier doch 1917 die überhaupt erste Jazz-Platte aufgenommen worden. Hinter jeder neuen Straßenecke wird Musik einer anderen Stilrichtung gespielt.

Unzählige Restaurants bieten kreolische Gerichte an, die sich aus dem Zusammenspiel spanischer, französischer, amerikanischer – aber auch karibischer und afrikanischer Einflüsse – entwickelt haben. Berühmter Vertreter der kreolischen Küche oder des Cajun Foods sind Gumbo, Jambalya und Crawfish Étouffée. Aber auch der Po’Boy ist nicht wegzudenken aus den Restaurants von New Orleans. Der knusprige Baguettebrot-Sandwich mit Shrimps bekam seinen Namen im Zuge des Straßenbahn-Streiks im Jahr 1929. Aus Mitleid mit den nun arbeitslosen Straßenbahnarbeitern haben zwei Restaurantbesitzer die „poor boys“ mit Sandwiches versorgt. Im New Orleans Dialekt wurden die armen Jungs so zu „Po’Boys“ verknappt und der Name für den Sandwich war geboren.

Eingebucht haben wir uns für drei Nächte ins Sheraton New Orleans (Club Level) auf der Canal Street mit tollem Blick auf die Stadt und den Mississippi. Von hier aus konnte man die Kreuzfahrtschiffe beobachten, die sich ihren Weg über den windenden Mississippi bis zum Meer bahnen. Es sieht von oben ein wenig so aus, als würden die Schiffe durch den Wald fahren.

Blick vom Hotelzimmer im Sheraton auf den Mississippi

New Orleans liegt zum großen Teil unter dem Meeresspiegel, in der Schraubzwinge zwischen Mississippi und Lake Pontchartrain. Dämme schützen die Stadt vor den Fluten, aber sie schützten nicht vor Katrina. Das Ausmaß der Katastrophe war verheerend. Als die maroden Deiche brachen, wurden 80 % der Stadt überflutet, über 7 Meter tief stand das Wasser in den Straßen, über 1.800 Menschen ließen ihr Leben. Ein Großteil der Betroffenen waren Afroamerikaner. Die historisch bedeutsamen Viertel kamen jedoch mit einem blauen Auge davon. Zu allem Überfluss versagten die Behörden bei der Organisation der Hilfeleistungen und Präsident Bush handelte mehr als zögerlich. Der Neubau einiger Siedlungen, die von ärmeren Bevölkerungsschichten bewohnt waren, wurden für diese unerschwinglich. Viele von ihnen kamen nicht zurück. Sie sind dort geblieben dort, wo auch immer die Evakuierungsbusse sie hingebracht haben. Nach Atlanta. Nach Dallas. Nach „elsewhere“.

Der Schaufelraddampfer Natchez auf dem Mississippi
Großteile von New Orleans liegen unter der Meeresoberfläche

Das ist die Kehrseite der Renaissance, die der Big Easy längst wieder erfährt. Die Investoren kamen wieder und mit ihnen (600!) neue Restaurants, Hotels und Touristen und natürlich Jobs! New Orleans boomt und der Big Easy scheint quirliger als je zuvor. Vor Katrina zählte New Orleans 455.000 Einwohner, nach Katrina 200.000. Heute sind es wieder an die 400.000. Doch die Stadt muss auch Kritik einstecken. Sie investiere mehr in den Tourismus, als seine eigenen Leute zu unterstützen. Ein zwiespältiges Gefühl erwischt mich kalt bei diesen Gedanken, auch wenn der Big Easy schnell wieder seine unwiderstehlichen Reize spielen lässt und mich mit seinem pulsierenden Straßenleben, der mitreißenden Musikszene, mit romantischer Kolonialarchitektur und kreolischer Küche sowie der zauberhaften Lage am Mississippi in seinen Bann zieht.

New Orleans ist wahrscheinlich die unamerikanischste Stadt von allen. Sie wirkt ein wenig bunter, verrückter, freizügiger und unbeschwerter als Restamerika . Nur zu Recht wird sie daher The Big Easy genannt. Das lebensfrohe Tohuwabohu erscheint allenfalls vergleichbar mit San Francisco oder New York – und trifft es doch nicht ganz genau. Auf den Punkt bringt es jedoch Tennessee Williams, der seiner Heimat folgende Liebeserklärung machte: „In Amerika gibt es nur drei Städte: New York, San Francisco und New Orleans. Überall sonst ist Cleveland.“

Doch was macht The Big Easy zu dem was es ist? Fangen wir an mit etwas ganz Banalem: In New Orleans kann man sich mit einem Bier in der Hand durch die Straßen treiben lassen, ohne direkt im Gefängnis zu landen. Der öffentliche „Trinker“ gilt hier nicht als Ausgeburt des Teufels, sondern gehört völlig unbehelligt zum Straßenbild des French Quarter. Mich daran zu gewöhnen gelingt schnell und dennoch, als ich mit zwei prall gefüllten Bechern frisch gezapften Bieres aus Lafitte´s Blacksmith Shop komme, schaue ich mich doch noch einmal um, ob das Auge des Gesetzes nicht vielleicht doch Zugriff nimmt! Die alte Kneipe auf der Bourbon St. wurde vor 1772 erbaut und ist heute nicht nur eines der ältesten erhaltenen Gebäude in New Orleans, es ist auch die älteste bewirtschaftete Bar in ganz Amerika.

Lafitte´s Blacksmith Shop
Meine Voodoo-Freundin für zu Hause ❤

Das French Quarter konnte sich seinen nostalgischen Charme sehr gut bewahren. In diese einzig wahre Altstadt Amerikas konnte weder Apple noch McDonald Einzug halten. Ein Wunder im Land der Kettenshops und -restaurants! Anstelle dessen gibt es viele kleine Geschäfte, unter anderem einige für die Anhänger des Voodoo-Kults. Der Voodoo-Glaube wurde im Zuge der Sklaverei ins Land gebracht und von der Priesterin Marie Laveau salonfähig gemacht. Marie Laveau wurde 1794 in New Orleans geboren und war eine berühmt berüchtigte Heilerin und Hellseherin. Nach Jahrhunderten der Verbote und der Verfolgung ist der Kult in New Orleans seit 2003 als Religion akzeptiert. Damit ist Louisianas schillernde Stadt zur unangefochtenen Voodoo Capital of the US aufgestiegen. Mit Puppen, die mit Nadeln durchstochen den Mitmenschen Unheil bereiten sollen, hat der Voodoo-Kult allerdings überhaupt nichts zu tun. Voodoo soll ausschließlich positive Energie verbreiten und so sagt man den bunten Puppen, die man hier überall in den Voodoo-Shops als Souvenir kaufen kann, heilende Wirkung nach. Wer mehr über Voodoo erfahren möchte, ist im Voodoo Museum bestens aufgehoben.

Voodoo-Shops in der Voodoo Hochburg New Orleans

Die Stadt am Mississippi ist aber nicht nur das Epizentrum der Musik, allen Genres voran des Jazz, des Voodoo-Kults sowie fantastischer kreolischer Küche. Nein, sie ist auch die Hochburg des „Mardi Gras„, der Südstaatenvariante des Karnevals. Importiert mit den ersten französischen Siedlern ist der „Fette Dienstag“ ein feierwütig gelebtes Relikt. Fat Tuesday deswegen, weil ja bekanntlich am Ash Wednesday alles vorbei ist und die fetten Tage nun mit der österlichen Fastenzeit ihr jähes Ende nehmen. Aber bevor es soweit ist, schreiten dutzende schillernde Paraden durch die Straßen der Stadt. Menschen mit Kind und Kegel jubeln den Paraden von den gusseisernen Balkonen der opulenten Häuser oder eben direkt vom Straßenrand zu. Hier geht es nicht um politische Abrechnungen, es geht auch nicht um ausgebuffte Choreographien der Teilnehmer, sondern lediglich um den Spaß bei diesem unglaublichen Spektakel dabei zu sein.

Wir waren leider nicht an Mardi Gras in New Orleans, aber die ähnlich bunte Easter Parade hat eine Idee davon vermittelt, was sich hier an Mardi Gras abspielen muss. Ausgerichtet wird die familienfreundliche Parade von Chris Owens, der stadtbekannten Entertainerin und Clubbesitzerin des French Quarters – eine verehrte Tochter der Stadt New Orleans. Bunte Ketten werden von den offenen Wagen in die begeisterte Menge geschleudert. Blaskapellen und ein Konvoi mit alten Cabrios zieht vorbei. Es herrscht kollektiver Ausnahmezustand. Und dann geht es im Anschluss kettenbehangen in die zahlreichen Clubs, Bars und Jazz-Cafés wie zum Beispiel ins Café Beignet. Und das alles bei wohlig-warmen Sommertemperaturen.

Als wäre das alles noch nicht genug, findet gleich am nächsten Tag die Gay Parade statt. Durchtrainierte Jungs mit freiem Oberkörper, rosa Hasenohren und Puschelbürzel, Travestiten im Glitzerlook und markant geschminkte Pfarrer, die ihr jubelndes Publikum beim Vorbeifahren bekreuzigen oder knutschen – oder eben beides in dieser Reihenfolge, flanieren vorbei. Die Stimmung kocht bereits über, als die „Lords of Leather“ vorbeimarschieren. Aber anstatt mit prächtiger Lederbekleidung aufzuwarten, tragen diese in Anbetracht der hohen Temperaturen an diesem Tag lediglich bunte Hüte zu karierten Boxershorts. „Where’s the leather, guys?“ schreit ihnen einer hinter mir aus dem Publikum provokant zu. „Too hot for leather, sweetheart!“ ruft der ebenso schräg zurück und winkt mir vergnügt zu.

Am nächsten Tag machen wir uns auf eine Tour mit der historischen Straßenbahn entlang der hübschen Charles Avenue durch den Garden District. Das dunkelgrüne Saint Charles Streetcar (No. 12) ist eine lebendige Reliquie aus dem Jahr 1923 und fährt noch heute von der Canal Street entlang des Riverbend zum Audubon Park. Im Schatten massiver Eichen passiert es dabei dutzende, majestätische Villen mit Südstaatencharme, die Universitäten von Loyola und Tulane und viele feine Hotels und Restaurants. Die ursprüngliche, seinerzeit dampfbetriebene Straßenbahn datiert sogar bis in das Jahr 1835 zurück. Sie gilt damit als die älteste, kontinuierlich betriebene Straßenbahnlinie der Welt. 40 Minuten dauert eine einfache Fahrt mit dem Oldtimer-Streetcar durch die Geschichte New Orleans. Am Ende der Tour werden die Lehnen des Streetcars einfach umgelegt und zurück geht es in die Richtung Stadtzentrum von New Orleans. Für 1,25 $ pro Strecke. New Orleans Regional Transit Authority

Saint Charles Streetcar – Historische Fahrt durch den Garden District

Der letzte Tag vor unserer Abreise bekommt noch einen gewissen morbiden Charme. Wir statten dem Friedhof von Greenwood, dem Greenwood Cemetery einen Besuch ab. Da wir gut und gerne 15 immer Minuten auf unser Auto warten bis es aus der Valley Parking Zone des Hotels gebracht wird, entschließen wir uns auch mit der Straßenbahn (No. 47) zu fahren. Der imposante Friedhof mit seinen historischen Grabstätten wurde 1852 erschlossen. In dieser Zeit suchte eine landesweite Gelbfieber Epidemie auch die Stadt New Orleans heim, so dass entsprechender Platz benötigt wurde.

New Orleans liegt zu einem Großteil unter dem Meeresspiegel. Weil sich die Stadt auf verdichtetem Sumpfgebiet liegt, sackt sie zudem jedes Jahr einige weitere Millimeter ab. Aus diesem Grund mussten die Toten oberirdisch bestattet werden. Mit prächtigen Mausoleen im gotischen und neo-klassizistischem Stil hat man hier seinen Liebsten ein würdiges Denkmal gesetzt. Diese opulenten, posthumen Grabmale in der „City of the Dead“ kann man besichtigen, zur Not auch vom Auto aus.

Der berühmteste und älteste Friedhof ist jedoch der St. Louis Cemetery No. 1. Er wurde 1789 eröffnet und liegt nur einen Block entfernt vom French Quarter und damit damals noch außerhalb der Stadt New Orleans. Die bereits aus diesem Artikel bekannte Voodoo-Priesterin Mary Laveau soll hier begraben sein.

Etappe 3: New Orleans (LA) – Natchez (MS), 277 km geplant
bis Siegen über die Oak Alley Plantage (150 km) realisiert

Nächstes Ziel der Begierde nach diesen tollen Tagen in New Orleans sind nun die Plantagen entlang der Great River Road am Mississippi zwischen Baton Rouge und New Orleans. Vier Plantagen zählen hierzu: Die San Francisco Plantation, die Laura Plantation, die berühmte Oak Alley Plantation und das Houmas House. Jedes dieser prachtvolle Herrenhäuser zeugt von unglaublichen Reichtum während einer Zeit vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg. Und jeder dieser Orte spiegelt in seiner jeweiligen Einzigartigkeit die Geschichten der einst wohlhabenden Zuckerrohrbarone und derjenigen, die hier versklavt arbeiteten, wider.

Die Auswahl fällt schwer, welches dieser Anwesen wir besichtigen wollen. Wir entscheiden uns letztendlich für die „Grand Dame“, die in 1839 erbaute Oak Alley Plantation. Markant ist die majestätisch wirkende, mit 300 Jahre alten Eichen gesäumte Allee , die auf 400 Metern bis hinunter zum Fluss führt. Wir zahlen gut investierte 25 $ + tax Eintritt und schon führen uns historisch gekleidete Damen durch das Anwesen. Unserer Führerin ist Meisterin darin, unseren Wissensdurst zu stillen. Und so gibt sie interessante Einblicke in das Leben auf der Plantage inmitten des schwül-heißen Louisianas, wohlgemerkt im Vorzeitalter der Klimaanlage. Das schien nicht jedermanns und vor allem nicht „jederfraus“ Sache zu sein. Und so berichtet unsere Führerin von der Landlady Celine, die lieber das fröhliche Leben in New Orleans bevorzugte anstelle des schnöden, arbeitsamen Lebens fernab Louisianas quirligen Metropole. Während man heutzutage in einer guten Stunde Downtown New Orleans von hier aus mit dem Auto erreicht, war es zu damaligen Zeiten schließlich ein ganzer Tagesausflug mit der Kutsche. Als dann noch ihr Mann 1848 an Tuberkulose starb, musste sie das Regiment auf der Plantage übernehmen. Leider war ihr Talent für die Bewirtschaftung der Plantage begrenzt und so führte ihr ausschweifender Lebensstil das Anwesen an den Rand des Ruins.

Oak Alley Plantation – Filmkulisse für „Fackeln im Sturm“ mit Patrick Swayze

Als wir die frisch rekonstruierten Sklavenquartiere besichtigen, kommt allerdings die bis eben noch ziemlich verklärte Südstaatenromantik zurück auf den Boden der Tatsachen. Der Wohlstand dieser Plantagen fußte auf der Arbeit von unfreien und ausgebeuteten Menschen, die auch Oak Alley selbst errichten mussten. Dieses Kapitel von Unmenschlichkeit in der amerikanischer Geschichte wird dann auch noch einmal vor Augen geführt, als wir die akribisch geführten Inventare einsehen. Und dazu gehören auch Sklaven – bewertet in US Dollar.

Oak Alley verkörpert dennoch den Inbegriff des alten Südstaatencharmes und war daher geradezu prädestiniert, als Filmkulisse für „Fackeln im Sturm“ mit Patrick Swayze zu dienen. Der Filmepos „Vom Winde verweht“ war allerdings eine nahezu reine Studioproduktion in Los Angeles, auch wenn man sich auf Oak Alley fast wie auf Tara wähnt. Als Inspiration für die Pappkulisse von Tara diente Jonesboro in Georgia.

Nach herrlich sonnigen Tagen setzt sich von nun an leider schlechteres Wetter durch. Als wäre dies nicht schon blöd genug, zieht sich meine bessere Hälfte und Stellvertreter der Reisekommandozentrale eine so fette Grippe zu, dass wir spontan nach Besichtigung der Oak Alley Plantage zunächst zum Auskurieren ein Hotel suchen mussten. Fündig geworden sind wir kurz vor Baton Rouge im sehr empfehlenswerten Siegen Inn.

Der Patient ist versorgt und so mache ich noch einen kurzen Abstecher in die nur 2 Meilen entfernte Mall of Louisiana. Shopping ist schließlich bisher etwas kurz gekommen.

Am nächsten Tag erreichen wir allen Widrigkeiten zum Trotz das beschauliche St Francisville mit seinen hübschen Herrenhäusern, der weißen United Methodist Church und der alten Feliciana Railroad, auf der Baumwolle zum Fluss befördert wurde. Auch in Natchez regnet es wie aus Eimern. Wir flüchten uns ins die Natchez Coffee Company und stärken uns mit einem Cappuccino und leckeren Salaten. Ein letzter Blick auf den schlammbraunen Mississippi im strömenden Regen bekräftigt seinen Ruf als „Muddy Ol‘ Man River„.

Die American Queen legt an in Natchez

Etappe 3: Natchez (MS) – Vicksburg (MS), 116 km geplant
Siegen – Vicksburg 274 km realisiert

In Vicksburg passt das derzeit miese Wetter zur desaströsen Lage, in der sich die Konföderierten hier während des Amerikanischen Bürgerkrieg befanden.

Im Sezessionskrieg wurde erbittert um die Verteidigung der Rechte der Einzelstaaten gekämpft, nicht zuletzt auch um die Sklaverei.

Die Schlacht um Vicksburg war insofern bedeutend, als sie den Verlauf des Bürgerkrieges entscheidend zu Gunsten der Nordstaaten beeinflusste. 47 Tage lang hatten die Unions die Stadt unter General Ulysses Grant belagert, bis der General der Konföderierten John C. Pemberton und seine entkräftete Armee schließlich kapitulierten. Vicksburg konnte aufgrund seiner kriegsstrategisch sehr guten Lage nicht erobert werden, lag es doch wie eine Festung auf einem Höhenzug 60 Meter über dem Mississippi. Doch Grant hat es geschafft, Vicksburg von allen Versorgungswegen abzuschneiden, indem er die Kontrolle über den Mississippi erlangte. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Vicksburg sich ergeben musste. Ausgerechnet am 4. Juli 1863 fiel Vicksburg, die wichtigste Rebellen-Bastion der Südstaaten am Mississippi.

Die 47-tägige Belagerung der Stadt hatte die Bürger Vicksburg an ihre physischen und psychischen Grenzen gebracht. Während der Belagerung wurde die Stadt jeden Tag dem Artillerie-Feuer der Unions ausgesetzt. Am Ende musste sich die hungernde Bevölkerung, die sich in selbst gebauten Höhlen verschanzen mussten, von Eseln, Hunden, Katzen und sogar Ratten ernähren. Genug Grund für die Menschen in und um Vicksburg, den amerikanischen Unabhängigkeitstag für über acht Jahrzehnte zu boykottieren. Erst die patriotische Leidenschaft nach dem Zweiten Weltkrieg Krieg und ein Besuch von General Dwight D. Eisenhower veranlassten die Bewohner Vicksburg dazu, die Geburt der USA wieder zu feiern.

Der Horror der Belagerung von Vicksburg wurde von Mary Loughborough in einem Tagebuch dokumentiert, welches im Buch „My Cave Life in Vicksburg“ veröffentlicht wurde. Sie schrieb:  

A young girl, becoming weary in the confinement of the cave, hastily ran to the house in the interval that elapsed between the slowly falling shells.  On returning, an explosion sounded near her – one wild scream, and she ran into her mother’s presence, sinking like a wounded dove, the life blood flowing over the light summer dress in crimson ripples from a death-wound in her side, caused by the shell fragment.

„Ein junges Mädchen, das der Enge der Höhle überdrüssig wurde, Rannte eilig in der Pause, die zwischen den langsam fallenden GRanaten verstrich, zum Haus. Als sie zurückkehrte, ertönte in ihrer Nähe eine Explosion – ein wilder Schrei, und sie lief in die obhut ihrer Mutter und sank wie eine verwundete Taube. Das Lebensblut strömte über das leichte Sommerkleid in purpurroten Wellen aus einer tötlichen Seitenwunde, verursacht durch das GEschossteil. „

Ehemaliger Kriegsschauplatz – Vicksburg National Military Park
Im Hintergrund das Illinois Memorial State Memorial:

47 Stufen führen zum Denkmal hinauf – Eine für jeden Belagerungstag

Im Vicksburg National Military Park kann man auf einer Strecke von über 25 Kilometer den ehemaligen Belagerungsring abfahren. Auf den 750 Hektar hügeligem Gelände hoch über dem Mississippi erinnern 1400 Denkmäler, Tafeln und Marker sowie Kanonen an die Schlacht von Vicksburg. Mit blauen Schildern für die Unions und roten für die Konföderierten werden die jeweiligen Frontlinien mit Kampfeinheiten auf beiden Seiten dargestellt. Auch die Schützengräben sind noch gut erkennbar. Besichtigt werden kann auch das restaurierte Kanonenschiff USS Cairo (am 12. Dezember 1862 im Yazoo River versenkt) sowie der National Cemetery of Vicksburg.

Trotz strömenden Regens sind wir wenigstens noch kurz einmal hinunter an den Mississippi gefahren. Am Fluss gelegene Casino Hotels laden eingefleischte Spieler ein, hier an den zum Einhandbanditen oder Roulette-Tischen ihr Glück zu versuchen. Auch der unspektakulären Vicksburg Mall am Pemberton Square Blvd haben wir noch für einen kleinen Snack einen Besuch abgestattet, bevor wir für eine Nacht im Ramada by Wyndham Vicksburg (vormals Fairfield INN) eingecheckt haben.

Etappe 4: Vicksburg (MS) – Memphis (TN) , 381 km

Fahren Memphis…

Radiocomedy „Taxi Scharia“ von SWR3

Gesagt, getan. Es geht weiter via Mississippi Bluestrail zunächst über den Highway 61 und dann ab Greenville über den Highway 278 via Cleveland und Clarksdale gen Memphis.

Während die Wiege des Jazz in Louisiana steht, ist im Mississippi Delta der Blues geboren. Als Wurzel dieser musikalischen Ausdrucksform gilt der Schwermut eines harten, unfreien Lebens auf den Baumwollfeldern des Mississippi Deltas. Mit dem Delta ist übrigens nicht die weitläufige Mündung in den Golf von Mexico gemeint, sondern das Gebiet der ehemaligen Schwemmlandschaft zwischen Mississippi und den Flüssen Coldwater, Tallahatchie und Yazoo.

Der Tourismusverein definiert das Mississippi Delta allerdings frei nach David Cohn:

The Mississippi Delta begins in the lobby of The Peabody Hotel and ends on Catfish Row in Vicksburg

Gateway to the Blues – Tunica MS

Der Mississippi Blues Trail wurde 2006 ins Leben gerufen, um an bedeutsame Schauplätze des Blues zu erinnern. Wer eine feste Route erwartet, die man einfach abfahren kann, der wird sich wundern. Der Blues-Liebhaber wird vielmehr zu einer Schnitzeljagd herausgefordert, denn die gut 200 blauen Road Marker liegen völlig verstreut im Mississippi Delta. Sie erzählen Geschichten von Blues-Künstlern wie Muddy Waters, B. B. King oder Robert Johnson und markieren Geburtsorte, Gräber, Wirkungsstätten, bedeutsame Bahnhöfe oder Blues-Kneipen.

Bevor wir jedoch ins Epizentrum des Blues eintauchen gibt es Südstaatenfood und Live Music im Airport Grocery in Cleveland. Unbedingt die Tamales ausprobieren! Für Tamales rollt man Maisbrei und würzige Fleisch- oder vegetarische Füllungen aller Art in Maisblätter ein und gart sie im Wasserdampf. Diese Zubereitungsform war insbesondere für einen Snack bei der Arbeit auf den Feldern praktisch. Tamales sind quasi Snack und Verpackung in einem und daher besonders transportfreundlich. Mexikanische Erntehelfer führten sie auf den Baumwollplantagen im Süden der USA ein.

Regen, Wind und Tamales im Airport Grocery

Gleich um die Ecke von Cleveland, nämlich 10 Minuten auf dem Highway 8 gen Osten, findet man die Baumwollfarm Dockery Plantation. Sie gilt für Anhänger aufgrund der begnadeten Musiker, die hier gearbeitet haben, als Geburtsort des Blues.

Die Gegend um Clarksdale ist ein absolutes Muss für Blues-Fans. Hier findet man nicht nur jene legendäre Kreuzung „The Crossroads“, an der Robert Johnson dem Teufel seine Seele verkauft hat, um bemerkenswerte Fähigkeiten an der Gitarre zu bekommen. Er war gerade mal 27, als ihn angeblich ein eifersüchtiger Ehemann vergiftete. Oder war es doch die Krankheit Syphilis? In der Gegend in und um Clarksdale stehen gleich mehrere Blues Marker. Sie ist eine Stadt mit einer lebendigen Musikszene und regelmäßigen Blues-Festivals. Einer der bekanntesten Live Clubs ist der Ground Zero Blues Club von Morgan Freeman. Auch das Delta Blues Museum beeindruckt mit seiner Geschichte des Blues.

The „Famous“ Blues Crossroad where Robert Johnson claimed to have sold his soul to Devil in exchange for his mastery of the Blues.

Für absolute Fans des Blues gibt es auch eine Bluestrail App. So kann man keinen wichtigen Marker und keine Blues-Veranstaltung im Mississippi-Blues-Dschungel verpassen.

Nachdem wir abends im Best Western Plus Goodmann Inn & Suites eingecheckt haben, machen wir uns auf in die Beale Street. Dort verbringen wir unter anderem im B.B. King Blues Club einen tollen Abend mit Live Music. Gemütlich sitzen wir mit einem Bier an der Bar. Links neben mir sitzt Mary, Reinigungsfrau aus Memphis und links ein Professor aus Yale. Gemeinsam trinken wir ein Bier und stoßen auf unsere unterschiedliche Herkunft an. Unterschiedlicher kann das Publikum gar nicht sein. Aber vielleicht ist hier gerade deswegen eine ausgelassene Stimmung. Es wird mitgesungen, getanzt und nach jedem Stück begeistert applaudiert. Blues verbindet – nach allen Regeln der Kunst.

Und dann ging es zum King of Rock’n Roll, nach Graceland! Per interaktiver iPad-Tour wird man durch das Anwesen geschleust und kann den 70er Jahre Stil von Wohnzimmer, Schlafzimmer der Eltern, Küche, Fernsehraum, das Billardzimmer und den hawaii-inspirierte „Jungle Room“ mit grasgrünem Teppich bestaunen. Das obere Geschoss mitsamt Schlafzimmer ist Tochter Lisa Marie allerdings heilig und somit tabu für die Öffentlichkeit. Nicht zuletzt befindet sich dort das Bad, in dem Elvis 1977 starb. In einem weiteren Gebäude werden goldenen Schallplatten, Trophäen, die Konzert-Glitzer-Jumpsuits sowie die Hochzeitskleidung von Elvis & Priscilla ausgestellt. Mit im Programm ist auch der berühmte Pink Cadillac und das Flugzeug mit dem Namen der Tochter Lisa Marie. Die Besichtigung endet im Meditationsgarten am Grab von Elvis Presley inmitten derer seiner Eltern und seiner Oma sowie dem totgeborenen Zwillingsbruder. So manch einer verdrückt hier eine Träne. Auf seinem Grabstein stehen die Worte seines Vaters: „Gott hat gemerkt, dass er dringend Ruhe brauchte und holte ihn nach Hause.“ – Ein bewegender Moment – egal, ob Elvis Fan oder nicht.

Auch der nächste Tag steht im Zeichen des Gedenkens. Diesmal steht allerdings keine Musiklegende im Fokus, sondern die Ikone des gewaltfreien Kampf gegen Diskriminierung der schwarzen Bevölkerung in den USA.

Heute ist der 4. April. Früh fahren wir zum Lorraine Motel nach Downton Memphis. Auf die Gedenktafel vor dem Motel hat jemand Rosen abgelegt. Ein Kranz hängt am Balkongeländer des oberen Stockwerkes der zweigeschossigen Herberge aus den 20er Jahren. Genau hier wurde der herausragendste Anführer amerikanischer Bürgerrechtsbewegung vor 50 Jahren erschossen: Martin Luther King.

I have a Dream… that my four little children will one day live in a nation where they will not be judged by the color of their skin, but by the content of their character …

Auszug Der REde, in der Martin Luther King anlässlich des „Marsches auf Washington“ seine Zukunftsvision von der Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung zum Ausdruck brachte – Die Rede ging um die Welt. Am 4. April 1968 wurde der Menschenrechtler und Friedensnobelpreisträger erschossen.

Zeit seines Lebens setzte sich der studierte Theologe friedlich gegen Unterdrückung von Afroamerikanern ein. Viele Amerikaner pilgern an diesem Tag vor den schicksalsschweren Balkon und gedenken dem Anführer des friedlichen Kampfes gegen Rassentrennung. Das Lorraine Motel ist Teil des Civil Rights Museum in Memphis. Ein Muss auch für viele Schulklassen an diesem Tag.

King hat nicht nur sein eigenes Land und seine eigene Sache im Dienst der Freiheit nachhaltig inspiriert. Seine Strategie der Gewaltlosigkeit, um Missstände zu beheben, spielte auch in der Bürgerrechtsbewegung der ehemaligen DDR eine entscheidende Rolle. Und ganz aktuell lebt der Spirit weiter in der friedlichen Kampagne US-amerikanischer Jugendliche gegen Waffengewalt.

Martin Luther King Memorial Washington

Martin Luther Kings Traum lebt weiter. Dieser scheint in Anbetracht der jetzigen US-Regierung brandaktuell. Denn, der Ton gegenüber Bedürftigen und Einwanderern klingt in jüngster Zeit wieder rauer. Doch nun müssen andere „kämpfen“. Obama weihte in Washington in Erinnerung an „einen ganz Großen“ ein überlebensgroßes Monument von King ein. Der Vorreiter der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, in weißen Stein gehauen, hat seinen Blick fest auf das Jefferson Memorial gerichtet. Fast so, als wolle er darüber wachen, dass das in der Unabhängigkeitserklärung gemachte Versprechen der Gleichberechtigung endlich erfüllt wird.

 

Etappe 5: Memphis (TN) – Atlanta (GA), 645 km

Unsere Rundreise neigt sich dem Ende zu. Auf der langen Fahrt in die Peachtree Stadt Atlanta geht es durch landschaftlich reizvolles Gebiet. Wälder, Hügel und Seen sind vom Alabama Parkway auszumachen. Vorsicht jedoch, wer an diesem Tag noch von Atlanta wieder nach Hause oder weiterfliegt! Beim Überqueren der Grenze nach Georgia tritt man auch in eine andere Zeitzone ein. Von der Central Standard Time Zone (CST) gelangt man hier in die Eastern Standard Time Zone (EST) und man „verliert“ eine Stunde. Unser zentrales Hotel in Atlanta ist das Fairfield Inn Downtown. Mit einem letzten Abendessen im Hardrock Café in Downtown Atlanta sagen wir den Südstaaten von Amerika „Auf Wiedersehen“. Natürlich gibt es in und um Atlanta herum auch noch eine Menge zu unternehmen. Hier nur meine kleine Auswahl:

  • Martin Luther King Jr. National Historic Site
  • World of Coca-Cola
  • Stone Mountain Park
  • Shopping im Lenox Square
  • Atlanta Fish Market

Von Atlanta aus fliegen wir zurück nach NY – und weiteren tollen Tagen in den USA, bevor es dann leider wieder nach Hause geht.

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Rundreise Südstaaten – Meine Hotelempfehlungen

 

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Zauberhaftes New Orleans – Jazz, Voodoo, Gumbo & Mardi Gras

Gumbo & Shrimps Po’Boy im Restaurant Chartres inklusive Blick vom Balkon aus in das French Quarter

Die Stadt am Mississippi ist bekannt für ihre historische Altstadt „French Quarter„, in der sich schmucke Gebäude im spanischen und französischen Kolonialstil befinden und das teils noch mit historischen Gaslampen beleuchtet wird. Außerdem gilt New Orleans als die „Wiege des Jazz„, ist hier doch 1917 überhaupt die erste Jazz-Platte aufgenommen worden. Hinter jeder Straßenecke wird Musik einer anderen Stilrichtung gespielt. Unzählige Restaurants bieten kreolische Gerichte an, die sich aus dem Zusammenspiel spanischer, französischer, amerikanischer – aber auch karibischer und afrikanischer Einflüsse – entwickelt haben. Berühmter Vertreter der kreolischen Küche oder des Cajun Foods sind Gumbo, Jambalya und Crawfish Étouffée. Aber auch der Po’Boy ist nicht wegzudenken aus den Restaurants von New Orleans. Der knusprige Baguettebrot-Sandwich mit Shrimps bekam seinen Namen im Zuge des Streiks der Straßenbahn im Jahr 1929. Aus Mitleid mit den nun arbeitslosen Straßenbahnarbeitern haben zwei Restaurantbesitzer die poor boys mit Sandwiches versorgt. Im New Orleans Dialekt wurde die armen Jungs so zu „Po’Boys“ verknappt und der Name für den Sandwich war geboren.

Eingebucht haben wir uns für drei Nächte ins Sheraton auf der Canal Street mit tollem Blick auf die Stadt und den Mississippi. Von hier aus konnte man die Kreuzfahrtschiffe beobachten, die sich ihren Weg über den windenden Mississippi bis zum Meer bahnen. Bei Tag sieht es von oben ein wenig so aus, als würden die Schiffe durch den Wald fahren.

Blick vom Hotelzimmer im Sheraton auf den Mississippi

New Orleans liegt zum großen Teil unter dem Meeresspiegel, in der Schraubzwinge zwischen Mississippi und Lake Pontchartrain. Dämme schützen die Stadt vor Fluten, aber sie schützten nicht vor Katrina. Das Ausmaß der Katastrophe war verheerend. Als die maroden Deiche brachen, wurden 80 % der Stadt überflutet, 7 Meter tief stand das Wasser in den Straßen, über 1.800 Menschen ließen ihr Leben. Ein Großteil der Betroffenen waren Afroamerikaner. Das historisch bedeutsame French Quarter kam jedoch mit einem blauen Auge davon. Zu allem Überfluss versagten die Behörden bei der Organisation der Hilfeleistungen und Präsident Bush handelte mehr als zögerlich, so Kritiker. Der Neubau einiger Siedlungen, die von ärmeren Bevölkerungsschichten bewohnt waren, wurden für diese unerschwinglich. Viele von ihnen kamen nicht zurück. Sie sind dort geblieben. Dort, wo auch immer die Evakuierungsbusse sie hingebracht haben. Atlanta. Dallas. Elsewhere.

Der Schaufelraddampfer Natchez auf dem Mississippi
Großteile von New Orleans liegen unter der Meeresoberfläche

Das ist die Kehrseite der Renaissance, die der Big Easy längst wieder erfährt. Die Investoren kamen wieder und mit ihnen (600!) neue Restaurants, Hotels und Touristen und natürlich Jobs! New Orleans boomt und der Big Easy scheint quirliger als je zuvor. Vor Katrina zählte New Orleans 455.000 Einwohner, nach Katrina 200.000. Heute sind es wieder an die 400.000. Doch die Stadt muss auch Kritik einstecken. Sie investiere mehr in den Tourismus, als seine eigenen Leute zu unterstützen. Ein zwiespältiges Gefühl erwischt mich kalt bei diesen Gedanken, auch wenn der Big Easy schnell wieder seine unwiderstehlichen Reize spielen lässt und mich mit seinem pulsierendes Straßenleben, der vibrierenden Musikszene, mit romantischer Kolonialarchitektur und kreolischer Küche sowie der zauberhafte Lage am Mississippi in seinen Bann zieht.

New Orleans ist wahrscheinlich die unamerikanischste Stadt von allen. Sie ist ein wenig bunter, verrückter, freizügiger und unbeschwerter als Restamerika und wird daher auch zu Recht The Big Easy genannt. Das lebensfrohe Tohuwabohu erscheint allenfalls vergleichbar mit San Francisco oder New York – und trifft es doch nicht ganz genau. Frei jedoch nach Tennessee Williams, der seiner Heimat folgende Liebeserklärung machte: „In Amerika gibt es nur drei Städte: New York, San Francisco und New Orleans. Überall sonst ist Cleveland.“

Doch was macht The Big Easy zu dem was es ist? Fangen wir an mit etwas ganz Banalem: In New Orleans kann man sich mit einem Bier in der Hand durch die Straßen treiben lassen, ohne direkt im Gefängnis zu lassen. Der öffentliche Trinker gilt hier nicht als Ausgeburt des Teufels. Mich daran zu gewöhnen gelingt schnell und dennoch, als ich mit zwei prall gefüllten Bechern frisch gezapften Bieres aus Lafitte´s Blacksmith Shop komme, schaue ich mich doch noch einmal um, ob das Auge des Gesetzes nicht vielleicht doch Zugriff nimmt! Die alte Kneipe auf der Bourbon St. wurde vor 1772 erbaut und ist heute nicht nur eines der ältesten erhaltenen Gebäude in New Orleans, es ist auch die älteste bewirtschaftete Bar in ganz Amerika.

Lafitte´s Blacksmith Shop
Meine Voodoo-Freundin für zu Hause ❤

Das French Quarter konnte sich seinen nostalgischen Charme sehr gut bewahren. In diese einzig wahre Altstadt Amerikas konnte weder Apple noch McDonald Einzug halten. Ein Wunder im Land der Kettenshops und -restaurants! Anstelle dessen gibt es viele kleine Geschäfte, unter anderem viele, die die Anhänger des Voodoo-Kults versorgen. Der Voodoo-Glaube wurde im Zuge der Sklaverei ins Land gebracht und von der Priesterin Marie Laveau salonfähig gemacht. Marie Laveau wurde 1794 in New Orleans geboren und war eine berühmt berüchtigte Heilerin und Hellseherin. Nach Jahrhunderten der Verbote und der Verfolgung ist der Kult in New Orleans seit 2003 als Religion akzeptiert. Damit ist Louisianas schillernde Stadt zur unangefochtenen Voodoo Capital of the US avanciert. Mit Puppen, die mit Nadeln durchstochen den Adressaten Unheil bereiten sollen, hat der Voodoo-Kult allerdings überhaupt nichts zu tun. Voodoo soll ausschließlich positive Energie verbreiten und so sagt man den bunten Puppen, die man hier überall in den Voodoo-Shops als Souvenir kaufen kann, heilende Wirkung nach. Wer mehr über Voodoo erfahren möchte, ist im Voodoo Museum bestens aufgehoben.

Voodoo-Shops in der Voodoo Hochburg New Orleans

Die Stadt am Mississippi ist aber nicht nur das Epizentrum der Musik, allen Genres voran des Jazz sowie des Voodoo-Kults und fantastischer kreolischer Küche. Nein, sie ist auch die Hochburg des „Mardi Gras„, der Südstaatenvariante des Karnevals. Importiert mit den ersten französischen Siedlern ist der „Fette Dienstag“ ein feierwütig gelebtes Relikt. Fat Tuesday deswegen, weil ja bekanntlich am Ash Wednesday alles vorbei ist und die fetten Tage nun mit der österlichen Fastenzeit ihr jähes Ende nehmen. Aber bevor es soweit ist, schreiten dutzende schillernde Paraden durch die Straßen der Stadt. Menschen mit Kind und Kegel jubeln den Paraden von den gusseisernen Balkonen der opulenten Häuser oder eben direkt vom Straßenrand zu. Hier geht es nicht um politische Abrechnungen, es geht auch nicht um ausgebuffte Choreographien der Teilnehmer, sondern lediglich um den Spaß an diesem unglaublichen Spektakel teilzunehmen.

Wir waren leider nicht an Mardi Gras in New Orleans, aber die ähnlich bunte Easter Parade hat eine Idee davon vermittelt, was sich hier an Mardi Gras abspielen muss. Ausgerichtet wird die familienfreundliche Parade von Chris Owens, der stadtbekannten Entertainerin und Clubbesitzerin des French Quarters – eine verehrte Tochter der Stadt New Orleans. Bunte Ketten werden von den offenen Wagen in die begeisterte Menge geschleudert. Blaskapellen und ein Konvoi mit alten Cabrios zieht vorbei. Es herrscht kollektiver Ausnahmezustand. Und dann geht es im Anschluss kettenbehangen in die zahlreichen Clubs, Bars und Jazz-Cafés wie zum Beispiel ins Café Beignet. Und das alles bei wohlig-warmen Sommertemperaturen.

Als wäre das alles noch nicht genug! Gleich am nächsten Tag findet die Gay Parade statt. Durchtrainierte Jungs mit freiem Oberkörper, rosa Hasenohren und Puschelbürzel, Travestiten im Glitzerlook und markant geschminkte Pfarrer, die ihr jubelndes Publikum beim Vorbeifahren bekreuzigt oder knutscht – oder eben beides in dieser Reihenfolge, flanieren vorbei. Die Stimmung kocht bereits über, als die „Lords of Leather“ vorbeimarschieren. Aber anstatt mit prächtiger Lederbekleidung aufzuwarten, tragen diese in Anbetracht der hohen Temperaturen an diesem Tag lediglich bunte Hüte zu karierten Boxershorts. „Where’s the leather, guys?“ schreit ihnen einer hinter mir aus dem Publikum provokant zu. „Too hot for leather, sweetheart!“ ruft der ebenso schräg zurück und winkt mir vergnügt zu.

Am nächsten Tag machen wir uns auf eine Tour mit der historischen Straßenbahn entlang der hübschen Charles Avenue durch den Garden District. Das dunkelgrüne Saint Charles Streetcar (No. 12) ist eine lebendige Reliquie aus dem Jahr 1923. Sie fährt noch heute von der Canal Street entlang des Riverbend bis Carrollton in der Claiborne Avenue. Im Schatten massiver Eichen passiert sie dabei dutzende majestätische Villen mit Südstaatencharme, die Universitäten von Loyola und Tulane, den Audubon Park und viele schicke Hotels und Restaurants. Die ursprüngliche, seinerzeit dampfbetriebene Straßenbahn datiert sogar bis in das Jahr 1835 zurück. Sie gilt damit als die älteste, kontinuierlich betriebene Straßenbahnlinie der Welt. 40 Minuten dauert eine einfache Fahrt mit dem Oldtimer-Streetcar durch die Geschichte New Orleans. Am Ende der Tour werden die Lehnen des Streetcars einfach umgelegt und zurück geht es in die Richtung Stadtzentrum von New Orleans. Für 1,25 $ pro Strecke. Infos gibt’s auf der Homepage der New Orleans Regional Transit Authority

Saint Charles Streetcar – Historische Fahrt durch den Garden District

Am letzten Tag vor unserer Abreise wird es noch beschaulicher. Wir statten dem Greenwood Cemetery einen Besuch ab. Da wir gut und gerne immer 15 Minuten auf unser Auto warten, bis es aus der Valley Parking Zone des Hotels gebracht wird, entschließen wir uns, dies zu umgehen und auch mit der Straßenbahn (No. 47) zu fahren. Der imposante Friedhof mit seinen historischen Grabstätten wurde 1852 erschlossen. In dieser Zeit suchte eine landesweite Gelbfieber Epidemie auch die Stadt New Orleans heim, so dass entsprechender Platz benötigt wurde.

Opulente Mausoleen auf dem Greenwood Cemetery

New Orleans liegt zu einem Großteil unter dem Meeresspiegel. Weil sich die Stadt auf verdichtetem Sumpfgebiet befindet, sackt sie zudem jedes Jahr einige weitere Millimeter ab. Damit die Toten nicht irgendwann durch die Gegend schwimmen, mussten sie oberirdisch bestattet werden. Mit prächtigen Mausoleen im gotischen und neo-klassizistischem Stil hat man hier seinen Liebsten ein würdiges Denkmal gesetzt. Diese opulenten, posthumen Grabmale in der „City of the Dead“ kann man besichtigen. Und wenn man auf einen ausgiebigen Besichtigungsspaziergang keine Lust hat, kann man die Gräber auch mit dem Auto abfahren.

Der berühmteste und älteste Friedhof ist der St. Louis Cemetery No. 1. Er wurde 1789 eröffnet und liegt nur einen Block entfernt vom French Quarter und damit damals noch außerhalb der Stadt New Orleans. Die bereits erwähnte Voodoo-Priesterin Mary Laveau soll hier begraben sein. Doch der Voodoo-Spirit lebt! Seine Anhänger pilgern immer noch an das Grab und legen Blumen und kleine Geschenke ab, in der Hoffnung, dass Mary ihre Wünsche erfüllt.

MarieLaveauMausoleum

Ob Marie Laveau eine einflussreiche Priesterin mit übernatürlichen Fähigkeiten war oder einfach nur eine clevere Geschäftsfrau, die ihre Kunden auf charismatische Weise in ihren Bann zog, bleibt ein Geheimnis. Dass aber die schwarze „Queen of Vodoo“ bei arm und reich sowie schwarz und weiß gleichermaßen hoch angesehen wurde – und das im tiefsten Süden zur Zeit der Sklaverei – dies macht sie zweifelsohne zu einer faszinierenden Persönlichkeit.

Wahrscheinlich wäre ihr Ruhm nirgendwo anders möglich gewesen als in New Orleans.

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Einreise USA – ESTA Abzocke vermeiden! – Tipps für die Antragstellung

Immer häufiger lese ich in Foren von Abzocke bei der Beantragung von ESTA. Dabei fallen häufig Gebühren von um die 50 € an, obwohl die Beantragung über die offizielle ESTA-Seite https://esta.cbp.dhs.gov/esta/ lediglich 14 $ kostet.

SEHR WICHTIG: ESTA SPÄTESTENS 72 STUNDEN VOR ABREISE BEANTRAGEN!

Das Elektronische System für die Reisegenehmigung (Electronic System for Travel Austhorization = ESTA) wird verwendet wird, um Besuchern im Rahmen des Visa Waiver Program (VWP) die Einreiseerlaubnis in die Vereinigten Staaten ohne Visa zu erteilen.

Zuständig für die Beantragung von ESTA ist ausschließlich die U.S. Customs and Border Protection. Stellt daher grundsätzlich nur hier euren ESTA-Antrag.

Die offizielle ESTA-Seite der U.S. Customs and Border Protection

ESTA-Abzocke bei unseriösen Drittanbietern

Gibt man ESTA in Google ein, dann erscheinen auch unseriöse Drittanbieter, welche die Unkenntnis insbesondere erstmaliger USA-Besucher ausnutzen und bei der Unterstützung der Antragstellung teils aberwitzige Gebühren verlangen. Drittanbieterseiten täuschen durch einen sehr professionellen Aufbau der Webseite (US-Flagge, offizielles ESTA-Symbol) Seriosität vor, um USA-Reisende zu täuschen. Optisch sind diese Seiten daher oftmals der Originalseite sehr ähnlich. Die Anbieter vermitteln darüber hinaus in manchen Fällen nur zu gern, dass ihr Service notwendig sei, um die Einreisegenehmigung überhaupt zu erhalten, da Fehler bei der Beantragung leicht gemacht seien. Alles Quatsch!

Unseriöse Drittanbieter: Schon die Bezeichnung „VISA“ ist irreführend. ESTA ist kein Visum! ESTA ist eine Einreisegenehmigung und erfüllt nicht die gesetzlichen Anforderungen zweckgebundener Visa. Auf dieser Seite wurde auch noch falsch recherchiert! wEin USA-Aufenthalt von max. 90 Tagen ist mit ESTA möglich.

Unseriöse Drittanbieter werben oftmals mit 100% Rückerstattung bei Ablehnung des Antrages. Ablehnungen kommen jedoch nur in Ausnahmefällen zustande! Ob ein Antrag jedoch genehmigt wird oder nicht, entscheidet allein die U.S. Costums an Border Control. Kein Drittanbieter hat Einfluss auf das Genehmigungsverfahren! Drittanbieter werden grundsätzlich nicht vom US-Ministerium für Innere Sicherheit  unterstützt, noch sind sie in irgendeiner Form mit der US-Behörde verbunden.

Diese Drittanbieter versprechen Unterstützung beim Ausfüllen des Antrags in deutscher Sprache, die Beantragung auf der offiziellen Originalseite ist jedoch auch auf deutsch möglich! Außerdem gibt es eine Fülle an You-Tube Tutorial, falls es doch an der einen oder anderen Stelle Unklarheit geben sollte.

Haltet euch daher fern von Anbietern wie:

  • estas.de (74 $ Gebühr!)
  • estaformular.org (89 € + 14 $ ESTA-Gebühr)
  • estaregistrierung.org (39 € Gebühr)
  • visumusa.net/esta/ (84 € Gebühr)
  • und vielen mehr…

Was tun, wenn man bereits auf Drittanbieter hereingefallen ist?

Grundsätzlich ist natürlich erst einmal ein Vertrag zustande gekommen, da nichts dagegen spricht, dass Drittanbieter einen Hilfsservice als Dienstleistung anbieten. Die Grenze zwischen Dienstleistung und bewusster Irreführung mit dem Ziel des Vertragsabschlusses ist natürlich fließend. Einzelfallabhängig gibt es folgende Möglichkeiten.

  1. Eine Möglichkeit ist, im Rahmen des Fernabsatzgesetzes den Vertrag innerhalb von 14 Tagen schriftlich zu widerrufen. Falls die Beantragung schon durch ist, werden zwar noch die regulären 14 $ fällig (und evtl. eine Bearbeitungsgebühr). Die horrenden Gebühren kann man in diesem Fall zurück erstattet bekommen (deutsches Recht vorausgesetzt).
  2. Als zweite Möglichkeit empfiehlt der Verbraucherschutzverein, sich mit diesem Musterbrief gegen betrügerische Drittanbieter zur Wehr zu setzen.

Was brauchst du, um ESTA zu beantragen?

  • Einen gültigen Reisepass (muss noch mind. 6 Monate nach Ablauf des USA-Aufenthaltes gültig sein)
  • Gültige Kreditkarte oder PayPal zur Zahlung der 14 $ pro Antrag
  • Name der Eltern
  • Kontaktinformationen
  • Informationen über den Arbeitgeber
  • Aufenthaltsadresse in USA

Tipps für das Ausfüllen des Antrages

  • Wichtig! ESTA spätestens 72 h vor Abreise beantragen, am besten aber so früh wie möglich. Auch wenn man die Einreisegenehmigung oftmals innerhalb einer Stunde bekommt, so kann sich dies aufgrund von hohem Datenaufkommen oder Störungen durchaus verzögern!
  • Alle Ä’s, Ö’s und Ü’s werden zu Umlauten = AE, OE, UE
  • Deutsche Reisepassnummern beinhalten niemals den Buchstaben O! Es handelt sich immer um die Ziffer 0. DAS 0 ist eine NULL – garantiert! Also lieber nochmals checken, ob die Reisepassnummer richtig in das Online-Formular eingegeben wurde! Ein Doublecheck ist ohnehin sinnvoll bei der Dateneingabe.
  • Bei Eingabe der Antragstellerinformationen auf Seite 2 wird nach der Nationalen Identitäsnummer gefragt. Hier gibt man UNKNOWN ein.
  • Die Fragen zur Anspruchsberechtigung (Sicherheitsfragen) auf Seite 4 sollten (natürlich wahrheitsgemäß!) mit NEIN beantwortet werden. Ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit einer Ablehnung der Genehmigung hoch.
  • ESTA Antrag ausdrucken und mitnehmen. Ich bin noch nie danach gefragt worden, bin aber lieber auf der sicheren Seite im Falle von Unstimmigkeiten.
und am Ende erfolgt die Genehmigung! Herzlichen Glückwunsch!

Und los geht’s in die USA! Der Antrag ist zwei Jahre gültig und kann auf eben jener offiziellen Regierungsseite verlängert werden. Ein neuer Antrag ist lediglich notwendig, wenn du einen neuen Reisepass erhältst oder sich dein Name, dein Geschlecht oder deine Staatsbürgerschaft ändert. Das gleiche gilt, wenn sich eine deiner Antworten zur Berechtigung ändert. Alle anderen Angaben kannst du auf der ESTA-Seite korrigieren. Die entsprechende Gebühr von USD 14 wird für jeden neuen Antrag erhoben.

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Sunpass Florida – Wie aktiviert man den Portable Transponder?

Günstig und einfach – die Alternative zu teuren Mautsystemen der Mietwagenfirmen!

Portable Transponder gekauft – Online aktivieren – an der Windschutzscheibe fixieren – Losfahren!

Den SUNPASS Transponder portable bekommst du bei Publix, CVS, Walgreens oder überall hier. Der SUNPASS Mini (Sticker) zur einmaligen Verwendung kostet 4,99 $ + tax. Ich empfehle für den wiederholten Besuch in Florida den wiederverwendbaren SUNPASS portable für 19,99 $ + tax.

Einen sehr guten und transparenten Mietwagenvergleich mit Bestpreisen gibt es bei Billiger Mietwagen. Empfehlung!

Und los geht’s! Aktiviere deinen Transponder auf Sunpass.com und folge den Schritten:

Im der nächsten Maske muss das Fahrzeug hinzugefügt werden. Hier ist es wichtig, bei Rental Vehicle einen Haken zu setzen, aber auch in jedem Fall Datum und Uhrzeit der Mietwagenrückgabe anzugeben. Dies ist hilfreich, falls man doch vergisst, den Transponder aus dem Mietwagen zu nehmen!

Fertig! Unter Activity kannst du deine gefahrenen Mautstrecken inklusive Gebührenangabe für den jeweiligen Streckenabschnitt einsehen. Manchmal siehst du bereits am nächsten Tag, wo du zu welcher Gebühr ein Tollroad befahren hast. Wir hatten allerdings auch schon den Fall, dass es 3-Wochen gedauert hat bis wir die letzten Buchungen auf dem Konto hatten.

Noch ein Hinweis: Falls du dein Konto über eine längere Zeit nicht nutzt, weil Florida gerade mal nicht anliegt, dann solltest du angeben, bis wann du dein Konto aussetzen lassen möchtest. Anderenfalls wird dein Konto nach einer gewissen Zeit der Nichtnutzung deaktiviert. Gehe hierfür zu Account Profile und dann zu Account Activity und setze ein entsprechendes Datum, welches du jederzeit wieder ändern kannst.

Einen Erfahrungsbericht zum Einsatz des SUNPASS Transponder portable mit Support-E-mail findest du hier.

Und falls du gerne einen Kostenvergleich hättest, ob sich der SUNPASS portable wirklich gegenüber den Mautsystemen lohnt, die die Mietwagenfirmen anbieten, dann kannst du dich hier informieren.

30 Jahre in die USA – ein Blick zurück

Nach genau 30 Jahren bin ich am Unabhängigkeitstag der USA wieder im Land der begrenzt unbegrenzten Möglichkeiten. 1988 war nicht nur das Jahr, in dem ich mit den Amerikanern das erste Mal ihren großen Tag gefeiert hatte, es war auch das erste Mal überhaupt, dass ich US-amerikanischen Boden betreten habe.

In 30 Jahren hat sich viel verändert – wäre ja auch schlimm wenn nicht. Manche Dinge halten sich hingegen beharrlich konstant – bis heute. 4 Wochen sind wir „damals“, 1988, durch die USA getourt. Für die Jüngeren unter uns: Es gab kein Internet – das Informationsmedium, ohne das, so scheint es mittlerweile – nicht mehr viel geht. Das heißt, man konnte sich weder über das Einreiseprozedere informieren, noch über die Gepflogenheiten der Amerikaner und schon gar nicht über spektakuläre Insidertipps. Verkehrsregeln in den USA? Keine Ahnung! Shopping, Dining, Arts & Culture? Ist das alles ähnlich wie bei uns? Wie steht es mit dem Trinkgeld? Aufrunden zum nächsten Dollar wie bei uns? Macht bei einer Rechnung von 54,60 $ einfach 55,00 $, vielleicht auch großzügigerweise 56,00 $, ist doch alles gar kein Problem!

Wie erstaunt war ich, dass man mindestens 15% Trinkgeld gibt, ich in den USA für eine Nike Boxershorts 9,99 $ anstatt 35 DM bezahlen musste und man ins Restaurant problemlos mit Jogginghose gehen kann. Ich bin zwar nicht der Meinung, dass man die Kontrolle über sein Leben verloren hat, wenn man Jogginghosen trägt und trotzdem würde ich sie auch nicht in einem amerikanischen Restaurant anziehen wollen. Die Gewissheit, dass man nicht über die Gebühr angeglotzt wird, wenn man es dennoch tun würde, finde ich extrem angenehm. Angestarrt wirst du im Land der begrenzt unbegrenzten Möglichkeiten ohnehin nicht, egal wie blöd du gerade aus der Wäsche schaust. Im Gegenteil, dir wird geholfen. Sofort steht der Amerikaner neben dir und fragt, wie er denn helfen könne. Und sei es nur mit einem Foto. Selfiesticks und schwenkbare Displays waren Zukunftsvisionen von denen noch niemand träumte. Und dennoch, auch heute wirst du in den USA nicht lange allein gelassen, wenn man zum Gruppenbild aufgestellt ist und der Fotograf fehlt. „Hey guys, can I take that picture for you?“ Und wie dumm muss ich aus der Wäsche geschaut haben, als ich mit satten 20 Jahren nicht einmal ein Bier bestellt bekam. Ich spekuliere heute noch, ob es sich hier um einen konspirativen Wissensvorsprung meiner Eltern handelte, die im Zuge dessen vor Vollendung meines 21. Geburtstages den USA-Trip über die Bühne brachten.

Die englische Sprache wurde in jener Zeit noch wie ein lästiges Nebenfach behandelt. Naja, das ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber wenn man nicht gerade Englisch als Leistungskurs belegt hatte, dann tendierten die Anwendungsmöglichkeiten der Fremdsprache in den USA gegen 0. Aber das taten sie bei genauerer Betrachtung eigentlich auch mit dem verkopften Leistungskurswissen. Das Studium von Shakespeare’s Originalschriften und sonstigen „English Novels“ ist wenig hilfreich, wenn man dem Cop erklären muss, wieso man die 4-Way-Stop Regelung missachtet hat, wenn man nicht einmal weiß, was die 4-Way-Stop Regelung bedeutet. USA – das kannte man nur aus den einschlägigen US-Serien. Denver, Dallas…hach!

Die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben die Nachbarn. Im vorherigen Jahr waren wir in Marokko. Auch das hat so einiges Kopfschütteln in unserem Umfeld erzeugt. Doch dann kam die Idee meiner Mutter in die USA zu reisen. „Wir sind auch in Marokko gut per Kommunikation mit Hand und Fuß durchgekommen“, hieß es, „dann werden wir es jawohl auch durch die USA packen.“ Ich hatte mich wahnsinnig über diesen Mut gefreut. Ich war auch erst 19. Da denkt man noch nicht so sehr an die „inconveniences“, die uns natürlich in ganzer Bandbreite frontal getroffen haben. Aber egal: USA – WOW!! Ich hatte die Bewunderung meiner Freunde auf meiner Seite.. das war das was zählte.

„Wir fahren einfach in der ersten Woche zu Tante Irmi nach Rochester! Da können wir uns ein wenig akklimatisieren und wissen wie der Hase läuft. Und dann geht’s weiter mit dem Mietwagen bis nach Key West.“ Das hörte sich so an, als fuhren wir von Stade in den Harz. Und tatsächlich – keiner hatte die endlosen Entfernungen auf dem Schirm. Ironie an. Danke, Google Maps, dass es dich erst Jahre später gab! Ironie aus.

Aus New York haben wir es tatsächlich hinaus geschafft. Ich weiß noch, wie ich gemault habe, weil wir dort nicht länger geblieben sind! Ich wusste noch nicht, dass New York einst meine Lieblingsstadt und ein latenter Sehnsuchtsort werden würde. Dass wir NY links liegen ließen, darüber war ich nicht amused. Und dabei wusste ich gar nicht was ich verpasst hatte.

Der alte Miet-Chevy hatte die Gangschaltung noch am Lenkrad. Unwissenheit über den Gebrauch dieser Technik führte dazu, dass wir das Fahrzeug nach Entgegennahme erst einmal rückwärts in eine Blechtonne karrten. Fehlte nur noch, dass Oscar aus der Sesamstraße seinen Kopf aus eben jener Tonne stecken und sich lauthals beschweren würde: „Ihr Penner, könnt ihr nicht aufpassen…!“ So weit meine romantisch-verklärte Amerika Fantasie.

Irmi hat uns nach Ankunft erst einmal Amerika erklärt. Gemeinsam saßen wir um eine Pizza von der Größe eines Mühlrads, während sie einen Monolog hielt über das Tipping, die Verkehrsregeln in den USA und wie man reagiert, wenn man von einem Polizisten angehalten wird. Außerdem hat sie uns mit auf die Turkey Jagd genommen. Und tatsächlich funktioniert das wie in der Kitkat Werbung. Alle Protagonisten verstanden sich bestens im berühmten Turkey Lockruf. Am besten konnte das allerdings Jimmy-the-Turkey, ein älterer Herr um die 90. Ich glaube der war auch genetisch gesehen mit den Truthähnen verwandt.

Nun waren wir nur noch halb so planlos. Irmi fand das stark übertrieben und hat uns erst einmal zu AAA gezerrt, wo wir mit 4 Pounds Kartenmaterial ausgestattet wurden. Ach ja, diese nichtmetrischen Systeme! Wer hat sich das eigentlich einfallen lassen? Völlig umpraktikabel! Wie viel waren noch 600 Meilen? 680 km? Prima, da kommen wir noch im Hellen an! Hier tankt man Gallonen. Nicht Liter. Als wir mittels angewandten Dreisatz dann ausrechneten, dass die Benzinpreise unglaublich günstig sind, wurde jener Tag zum Feiertag erklärt! Nein, es gab auch noch keine Umrechnungs-App!

Und es gab noch einige Dinge mehr, die buchstäblich nach hinten los gingen. Die Karten waren höchst userunfreundlich. Meistens hat es meine Mutter geschafft, die Karten während der Fahrt über die Breite der kompletten Windschutzscheibe zu „entfalten“. Da hatten wir wieder den Durchblick! An die jüngere Generation: Nee, nix Navi! Gab es net! Und so fuhren wir die Interstates und Highways hin und wieder mal in die verkehrte Richtung – so als ob die Entfernungen hier ja nicht so dramatisch sind.

Essen gehen ist auch so ein Spezialthema. Vor allem: Wo geht man in Amiland bezahlbar essen? (Der Dollarkurs war seinerzeit in schwindelerregender Höhe!) Nun, man geht zu Ponderosa oder in ein anderes Family Restaurant, bezahlt den „Eintritt“ für das „All-you-can-fress“-Buffet und bucht nach Gusto noch ein Steak dazu. Günstig! „Frühstückt bei Perkins“ – herrlich – vom durchgebratenen Speck, Würstchen, Muffins, Marshmallows und Pancakes mit Honey Spread und Maple Syrup – alles auf einem Teller. Mc Donald’s an jeder Ecke. Ich konnte mein Glück nicht fassen.

Lebensrettende Maßnahmen – Fastfood in USA

Einmal wollten wir was anderes als Burger und Muffins und sind zu irgend einem Japaner gegangen. Den hatten wir per Zufall auf unserer Strecke ausfindig gemacht. Draußen war kein „Menu“ angeschlagen. Egal! Wir hatten Hunger und sind zu viert – Mama, Papa, Bruderherz und meine Wenigkeit – reingerauscht in den asiatischen Tempel der Glückseligkeit. Sofort hatten wir einen Platz an einer hufeisenförmigen Theke. Dahinter wetzte ein Samurai inbrünstig ein schwertlanges Messer. Mein Vater schaute schon mal in die Karte. Ich war noch völlig fasziniert von diesem Laden mit dem japanischen Ambiente. Dann schaute auch ich in die Karte. Alle schauten in die Karte. Und alle schwiegen. Die Preise verschwammen vor meinen Augen. Dann der vernichtende Spruch unseres Oberhäuptlings: Wenn wir hier essen, sind wir pleite für die nächsten 3 Wochen. Ich verstand. Alle verstanden. Wir mussten gehen… und zwar schnell.

Während ich heute alles andere als ein Problem damit hätte zu sagen, dass das Preisniveau nicht mit meinem Brieftascheninhalt verträglich ist, war mir diese Situation nur allzu unangenehm. Und so standen wir auf und ich fing an zu laufen.., nein, ich begann geradezu aus dem Restaurant zu rennen. Und ich hörte nicht eher auf bis ich völlig erschöpft außer Reichweite war. Jo, so ist das, wenn man mit nem Postpubertier reist. Ich glaube, heute nehmen das meine Eltern sportlich.

Unsere Eingewöhnungsphase in Rochester neigte sich dem Ende. Die Niagara Fälle waren mein persönliches Highlight hier oben im Norden der USA. Viel hat sich verändert seither. Die Innenstadt von Niagara Falls ist heute zur „Tourist Trap“ mutiert. Aber man kann dies ignorieren, wenn man will. Und das habe ich..  es gibt hier so viel anders zu entdecken. Und die Fälle sind immer noch die Fälle, vielleicht sind von der Abbruchkante ein paar Zentimeter abgebröselt in der vergangenen Zeit – aber der immer noch faszinierende Horseshoe ist geblieben.

Die Feuertaufe hatten wir also knapp bestanden und so wurden wir los gelassen in die Weite des Wilden Osten – einmal von Nord nach Süd – von Rochester nach Key West.

All das, was wir sahen, war wie aus einer anderen Welt und dennoch vertraut. Die typischen Polizeisirenen – hatte ich doch tausende Male in US-amerikanischen Serien gehört. Aber dass die sich tatsächlich 6.300 km von zu Hause entfernt genauso anhörten, dass erstaunte mich dann doch. Und überhaupt die unendliche Weite! 600 Meilen sind übrigens 965 km – dumm gelaufen.

B&B in Charleston

B&B haben wir gemacht. Das war einfach spitze! In Washington bei John in einem alten Stadthaus, in Charleston bei einem alten Ehepaar, das so goldig war, dass ich es am liebsten adoptiert hätte, in Savannah in einem alten Herrenhaus. Bananenpflanzen wuchsen im Hof. Bei Christine in St. Augustine, die uns morgens zum Frühstück frische Mangos aus ihrem Garten pflückte und frische Pancakes zubereitete.

Und dann ging’s nach Orlando. Disney World! 10 Stunden waren wir im Magic Kingdom. Es war der 4. Juli. Kein einigermaßen reflektierter Mensch geht am amerikanischen Unabhängigkeitstag in einen Freizeitpark. Ich habe nie wieder das Datum des amerikanischen Unabhängigkeitstages vergessen. Irmi hatte beim letzten Briefing in Rochester empfohlen: „Nehmt alles mit! Es ist toll!“ Das haben wir auch. Und ich habe mich gewundert, wie zivilisiert, immer schön in einer Reihe mit gebührendem Abstand zum Vordermann der „gemeine“ Amerikaner in der Schlange steht. Das hat die Wartezeiten an den Attraktionen mehr als angenehm gemacht. Noch heute stehe ich lieber in einer amerikanischen als in einer deutschen Schlange.

Und dann kam die Disney-Light-Parade und das Feuerwerk und… die amerikanische Hymne. Amerikaner stolz mitträllernd mit der Hand auf dem Herz. Nationalstolz? Wow, das war mir sowas von fremd. Ich hatte Gänsehaut. Im Moment ist er bei unseren demokratischen Freunden etwas abhanden gekommen. Aber der kommt schon wieder!

Cinderella’s Castle – 4. Juli 1988

 

Und dann ging’s am Ende unserer Tour ins damals beschauliche Marathon auf den Florida Keys, wo meine Eltern von Bettflöhen zerbissen wurden. Ich – zu meiner Verteidigung – hatte ja sofort meinen Unmut kundgetan, als wir auch die nächste Großstadt – namens Miami – einfach so im wahrsten Sinne des Wortes „links liegen ließen“. „Wir wollen erst nach Key West!“, hieß es. Die Tage zur Abreise waren gezählt und die Chance, einmal eine richtig coole amerikanische Großstadt unsicher machen zu können, schwand. Umso erfreulicher war der Angriff der Bettwanzen! Bed Bugs sind übrigens immer noch ein Thema in den USA. So manches nicht vernünftig gepflegte Hotel hat auch heute noch damit zu kämpfen. Allen voran unser erstes Crewhotel in NYC nur wenige Jahre später: Das Penta-Hotel! Ich glaube die sind aufgekauft worden und haben ein Relaunch durchgemacht. Es würde mich nicht wundern, wenn es an den Bed Bugs lag! Wie auch immer, die unerfreuliche Situation veranlasste meine Eltern, kurzerhand umzukehren und in Miami Beach nach einem netten Hotel zu suchen. Tschakka! Das war eine klassische Win-Win-Situation. Miami für mich und dafür keine Insect Bites mehr für den Rest der Familie. Heute kann man sich übrigens über Bed Bug Reports im Internet informieren.

Vieles hat sich verändert in den USA, aber in den Grundfesten ist doch alles irgendwie erstaunlich gleich geblieben. Das Internet hat natürlich viel dazu beigetragen, dass das Reisen in die USA kinderleicht wurde. Es hat allerdings auch ein Stück weit entzaubert, kann ich doch per Street View alles vorab schon mal „abreisen“ und jedwede Insidertipps sind irgendwo in den Weiten des „world wide web “ abrufbar.

Und dennoch warten Überraschungen jetzt wie damals hinter jeder Ecke. Damals war es James „Jimmy“ Stewart, den wir entdeckten, als er mit anderen Schauspielern nach einem Empfang bei Ronald Reagan aus dem Seiteneingang des Weißen Hauses trat. In die Jahre gekommen war er. Aber mein Vater hat ihn sofort erkannt. Heute zeugen Panzersperren, ein Überaufgebot an Security, Body-Screening und allgemeine Absperrungen sensibler Bereiche von einem hohen Sicherheitsbedürfnis – seit dem 11. September 2001. Das wird sich wohl auch nicht mehr ändern.

James „Jimmy“ Stewart – Empfang im Weißen Haus

Eines hat sich jedoch für mich nicht verändert. Und da konnte auch das Internet keinen Schaden anrichten. Es ist immer noch die Faszination über den Way auf Life, diese relaxte, unverkrampfte Lebensart der Amerikaner. Die Faszination der Vielfalt der Menschen, der Natur und Kultur, aber auch  die der verrückten Machenschaften in Politik und Wirtschaft. Es ist die Faszination, die von inspirierenden amerikanischen Großstädten und von der Unvergänglichkeit traumhaft schöner amerikanischer Nationalparks ausgeht.

Aber allem voran ist es das unbeschreibliche Gefühl nach Hause zu kommen, jedes Mal  wenn’s „rüber“ geht.

12-tägige Rundreise durch den Nordosten der USA

Nachdem wir 5 Tage in New York City verbracht haben, sind wir von New Jersey auf eine faszinierende Mietwagen-Rundreise durch den Nordosten der USA nach Washington, durch Amish-Country rund um Lancaster, zu den Niagara Falls in Kanada, nach Boston und Cape Cod aufgebrochen.

Warum von New Jersey City aus? Nun ja, wir haben intensiv Mietwagenpreise über Billiger Mietwagen verglichen und dabei hat sich herausgestellt, dass die Mietwagen wesentlich günstiger sind ab Anmietung in New Jersey als im Bundesstaat New York (z. B. ab JFK Airport). Dabei wurde uns Budget mit den besten Konditionen „ausgespuckt“. Vom Hotel bis zu Budget (351 Luis Munoz Marin Boulevard Marin Blvd &, 1st St, Jersey City) war es mit der PATH von der 33rd St (Herald Square) bis zum Journal Square in Jersey City nur eine 17-minütige Fahrtzeit. Das Auto von Budget war prima, der Service flott.

Alle Unterkünfte habe ich über Booking.com, Expedia oder HotelsCombined gebucht.

 
 

Und hier könnt ihr unsere Route auf Google Maps mit Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Ausflugstipps und sonstigen Empfehlungen nachverfolgen (auch Fotos sind eingebunden):

Tour 1: Jersey City (NJ) Washington (DC) mit 3 Übernachtungen im Holiday Inn Rosslyn @ Key Bridge – 370km

Unser erster Streckenabschnitt nach Washington DC führte über Delaware und Maryland nach Virginia.

Das Holiday Inn Rosslyn at Key Bridge war für uns der ideale Ausgangspunkt für unsere Entdeckungsreise durch Washington DC, denn die U-Bahn Haltestelle Rosslyn liegt quasi um die Ecke und bietet ein hervorragende Anbindung an das Regierungsviertel. Das Hotel liegt übrigens in Arlington im Bundesstaat Virginia und dennoch zentral zu allen Sehenswürdigkeiten.

Nach dem Frühstück in der 17. Etage mit einmaligem Blick auf den Potomac River, haben wir zunächst einmal das Regierungszentrum samt Weißem Haus, Capitol, Lincoln Memorial mit Reflecting Pool, Washington Monument, Smithsonian National Museum und Downtown erkundet.

Sehr interessant ist auch das Petersen House, der Ort, an dem Abraham Lincoln nach dem Attentat im Ford’s Theatre starb. Der Eintritt  für die 20-minütige Audio-Tour kostet nur 3 $. Nicht abschrecken von der langen Schlange vor dem Haus! Es geht zügig voran! Tickets gibt es  hier

Capitol

Am zweiten Tag haben wir Arlington mit dem Nationalfriedhof einen Besuch abgestattet. Die Highlights sind sicherlich zum einen das schlichte Grab von John F. Kennedy und seiner Frau Jackie vor der ewigen Flamme und das Grab des Unbekannten Soldaten, das seit 1948 von Soldaten des 3. US-Infanterieregiments bewacht wird. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Wachablösung trägt dieses Regiment auch den Namen „The Old Guard“.

Anschließend bietet sich ein Spaziergang vom Hotel aus über die Francis Scott Key Bridge in das hübsche Georgetown zum Bummeln, Schlendern und Cupcakes futtern bei Georgetown Cupcakes an. Oder man genießt den Sonnenuntergang über dem Potomac River im Georgetown Waterfront Park .

M Street in Georgetown
Standing in Line bei Georgetown Cupcake

Als Weinliebhaber haben wir eine Stippvisite in das malerische Virginia unternommen und in der Naked Mountain Winery eine Weinprobe genossen. Die Weinprobe mit 5 Weinen kostet nur 10 $, dazu haben wir einen Naschteller mit verschiedenen Käse- und Schinkensorten, Cracker, Trauben, karamellisierte Nüsse und Walnussbrot für 20 $ zum Teilen bestellt. Und dann ging’s los. Frei nach dem Motto „Drink Naked!“ Lecker!

Tour 2: Washington (DC) – Lancaster (PA) mit 1 Übernachtung im Lancaster Inn – 200 km

Über Baltimore (MD) führte uns die Tour weiter bis nach Lancaster in Pennsylvania – und damit ins Herz des Amish Country. Da die Amish People für uns selbstverständliche und alltägliche Dinge wie Telefon, Strom oder Autos ablehnen, fühlt man sich hier in Lancaster County zurückversetzt in längst vergangene Zeiten. Dies macht den Reiz dieser ländlichen Umgebung aus. Hausmannskost in den Amish Restaurants, Einspänner-Pferdewagen und Wäscheleinen so lang wie die aus der früheren „Weißer Riese – Waschmittelwerbung“ – all das ist das Land der Amischen, eine eigene faszinierende Welt.

Übernachtet haben wir im The Country Inn of Lancaster mit dem besten Preis-/ Leistungsverhältnis in Lancaster. Die Anlage im Country Stil mit Amish-Möbeln und dekorativen Amish-Quilts bietet jeweils kleine private Terrassen oder Balkone und einen Pool. Kaffee und Tee stehen immer zur Verfügung, das Frühstück wird in der Lobby eingenommen. Es gibt einen Pool und für die Shopping Fans ist das Tanger Outlet nur 2 Fahrminuten entfernt.

What to do in Amish Country:

  • Amish „Hausmannskost“ auf dem Farmer’s Market in Bird-In-Hand am Counter probieren
  • Kitchen Kettle Village besuchen mit über 40 Shops (hausgemachte Backwaren, Marmeladen, Spezialitäten, Souvenirs), Restaurants und Übernachtungsmöglichkeit
  • Stoltzfus Meat Market durchstöbern
  • Eine Tour kreuz und quer durch Lancaster County auf den Spuren der historischen „Covered Bridges“ – überdachte Brücken. Eine Karte mit eingezeichneten Brücken findest du hier.
Gewagte Kombi!
Ein Leben ohne Wäschetrockner gestaltet sich so…
Einspänner – traditionelles Fortbewegungsmittel bei den Amish
Warte, Mama, ich will mit zur Post!
Eis für alle! Intercourse – PA
Ein Schwätzchen in Intercourse, PA

Tour 3: Lancaster – Niagara Falls mit 2 Übernachtungen in Niagara Falls (Kanada) im Always Inn – 550 km

Nachdem wir noch durch einige der beschaulichen „Covered Bridges“ gefahren sind, verlassen wir das faszinierende Land der Amish und brechen auf zu den Niagara-Fällen. Die Tour führt vorbei am Hershey-Park, dem Vergnügungs- und Wasserpark von Hershey – Amerikas süßestester Erfolgsstory. Hershey-Schokoladen-Victims sollten bei Harrisburg auf die Bremse treten und abfahren! Und dies insbesondere ab Sommer 2020! Denn dann eröffnet Chocolatetown – ein weiterer Park im Park mit einem neuen Hershey Flagship Store, einer süßen „Kisses Fontain“, einem Ice Cream Parlor und sonstigen süßen Versuchungen an jeder Ecke plus einer neuen (15.) Achterbahn der Superlative.

Irgendwann nach einer doch sich sehr ziehenden Strecke tauchen wir in den Bundesstaat New York ein und verlassen auf Höhe der Rainbow Bridge ,die über den Niagara River führt, die USA für einen Kurzbesuch in Kanada. Unser Domizil ist das perfekt gelegene Always Inn B&B in Niagara Falls.

Ein 2 km langer, beschaulicher Fußweg führt entlang des Niagara River zu den berühmtesten Wasserfällen der Welt. Die Besitzer des kleinen B&B sorgen für eine familiäre Atmosphäre, in der man sich sehr willkommen fühlt. Das historische B&B ist mit antiken Möbeln ausgestattet. Morgens wird im hübschen Salon ein ausgezeichnetes warmes Frühstück serviert mit Eierspeisen, frischem Obst, Muffins, Müsli, duftendem Kaffee und Säften. Das Gastgeberpaar versorgt uns noch mit erstklassigen Vor-Ort-Tipps und beantwortet ausführlich alle Fragen zu Ausflügen und Attraktionen der Umgebung.

Gleich nach der Ankunft besichtigen wir erst die beeindruckenden amerikanischen und dann die markanten kanadischen Horseshoe Falls. Das Zentrum des Örtchens Niagara Falls ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, denn es ist leider über die Jahre hinweg zu einem Vergnügungspark mit Disney-Land-Charakter und diversen Touristenfallen wie „Ripley’s Believe It or Not!“ mutiert. Eine Attraktion haben wir dann doch gebucht, weil wir einmal möglichst nah an die Fälle herankommen wollten: „The Journey behind the Falls“ war sehr beeindruckend, weil man die Wucht der Wassermassen hier eindrucksvoll vor Augen geführt bekommt.

Mit den Wassermassen auf Tuchfühlung
„Journey behind the Falls“
Die berühmten Horseshoe Falls

Anstatt des Trubels in Niagara Falls haben wir die Schönheiten dieser Umgebung erkundet und sind den Empfehlungen unseres Gastgebers gefolgt, der einen Besuch in einem nahe gelegenen Weingut vorgeschlagen hat! Für uns als Weinliebhaber ein absolutes Muss!

Aber der Reihe nach. Wenn man den Niagara River stromabwärts folgt, kommt man zum „Niagara-Whirlpool“ mit seinen gigantischen Stromschnellen. An dieser Stelle, an welcher der Niagara River um 90 Grad „abbiegt“, hat sich ein 38 m tiefer, gefährlicher Strudel gebildet – kurz  „Whirlpool“. Mit einer Gondel (Whirlpool Aero Car) kann hier den River überqueren. Anstatt den Fluss zu überqueren, kann man auch zum Whirlpool herunter wandern. In der Nähe der Einfahrt zum Golfplatz haben wir einen kurzen Fußweg durch den Wald gefunden, der direkt an das Ufer des Whirlpools führt.

Am folgenden Tag haben wir dann einen Ausflug in die Umgebung unternommen, um das empfohlene kanadisches Weingut Caroline Cellars mit Gutsschänke – ganz im Stile unserer Straußwirtschaften – zu besuchen. Im großen aus Holz gebauten Anwesen gibt es einen großen Gastraum. Gutsweine und kreative Gerichten von der Karte kann man hier in entspannter Atmosphäre genießen. Absolute Empfehlung!

Caroline Cellars Winery in Niagara-on-the-Lake
The Farmhouse Cafe – Caroline Cellars – Family Estate Winery

Anschließend sind wir weiter in das beschauliche Niagara-on-the-Lake gefahren. Das romantische Niagara-on-the-Lake liegt direkt am Ontariosee. Besonders gefallen hat uns, dass die Straßen und Häuser in einer einzigen Blumenpracht versinken.

..und irgendwie hatten wir am Ende unseres Aufenthaltes noch Lust auf ein bisschen „Beaching“. Da Niagara Falls strategisch günstig zwischen dem Ontario- und dem Eries liegt, haben wir uns auf in das 30 km entfernte Crystal Beach am Lake Erie gemacht. Unsere Erwartungen wurden übertroffen! Wir finden einen 3 km langen, hellen Strand mit feinem Sand, kristallklares Wasser und hübsche Holzhäuschen, die den Strand säumen, vor. Ideal, um ein wenig zu baden und zu entspannen.

Tour 4: Niagara Falls – Boston mit 2 Übernachtungen im Courtyard by Marriott – Boston South

Auf nach Boston!

Der nächste längere „Ritt“ führt uns wieder zurück an die Atlantikküste, und zwar in die 750 km entfernte Hauptstadt Massachussets resp. die größte Stadt Neuenglands – Boston.

Boston ist eine der ältesten Städte der USA und geschichtlich bedeutsam, da hier Proteste gegen eine Erhöhung der Teesteuer durch das britische Parlament den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg auslösten. Bekannt wurde die Stadt in diesem Zusammenhang durch die „Boston Tea Party“ vom 16. Dezember 1773.

Eingecheckt haben wir im Courtyard by Marriott Boston South. Das Hotel liegt durch seinen U-Bahn-Anschluss Newmarket in günstiger Ausgangslage zur Innenstadt. Außerdem befindet sich das Hotel direkt neben der South Bay Center Mall mit einigen Shops wie Famous Footwear, Marshalls, Nike Factory Outlet, Old Navy, Converse und günstigen Kettenrestaurants: Applebee’s (Steak & Burger), Olive Garden („Italiener“) und Starbucks.  Aber auch das familiengeführte Diner Victoria’s ist ein Tipp, wenn der Hunger kommt! Von Donnerstag bis Samstag hat Victoria’s sogar 24h geöffnet, so dass auch der Appetit auf einen Burger auch in der Nacht noch gestillt werden kann!

Eine sehr empfehlenswerte Sehenswürdigkeit in der Stadt auf Basis der geschichtlichen Ereignisse ist der „Freedom Trail“. Dieser 4 km lange „Pfad der Freiheit“ führt den Besucher zu 16 historischen Stätten in der Stadt und ist daher die ideal, sich einen Überblick über das historische Boston zu verschaffen. Startpunkt ist am Visitor Center im Boston Common – einer öffentlichen Parkanlage im Stadtzentrum.

Tipp: Anstatt den Freedom Trail nach Erreichen der Endstation an der USS Constitution komplett zurückzuwandern, kann man auch herrlich mit der Fähre zurückfahren. Ein toller Blick auf Boston ist gewiss! Abfahrt: Am Charlestown Navy Yard Ferry Terminal (ein Dock weiter), Ankunft: Long Wharf South, Preis: 3,50 $ one way

Der Subway Tagespass inklusive Fähre kostet 12 $.

Long Wharf South

Sehenswert als auch ideal für den kleinen Snack zwischendurch ist Quincy Market. Hier findest du in der langen Markthalle Streetfood vom Feinsten, insbesondere natürlich die berühmte Lobster Roll! Um den Quincy Markt herum laden Souvenirstände zum Bummeln ein. Übrigens: Die meiner Meinung nach besten Lobster Rolls gibt es bei Yankee Lobster im Seaport District.

Am Folgetag stand dann noch ein Ausflug zur berühmten Elite-Universität Harvard in Cambridge auf dem Programm. Harvard ist mit Gründungsjahr 1636 die älteste Universität der USA. Bekannte Absolventen sind Barack und Michelle Obama, Mark Zuckerberg, der Schauspieler Matt Damon sowie Al Gore und Michael Bloomberg, ehemaliger Bürgermeister von NYC, um nur eine kleine Auswahl zu nennen.

Mit der Red Line fährt man in Richtung Alewife und erreicht vom Zentrum aus, zum Beispiel von der Park Street am Boston Common, in 12 Minuten die Harvard Subway Station.

Tour 5: Boston (MA) – Cape Cod mit 3 Übernachtungen im Cape Colony Inn in Provincetown

Cape Cod ruft! Sonne, Strand und Meer und Whalewatching stehen ab sofort auf dem Programm. Aber bis dahin ist noch eine Strecke von 180 km zu fahren und die Fahrt über Cape Cod’s Highway 6 zieht sich noch einmal ordentlich.

Aber dann können wir bei herrlichstem Sonnenschein im Cape Colony Inn an der Nordspitze von Cape Cod’s Provincetown einchecken. Und schon gleich machen wir uns auf, dieses einzigartige Fleckchen Erde zu erkunden.

Durch die Dünenlandschaft zum Meer – der Dune Shacks Trail

Cape Cod besticht durch ungezähmte Landschaft mit naturbelassenen Traumstränden und durch sein schillerndes Epizentrum – Provincetown. P’town, wie Provincetown liebevoll genannt wird, war einst ein kleines Fischerdorf. Heute zieht P’town magisch Besucher aus aller Welt an und ist vor allem Sehnsuchtsort von Künstlern und und der LGBT (= Lesbian, Gay, Bisexual, Transgendered)-Szene. Und so ist das bunte Städtchen vor allem ein Inbegriff von Toleranz, Freizügigkeit und Individualität. Pastellfarbene Shops, brillante Kunstgalerien, ein ungezügeltes Nachtleben und urige Restaurants mit Fischspezialiäten findet man auf der pittoresken Commercial Street in P’town.

„Hetero? Don’t worry, nobody is perfect“ steht auf einem der T-Shirts in einem kleinen Souvenirladen. Ein Spruch, der stellvertretend für das Selbstverständnis und die Lebensart der Menschen hier steht. Auf mich wirkt dieses quirlige Örtchen einfach nur angenehm unverkrampft. Etwas, das man bei aller, auch häufig kolossal übertriebener political correctess, gerne mal ins heimatliche Deutschland beamen möchte.

Quirliges P’town bei Tag
.. und bei Nacht

Und so tauchen wir ein in diese einzigartige Welt, dieses Muss für alle Neuengland-Besucher, mit seinen Leuchttürmen, Fahrradwegen und endlosen Traumstränden.

Das Highlight des Aufenthaltes auf Cape Cod folgt auf dem Fuße: Eine Whale Watching – Tour in der Cape Cod Bay, wo sich Buckelwale und Finnwale von April bis Oktober in Scharen tummeln. Nach Erkundigungen in unserer Unterkunft haben wir beim Anbieter Whale Watch Provincetown die frühe Tour um 9:30 Uhr gebucht. Die 3-stündige Tour hat sich mehr als gelohnt! Wir sind einer Vielzahl von Buckelwalen unglaublich nah gekommen, konnten Sie beim Fressen, Spielen und Springen beobachten und bekamen viele interessante Informationen über die Verhaltensweisen der Meeresgiganten on top.

Und dann kommt der spannenden Augenblick, wenn der Wale abtaucht, für einen Moment die riesige Schwanzflosse aus dem Wasser ragen lässt und dann an anderer Stelle verräterische Blasen ankündigen, dass der Humpback Whale hier wieder auftauchen wird. Ein fantastisches Erlebnis!

Zwei Buckelwale beim Fressen
Ein Buckelwal schwimmt auf unser Boot zu…
..taucht ab..
..springt aus dem Wasser..
und „winkt“ uns noch mehrmals zum Abschied zu! 🙂

Mit diesen beeindruckenden Bildern im Kopf verlassen wir Provincetown wieder gen New York City und weiteren aufregenden Tagen in der Megametropole.

Alle Unterkünfte habe ich über Booking.com, Expedia oder HotelsCombined gebucht.

Dafür gibt es auch die passende Lektüre, wenn du magst: Streifzüge durch New York – mein New York Buch – viel Spaß beim Lesen! Deine Tanja

Für Kindle und als Taschenbuch: Streifzüge durch New York oder als eBook bei Thalia, bei Weltbild, und bei Hugendubel

 

Zurück nach NYC

Welche Kreditkarte für die USA?

Ohne Kreditkarte in die USA zu reisen ist ein wenig wie Fahrradfahren ohne Lenker. Ohne die Plastikkarte mit der hochgeprägten und damit tastbaren Kreditkartennummer ist das Reisen in die USA höchst unbequem, wenn nicht sogar unmöglich. Das fängt schon damit an, dass man eine Kreditkarte als Sicherheit bei der Autovermietung oder beim Einchecken imHotel erforderlich ist. Auch wenn es theoretisch auch möglich ist, mit „Unsummen an Bargeld“, den altehrwürdigen Traveller Checks aus anno dazumal oder auch mit der EC-Karte (mit Maestro Zeichen, V-Pay gilt nur für den Euroraum) über die Runden zu kommen. Komfortabel ist das im Mutterland der Kreditkarte nicht!

Mehr noch empfehle ich immer mehrere Kreditkarten (mindestens zwei) mitzunehmen. Warum?

  • Erstens ist man dann auch noch liquide, wenn denn wirklich mal eine verschwinden sollte, auf welchem Weg auch immer.
  • Zweitens tatsächlich die Karte aufgrund von Missbrauch gesperrt werden musste (aber keine Panik, das ist zwar ärgerlich, aber man ist versichert! Ich habe das Geld bei den folgenden, von mir empfohlenen KK immer zeitnah und anstandslos zurück erstattet bekommen)!
  • Drittens kann auch mal ein höherer Betrag als Sicherheit auf der KK geblockt werden. Fluggesellschaften und Mietwagenunternehmen praktizieren dies gerne und die Verwunderung ist dann groß, wenn das Limit plötzlich ausgeschöpft ist. Übrigens: In diesem Fall schafft ein Anruf beim Kreditkartenunternehmen Abhilfe!

Meine drei IMMER-IN-USA-DABEI-KREDITKARTEN

Mastercard (oder Visa) der Hausbank

Jahresgebühr und Auslandsumsatz von 1% werden hier fällig. Andererseits habe ich Mastercard auch schon sehr kulant erlebt. Nachdem das Reisebüro „TicketPoint“ vor einigen Jahren bankrott ging – ein Geschäftsführer hatte im großen Stil Geld unterschlagen – habe ich aufgrund dieses „Betrugsfalles“ von Mastercard 3 Flüge im Wert von ca. 3.000 € anstandslos zurückerstattet bekommen! Es bestand kein Sicherheitsleck seitens Mastercard, sondern einzig die Buchung beim „falschen“ Online-Reisebüro meinerseits. Mastercard hätte diese Erstattung sicherlich nicht erbringen müssen. Meine Mastercard ist aufgrund dieser Kulanz – Erfahrungen immer dabei! Sicherheitsprobleme hatte ich ansonsten mit der Mastercard NIE

American Express

Ohne meine Amex fahre ich nicht in die USA und das hat seinen Grund: An den Tankstellen muss bei Kreditkartenzahlung oftmals der ZIP-Code, also die Postleitzahl eingegeben werden. Bei der Zahlung mit der Visa-Card oder der Mastercard funktioniert weder die heimische Postleitzahl, noch irgendein beliebiger ZIP-Code der USA oder auch die Standardeingabe 0000. Das bedeutet, dass die Kreditkarte an der Tankstelle erst hinterlegt werden muss, man einen bestimmten Betrag abbuchen lässt, den man dann „vertanken“ kann. Sollte man weniger tanken als man bezahlt hat, dann bekommt man den Differenzbetrag erst mit der nächsten Kreditkartenrechnung wieder gutgeschrieben! Für denjenigen, der dies so nervig wie ich empfindet, der ist mit einer AMEX gut beraten. Und die funktioniert immer mit der PLZ des Wohnortes!! Weiterer Vorteil: Die Karte Amex von Payback ist kostenlos, man kann hier außerdem Payback-Punkte sammeln. Nicht jedermanns-/fraus Sache, denn natürlich wird hier auch Verbraucherverhalten datenmäßig „gefischt“. Übrigens, bei manchen Banken, z. B. der Regional Bank in FL fallen bei der Bargeldabhebung mit dieser Karte keine Gebühren an. Es wird ein Auslandseinsatzentgelt von 2% fällig.

Santander 1plus Visa Card 

Die Santander 1plus Visa Card ist für mich die ultimativ eierlegende Wollmilchsau! Im Gegensatz zu vielen anderen Kreditkarten fallen dauerhaft keine Jahresgebühren, Auslandseinsatzgebühren und auch keine Bargeld-/Abhebungsgebühren an! Bei der Santander Bank, z. B. am Herald Square in Manhattan, habe ich mehrmals US $ abgehoben – ohne Gebühr! Falls Geldautomatenbetreiber in den USA doch einmal Gebühren erheben sollten, werden diese dem Karteninhaber auf Antrag erstattet. Zusätzlich profitieren Kunden von einem Tankrabatt in Höhe von 1% und erhalten gratis eine Zweitkarte. Achtung jedoch bei der Online-Beantragung, damit man nicht aus Versehen eine hochverzinste Ratenzahlung für die getätigten Umsätze vereinbart!Santander 1PlusCard

Die 1plus Visa Card der Santander Consumer Bank, jetzt dauerhaft ohne Jahresgebühr – hier direkt bestellen!

..und jetzt sorglos ab in die USA 🙂

Eure Tanja ❤