Tanjas Reiseabenteuer wird zu TANJA‚ÄėS TRAVELSTORIES ūüß≥

Ich ziehe um! Ab sofort hei√ü ich dich herzlich willkommen auf meinem neuen Reiseblog TANJA‚ÄėS TRAVELSTORIES! Ich freue mich wenn du weiterhin bei mir vorbeischaust! Deine Tanja ūüíě

I am moving! From now on I welcome you to my new travel blog TANJA‚ÄėS TRAVELSTORIES! I’m glad if you continue to visit me. Yours Tanja ūüíě

Aus einer Laune heraus wurde ein Blog. Und als der von euch pl√∂tzlich mehr angenommen wurde als erwartet, wurde aus dieser Laune eine Leidenschaft. Das Bloggen aus fernen L√§ndern, der Austausch von Reisetipps und das Erz√§hlen von Geschichten √ľber Land, Menschen und Kultur ist mir mittlerweile so sehr ans Herz gewachsen, dass ich es am liebsten den ganzen Tag t√§te.

Lange habe ich dar√ľber nachgedacht, ob mein Blogname noch passt. Sicherlich, jede Reise ist ein Abenteuer. Aber jedes Abenteuer ist auch in einer Geschichte verpackt. Diese Reisegeschichten sind besonders. Sie lassen nie wieder los, machen das Leben einzigartig und sch√§rfen die Sinne. Menschen die reisen, haben viel zu erz√§hlen und ich k√∂nnte ihnen stundenlang zuh√∂ren. Diese Reisegeschichten sind etwas Bleibendes, etwas wovon ich zehre, wenn mal nicht alles so l√§uft oder ich mich einfach mal wieder im Hamsterrad des Alltags drehe.

… und da diese Geschichten oftmals weit weg von meinem ‚ÄěZuhause‚Äú entstehen, bekommt mein Blog auch gleich noch einen internationaleren Anstrich. Und daher..

Herzlich Willkommen auf meinem neuen Reiseblog TANJA‚ÄėS TRAVELSTORIES! Ich freue mich wenn du weiterhin bei mir vorbeischaust! Deine Tanja ūüíě

Fill your life with adventures not things. Have stories to tell, not stuff to show. ūüß≥

Maut in Florida: Eigenen SunPass kaufen oder √ľber Mietwagenfirma buchen?

Um mautpflichtige Stra√üen (Toll) kommt man in Florida nicht herum, zumindest nicht, wenn man komfortabel rundreisen m√∂chte. 

Im Staate Florida werden fast nur noch ¬†elektronische Vorab-Bezahlssysteme wie das Toll-By-Plate¬†Verfahren oder der SunPass¬†akzeptiert (z. B. Floridas Turnpike oder der Crosstown Expressway in Tampa). Mietwagenfirmen lassen sich diesen Umstand gerne vergolden, indem Sie dir ein entsprechendes Mautsystem f√ľr teils v√∂llig √ľberzogenen Geb√ľhren anbieten. Es gibt aber auch die M√∂glichkeit einen eigenen SunPass zu kaufen und einzusetzen!

Der SunPass¬†ist ein Transponder oder Sticker, den du an der Windschutzscheibe deines Mietwagens anbringst. Beim Durchfahren der Mauststationen wird der SunPass gescannt und die Abbuchung f√ľr die Mautstrecke veranlasst.

Es gibt zwei verschiedene Varianten: Der SunPass Portable (19,95 $) und der SunPass Mini (4,95 $). Der SunPass Mini ist eine Art Sticker und kann nicht auf ein anderes Auto √ľbertragen werden (√§hnlich der √∂sterreichischen Vignette – dem „Pickerl“) und kann nicht f√ľr Motorr√§der genutzt werden. Beide P√§sse m√ľssen vor der Nutzung registriert werden und mit mindestens 10 $ aufgeladen werden. Du bekommst die Sunp√§sse z. B. bei Publix, CVS/Pharmacy oder Walgreens.¬†F√ľr einen Vergleich der Sunp√§sse und weiteren Infos siehe hier:¬†SunPass Portable und SunPass Mini – ein Vergleich

Tutorial f√ľr die Aktivierung des SunPass Transponder und Kontoer√∂ffnung / Instructions to activate SunPass Transponder and open an account 

Einige der Mierwagenanbieter wollen dir als Tourist hin und wieder weismachen, dass man ohne dieses Extra √ľberhaupt nicht mehr¬†durch Florida kommt! Das ist Quatsch! Es geht! Es kann nur fallweise etwas umst√§ndlich sein. Dar√ľber hinaus ist man nat√ľrlich mit einem Mautsystem auf der sicheren Seite. Dennoch sollte man vergleichen: Toll-By-Plate kostet bei Dollar f√ľr 52,49$ w√∂chentlich, hingegen Toll-by-Plate bei Alamo/Enterprise/National 19,75$ f√ľr die gesamte Mietzeit! Einen Kostenvergleich der verschiedenen Mietwagenunternehmen bekommst du hier: Toll-Geb√ľhren-Vergleich Mietwagenfirmen

Eine sehr gute Suchmaschine f√ľr Mietwagenangebote mit transparenter Leistungs√ľbersicht und fairen Preisen ist √ľbrigens billiger-mietwagen.de. Ich buche meine Mietwagen weltweit ausschlie√ülich √ľber dieses Portal, da ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht habe. 

Klar, als Urlauber will man sich nicht noch mit¬†den verschiedenen Tarifen auseinandersetzen, sondern einfach losfahren und l√§sst sich letztendlich auf diese „Angebote“ ein. Und nat√ľrlich ist man auf der sicheren Seite, wenn man einfach einen SunPass oder Toll-by-Plate dazu bucht. Denn: „Toll Violence“ ist teuer und √§rgerlich, denn „zur√ľckfahren“ oder gar umdrehen kann man eben nicht mehr, wenn man einmal auf der Toll-Strecke gelandet ist. Neben der Toll-Geb√ľhr werden dann auch noch Straf- und administrative Geb√ľhren f√§llig, die direkt von deiner, beim Mietwagenunternehmen hinterlegten Kreditkarte, abgebucht werden.

Auf manchen Strecken, wie zum Beispiel dem Florida Turnpike zu den Keys, nämlich zwischen Miami und Homestead bist du gezwungen, mit dem SunPass oder dem Toll-By-Plate Verfahren zu zahlen, ohne SunPass oder das Toll-by-Plate wird es teuer!

Andererseits ist es allerdings auch¬†nicht einzusehen, teils √ľber 100¬†Dollar zu zahlen und dann ein bis zweimal √ľber eine mautpflichtige Strecke zu fahren, die man letztendlich per cash oder Kreditkartenzahlung f√ľr ein paar lausige „Bucks“ bek√§me:

  1. Beispiel: die Fahrt von Fort Myers √ľber die Br√ľcke nach Sanibel Island:
    6 $ f√ľr das Returnticket
  2. Beispiel: Fahrt von Naples √ľber die Alligator Alley (Interstate US 75) nach Miami Beach:
    3 $ pro Strecke (Achtung hier nicht auf Florida’s Turnpike fahren, sondern von der I75 auf die I595 E bis Ft Lauderdale Airport, dann auf die I95 bis zur Ausfahrt 4, dort auf  die I195 E fahren bis Miami Beach)
    alternativ: die I75 bis zum Ende Miami Lakes durchfahren und dann den Palmetto Expressway (Highway SR 826) und von dort wieder auf die I95, dann siehe oben.
  3. Fahrt √ľber die Tampa Bay via eindrucksvollem Sunshine Skyway nach St. Pete:
    1,25 $ (!!!). Mit dem SunPass w√ľrde √ľbrigens auch 1$ abgebucht werden.
Achtung: Ohne Sunpass oder Toll-by-Plate - rechst abbiegen!
Achtung: Ohne SunPass oder Toll-by-Plate – rechst abbiegen!

Also, √ľberlege dir¬†gut, ob du¬†den a) SunPass oder Toll-By-Plate Verfahren √ľber deinen Autoverleih tats√§chlich buchen m√∂chtest oder b) dir einen eigenen SunPass beschaffst oder c) das Challenge annimmst und die mautpflichtigen Routen ganz einfach (z. B. durch ein Navi/Handy mit aktivierten Option: „Mautsta√üen meiden“) umf√§hrst.

Fazit:

  1. Die wenigen Strecken, auf denen nur ein Vorab-Bezahlsystem wie der SunPass oder das Toll-by-Plate Verfahren akzeptiert wird, kann man in Florida mit einem Navi (Mautstreckendeaktivieren!) sehr gut umfahren.
  2. Wenn du dich f√ľr ein Vorab-Bezahlsystem √ľber deine Mietwagenfirma entscheidest, dann vergleiche die Geb√ľhren¬†der¬†verschiedenen Mietwagenunternehmen!
  3. In jedem Fall lohnt sich der wirklich minimale Aufwand, einen SunPass Sticker oder bei mehrmaligen Reisen nach FL einen SunPass Portable vor Ort zu beschaffen.
  4. Meine persönliche Lösung: Ab in den nächsten CVS, den SunPass Portable gekauft, Account erstellt, SunPass an die Windschutzscheibe geklemmt und unbeschwert durch die USA fahren. Wie das geht siehst du hier:

In diesem Sinne, viel Spa√ü beim „Cruisen“ auf Floridas Stra√üen! ‚̧

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Red Hook, Brooklyn: 9 Tipps

Alte Lagerh√§user, Kopfsteinpflaster und ein atemberaubender Blick auf den New Yorker Hafen mitsamt Freiheitsstatue – das verk√∂rpert Red Hook – das so ganz andere Brooklyn. Es ist die Kombination aus urbanem und industriellem Charme, die den Reiz von Red Hook ausmacht. Kleine Galerien, einzigartige Spezialit√§tenlokale sogar mit Dachterrasse und aus dem Rahmen fallende Boutiquen versuchen sich hier zaghaft zu etablieren. Das ruhige Gebiet um den einst wichtigsten Verschiffungshafen der USA ist der ideale Ort, um f√ľr einen Tag der Hektik Manhattans zu entfliehen und die Seele baumeln zu lassen.

Fairway Market mit Food Truck und Picknick Area – und grandiosen Blick auf die Lady Liberty

Stimmt! Red Hood ist ein wenig abseits von allem. Von allem? Nun ja, zumindest ist es ein wenig umst√§ndlich von Manhattan zu erreichen. Aber manchmal muss man eben doch einmal ‚raus aus Manhattan, um ein wenig nicht – oder zumindest nur wenig – gentrifizierte Luft zu schnappen. Und das ist gar nicht so leicht, denn in dem Moment, in dem man diese Hoffnung ausspricht, ist das Kind meist schon wieder in den Brunnen gefallen. Sp√§testens dann, wenn eine „Neighborhood“ als aufstrebende Gegend von sich reden macht, sei es auch nur als Randnotiz im Sinne von „k√∂nnte hipp werden“, ist es eigentlich schon um sie geschehen. Die ersten Pioniere haben sich bereits zaghaft mit kreativen Gesch√§ftsideen  angesiedelt. Noch sind die Mieten bezahlbar. Doch die bekannten Naturgesetze New Yorker Stadtentwicklung werden in K√ľrze daf√ľr sorgen, dass multiplikatorm√§√üig weiteres Business angezogen wird. Wer will schon die „G√ľnstig aber Geil Phase“ verpassen? Ich nicht! Auf nach Red Hook!

Seafood auf der Van Brunt St

Red Hook liegt auf einer Halbinsel in Brooklyns Westen, direkt an der Upper New York Bay. Das ehemalige Industrieviertel war einst Bretterbudenstadt Obdachloser und sp√§ter die Crack-Hochburg der USA. Mit verschiedenen Sozialprojekten und letztendlich dem Bau des Brooklyn Cruise Terminal √§nderte sich die Lage.

Mit der NY Subway sind die Sehensw√ľrdigkeiten von Red Hook nicht direkt erreichbar. Vom LIC Hotel (Long Island City, Queens) aus nehmen wir den G-Train und fahren bis zur Smith/9th Street Station. Von Manhattan aus f√§hrt der F-Train. Von Smith/9th aus geht es dann weiter mit dem Bus B61 bis zu Endhaltestelle und damit bis zum ersten Point of Interest:  Ikea. Alternativ kann man auch mit dem NY Water Taxi, dem „IKEA EXPRESS“ f√ľr 5 Bucks von Midtown West (Pier 83), Battery Park (Slip 6), Wall Street (Pier 11), South Street Seaport (Pier 16) oder Dumbo (Pier 1) anreisen. Die NYC Ferry f√§hrt alternativ auf der South Brooklyn Route von der Wall Street (Pier 11) √ľber Dumbo nach Red Hook (One way: 2,75 $)

Hier kommen 9 ultimative Tipps f√ľr den Streifzug durch Red Hook (und noch mehr Streifz√ľge durch NY gibt es hier):

  1. Ikea ist auch hier blau-gelb  – und ein echter Magnet f√ľr New Yorker Familien und Studenten und sonstige Selbstschraub- und Aufbaufetischisten. Frei nach dem Motto „Fill your blue bag & bring it home!“ (1 Beard St). Es gibt √ľbrigens nur zwei Ikea im Bundesstaat New York, in Long Island und hier in Brooklyn. K√∂ttbullar gibt es hier auch im Restaurant, der Originalname wird den New Yorkern jedoch vorenthalten, hier sind es schlicht „Swedish meatballs“.
  2. Von Ikea geht es entlang der Beard Street in Richtung Nordosten bis zur Van Brunt Street, der Hauptschlagader Red Hooks mit kleinen Galerien der Locals, kreativen L√§den und alternativen Caf√©s, wie das Baked (359 Van Brunt St). Sweet & Salty Brownies, hausgemachte Oreos oder Funfetti Cakes – die beiden Gr√ľnder Matt und Renato haben mit diesen Kreationen sogar die Kritiker der New York Times und des Wall Street Journal zum Schw√§rmen gebracht. Kein Wunder, handelt es sich bei den Cakes & Brownies um gef√§hrliche Versuchungen! F√ľr S√ľchtige gibt es auch Backmischungen und Kochb√ľcher, um f√ľr schnellen Nachschub zu sorgen.
  3. Geht man die Van Brunt Street in Richtung Waterfront, kommt man an ein riesiges, braunes Lagerhaus aus Backstein, in dem einst Baumwolle, Jute

    "Like no other Market"
    Fairway Supermarket

    und Kaffee gelagert wurde. Die oberen Etagen des historischen Geb√§udes mit den markanten Bogenfenstern und ihren Holzfensterl√§den wurden zu Lofts ausgebaut – mit exklusiven Meerblick versteht sich. Im Erdgeschoss befindet sich Fairway – ein Supermarkt der Extraklasse und Magnet f√ľr New Yorker Foodies. Hier bekommt man frische (Bio-)erzeugnisse aus der Umgebung, aber auch neue, innovative Produkte. Eine Riesenauswahl Kaffeebohnen wird in Holzf√§ssern zum selber Abf√ľllen angeboten. Berechnet wir nach Gewicht. Ein Dutzend Oliven√∂le kann man vor dem Kauf testen, Brot zum Betr√§ufeln steht hierf√ľr bereit. Und sp√§testen beim Vorbeimarschieren an der K√§setheke oder der K√ľhlvitrine mit prall gef√ľllten Dry Aged Beef l√§uft einem das Wasser im Munde zusammen. 

    Fairway Market in Red Hook
    Kaffeeauswahl im Fairway „Like no other Market“

    Aber Fairway kann noch mehr: Im hauseigenen Deli gibt es leckere Snacks, die Lobster Rolls haben uns am besten geschmeckt. Die kann man mit nach drau√üen nehmen und an kleinen Picknicktischen direkt am Meer genie√üen – mit grandioser Aussicht auf die Freiheitsstatue! Sollte man gerade einkaufen und w√§hrenddessen Hunger versp√ľren, parkt man seinen beladenen Einkaufswagen √ľbrigens einfach in der daf√ľr vorgesehenen Zone und g√∂nnt sich die wohlverdiente Pause. Es ist einfach fantastisch bei sch√∂nem Wetter hier an einen Nachmittag die Seele baumeln zu lassen. Kaum zu glauben, dass Fairway in den 30er Jahren mit einem kleinen Obst- und Gem√ľsestand in der Upper West Side begann und heute zum liebsten New Yorker Supermarkt avanciert ist. Mehr New Yorker Authentizit√§t geht nicht!

  4. Sollte die leckere Lobster Roll nicht nachhaltig zur S√§ttigung beigetragen haben, verf√ľhrt direkt gegen√ľber von Fairway das Brooklyn Crab (24 Reed St) zu Seafood vom Feinsten.

    Brooklyn Crab - Seafood Restaurant
    Brooklyn Crab – Seafood vom Feinsten

    Maine Lobster, Sewansecott Austern und Prince Edward Island Muscheln sind nur einige der Spezialit√§ten. Die Rooftop-Terrasse bietet zudem einen unvergesslichen Fernblick auf die New York City Skyline. Aber auch ohne dort zu essen ist das Restaurant und sein Interieur – den Maryland Crab Shacks nachempfunden – ein echter Hingucker.

  5. Gleich rechts nebenan ist eher das Ausleben der Fleischeslust angesagt. Im Hometown Bar B Que dreht sich alles um „Brooklyn style barbecue“. Das im Eichenholz ger√§ucherte Fleisch wird am Counter nach dem First Come / First Serve -Prinzip bestellt und auf Metalltabletts serviert. Das ungezwungene Flair in diesem Restaurant mit seinem industriellen Design und dennoch rustikalen Touch hat mir besonders gut gefallen. Man nimmt einfach mit seinem „Tablett“ an den langen Holztischen Platz und genie√üt.

    Hometown BBQ
    Hometwown Barbque

    Die nach „southern cooking techniques“ zubereiteten Spezialit√§ten wie Brisket, Pulled Pork oder auch Jamaican Jerk Baby Back Ribs zerfallen buchst√§blich auf der Zunge! Dazu ein Gl√§schen Red Hook Wein oder Bier aus der Privatbrauerei und du ziehst ein in den Himmel kulinarischer Gl√ľckseligkeit!

  6. Wem nach so viel Futtern etwas √ľber die Geschichte Red Hooks erfahren m√∂chte, ist im Waterfront Museum und Showboat Barge (Barkasse) gut aufgehoben (290 Conover St).
  7. Schlender‘ die Conover St gen Norden bis zur Van Dyke St und biege dort links ab zur Valentino Pier mit einer fantastischen Aussicht und garantiert besten Fotoaufnahmen von der Freiheitsstatue.
  8. Kurz bevor du zur Valentino Pier kommst, verf√ľhrt Steve‚Äôs Authentic Key Lime Pie (185 Van Dyke St) zu den besten Key Lime Pies jenseits von Key West. Ein Muss! Mouth-watering!
  9. Zum Abschluss eine Margarita und mexikanische Fajitas gef√§llig? Das bietet das Rooftop-Restaurant Alma mit gigantischem Blick auf die Manhattan Skyline -besonders bei Sonnenuntergang! Was f√ľr ein Tag!

Kurztripp nach Valencia – Schlemmen, Sightseeing & Shoppen

F√ľr zehn Tage sind wir mal wieder in Cabo Roig und irgendwie ist uns nach etwas Gro√üstadtatmosph√§re. Und so haben wir uns relativ spontan entschieden, einen Kurztripp nach Valencia zu machen.

Unser Kurztripp (1 Nacht in Valencia – von 15 Uhr bis 15 Uhr des Folgetags) siehst du hier auf Google Maps in der √úbersicht mit unserer Route, den wichtigsten Sehensw√ľrdigkeiten sowie Tipps f√ľr Restaurants, Bars, Caf√©s und Shopping:

Wir haben das Melia Hotel Oceanografic, vormals TRYP Valencia Oceanic Hotel, gebucht. Es verf√ľgt √ľber eine Parkgarage, in der man zum Festpreis von 12 ‚ā¨ pro Tag verh√§ltnism√§√üig g√ľnstig parken kann und man auch am Abreisetag sein Auto nach Belieben lange unterstellen kann. Die sehr gut ausgestatteten Zimmer verf√ľgen √ľber Laminatboden und Wohlf√ľhlb√§der aus Marmor. Das Fr√ľhst√ľck haben wir nicht hinzu gebucht, da wir in Spanien immer sehr gerne in den kleinen gem√ľtlichen Caf√©s fr√ľhst√ľcken gehen. Nach einem nur 5-min√ľtigen Fu√üweg erreicht man das Caf√© Manoa am Carrer de Trafalgar 38. Dort gibt es sehr leckere Kaffeespezialit√§ten, jede Menge s√ľ√ües Geb√§ck und nat√ľrlich den Klassiker „Tostado con Tomate“.

Das Hotel ist ausgezeichnet gelegen zwischen Strand und Altstadt. F√ľr einen Einkaufsbummel im Corte Ingles oder in der Shopping Mall Aqua muss man lediglich die Stra√üe √ľberqueren. Die futuristischen Geb√§ude wie das Wissenschaftsmuseum (Museu de les Ci√®ncies de Val√®ncia), das Auditorium (Palau de les Arts Reina Sof√≠a), das Theater (Ciutat de les Arts y les Ci√®ncies), das Veranstaltungszentrum (L’√Ägora) und das Aquarium L‚ÄôOceanogr√†fic sind nach einem nur 10-min√ľtigen Spaziergang erreichbar. Sehr praktisch ist auch der Fahrradverleih des Hotels, da Valencia recht weitl√§ufig ist und die Stadt aufgrund der vielen Fahrradwege geradezu zum Radeln einl√§dt. Besonders sch√∂n kann man durch das ehemalige Flussbett des Turia radeln. Warum das Flussbett trocken ist? 1957 hat ein katastrophales Hochwasser Valencia heimgesucht und man entschied kurzerhand, den Turia umzuleiten und aus den ehemaligen Flusslauf zu einer Parkanlage namens „Jardin del Turia“ umzugestalten. Noch heute reden die Einheimischen, als g√§be es dieses Gew√§sser immer noch. „Vamos al rio – Lass uns ‚runter zum Fluss gehen!“, hei√üt es dann.

Ciutat de les Arts i les Ci√®ncies – Moderner Kunst- und Wissenschaftspark in futuristischer Architektur (im Hintergrund die Pont l’Assut de l’Or – Br√ľcke als Teil der Stadt der K√ľnste)

Den ersten Spaziergang haben wir ans Meer unternommen. Vom Hotel geht man in einer guten halben Stunde zum breiten Playa las Arenas mit seiner kleinen Uferpromenade. Die kleinen Caf√©s und Restaurants laden zum Verweilen ein. Wir haben uns in einem Eiscaf√© sozusagen das Regionalgetr√§nk Valencias, eine Horchata, geg√∂nnt. Die Horchata (auch valenzianisch „Orxata“ ist eine Erdmandelmilch, die aus den N√ľssen der Chufas hergestellt wird. Diese werden im Norden Valencias, in der Region um Alboraya, angebaut. In Valencia gibt es so einige Horchaterias, die diese frisch bereitete Spezialit√§t mit dem nussig-s√ľ√üen Geschmack anbieten. Dazu wird oftmals Farton, ein l√§ngliches Geb√§ck, gereicht. Horchata ist die ideale Erfrischung im Sommer. Unbedingt probieren!

Horchata-Stand am Plaza Ayuntamiento

Neben der Horchata ist das das traditionelle Regionalgericht die Paella Valenciana. Diese wird nicht mit Meeresfr√ľchten, sondern mit Huhn und Kaninchen zubereitet. Da ich kein Kaninchen esse, ist dies allerdings keine Option f√ľr mich. Aber vielleicht f√ľr dich? Nach vielen leckeren Paellas und Tapas war uns an diesem Abend einmal nach einem klassischen Hamburger. Ein toller Tipp ist Franky’s Street Food, der das Handwerk am Burger mehr als versteht! Ausgezeichnetes galizisches Rindfleisch wird hier verarbeitet, viele Varianten vom Klassiker bis zum Thai Burger und nat√ľrlich eine vegetarische Variante werden angeboten. Ich habe mich f√ľr den Burger mit Ziegenk√§se und karamellisierten Zwiebeln entschieden, obwohl der Avocado-Burger auch auf meiner Favoritenliste stand. Der Goat Cheese Burger – ein Traum! Franky’s bietet auch andere amerikanische Spzialit√§ten an, die auf meiner „To Eat – Bucket List“ stehen: Pork Ribs Louisiana und mein „Favorite“ aus der heimlichen Hauptstadt Louisianas, der New Orleans Po’Boy (siehe meinen Artikel √ľber New Orleans).

Vom Strand aus kann man mit dem Bus f√ľr 1,50 ‚ā¨ pro Strecke oder mit der Metro (ebenfalls 1,50 ‚ā¨ plus 1 ‚ā¨ f√ľr den aufladbaren Fahrschein) in die Altstadt (Haltestelle Col√≥n) fahren. F√ľr Besucher ist die¬†Valencia Tourist Card attraktiv. Diese ist als 24 Std. (15 ‚ā¨), 48 Std. (20 ‚ā¨) oder 72 Std.-Ticket (25 ‚ā¨) erh√§ltlich und erm√∂glicht so uneingeschr√§nktes Fahrvergn√ľgen. Aber die Valencia Tourist Card bietet noch mehr:

  • Kostenlosen Eintritt in die wichtigsten st√§dtischen Museen und Monumente, wie neben vielen anderen Sehensw√ľrdigkeiten die Lonja de la Seda (Seidenb√∂rse), die Torres de Serrano y de Quart (Stadtt√ľrme), das Museo Fallero (Fallas-Museum) oder die Almoina¬†
  • Sondererm√§√üigungen auf Eintrittskarten f√ľr die bedeutendsten touristischen Attraktionen der Stadt.
  • Stadtplan von Valencia und einen F√ľhrer mit Erm√§√üigungscoupons f√ľr viele touristische Dienstleistungen, Restaurants und Gesch√§fte.¬†
  • Eine Tapa, ein Glas Bier oder ein Erfrischungsgetr√§nk

Im Einzelfall muss sich dieses Angebot nicht unbedingt preislich lohnen. Auf jeden Fall aber ist der Luxus, die Tickets nicht erst vor jeder Fahrt, vor jedem Eintritt beschaffen zu m√ľssen, nicht von der Hand zu weisen.

In der Altstadt sind alle Sehensw√ľrdigkeiten fu√ül√§ufig zu erreichen. Wir haben uns einfach treiben lassen. Als Ausgangspunkt im Zentrum der Stadt bietet sich an, die Kathedrale, La Seu de Val√®ncia zu besichtigen. Im Innern ist der Heiligen Kelch zu sehen, welcher der √úberlieferung der √úberlieferung nach der Kelch des¬†Letzten Abendmahls Jesu Christi¬†mit seinen J√ľngern sein soll. Vom Kathedralenturm Miguelete genie√üt man einen spektakul√§ren Blick auf die Stadt. 207 Stufen musst du allerdings erst einmal hinauf steigen, bevor dir Valencia zu F√ľ√üen liegt.

La Bernarda – Paella Restaurant auf dem Mercado de Tapineria

Nicht minder beliebt f√ľr einen Aufstieg mit Blick √ľber die Stadt ist der schmale Barockturm der Santa Catalina – Kirche. Mit nur 2 ‚ā¨ bist du dabei. Wenn du vom Col√≥n √ľber den Plaza Alfonso El Magn√°nimo √ľber den Carrer de la Paz spazierst, siehst du den imposanten Turm schon von Weitem.

Mercado Central

Ein Fest f√ľr die Sinne erwartet dich in der Zentralen Markthalle, demMercado Central. Serrano-Schinken, Gew√ľrze, frisches Obst und Gem√ľse, herrliche Oliven, Fisch, Wein, Geb√§ck und vieles mehr werden hier an Hunderten von St√§nden zum Kauf angeboten. In einem eigens abgetrennten und gek√ľhlten Abschnitt der Markthalle findest du frischen Fisch und Meeresfr√ľchte – vom Aal bis zu Garnelen wird so ziemlich alles angeboten, was den Fischliebhaber ins seinen Bann zieht.

Man kann sich nach Lust und Laune durch Europas gr√∂√üte Frischmarkthalle f√ľr Endverbraucher schlemmen. Hier einen Caf√© Cortado, dort Tapas mit K√§se, Schinken und Wurst oder ein Glas Wein und eine Paella Valencia frisch aus der Pfanne? Oder doch lieber Churros con Chocolate und Horchata? Einen Stand findest du au√üerhalb der Markthalle.

Serrano-Schinken im Mercado Central

Aber die Markthalle bietet nicht nur kulinarische Gen√ľsse, denn das im Jugendstil erbaute Geb√§ude ist auch ein architektonisches Schmuckst√ľck. Ein Blick nach oben f√ľhrt zu der mit bunten Kacheln verzierten Glaskuppel, durch die das Tageslicht in die mit wei√üen Eisenverstrebungen konstruierten Markthalle f√§llt. Wundersch√∂n! Ein absolutes Muss in Valencia!

Blick auf die Markthalle mit der imposanten Kuppel

Gleich gegen√ľber der Markthalle befindet sich das n√§chste bautechnische Juwel: La Lonja de la Sedadie Seidenb√∂rse von Valencia. Das Ende des 15. Jahrhunderts als Warenb√∂rse errichtete gotische Geb√§ude besteht aus vier Teilen: dem Turm, dem Saal des Meereskonsulats, dem Orangenhof und dem S√§ulensaal. In letzterem, dem Sala de la Contratacion, schlossen die Seidenh√§ndler die Vertr√§ge. Die Hafenstadt Valencia war zu einer Hochburg der Seidenproduktion herangewachsen, die den begehrten Stoff in alle Welt exportierte. Das UNESCO Kulturerbe gleicht aufgrund seiner dicken Mauern und Zinnen allerdings eher einer mittelalterlichen Burg als einem Handelsplatz f√ľr Seide.

La Lonja de la Seda Рdie Seidenbörse

√úber kleine interessante G√§sschen, insbesondere √ľber die Carrer del M√ļsic Peydr√≥ (Valencias „Korbgasse“) gehen wir in Richtung des Plaza Ayuntamiento (Rathausplatz), der von den beeindruckenden Geb√§uden Ayuntamiento (Rathaus) und Correos (Post) flankiert wird. Und jetzt muss leider einmal der Kulturbanause mit Vollgas aus mir heraus. Hier ist n√§mlich auch ein Five Guys am Platze. Der ist nat√ľrlich nur erlaubt f√ľr alle diejenigen, die Tapas, Paellas & Horchata schon in vollen Z√ľgen genossen haben! ūüôā

Carrer del M√ļsic Peydr√≥ (Valencias „Korbgasse“)
Plaza Ayuntamiento

Im S√ľden der Altstadt verlassen wir das historische Zentrum Valencias und gelangen nach Ruzafa mit seiner Stierkampfarena Plaza de Toros und der im Stil des Brutalismus erbauten und damit f√ľr mich sehr gew√∂hnungsbed√ľrftigen Markthalle Mercat de Ruzafa.

Ruzafa ist ein wenig wie Neuk√∂lln in Berlin oder Williamsburg in New York – hip, multikulturell und alternativ. Und so zieht das Szeneviertel mit seinen au√üergew√∂hnlichen L√§den, erfrischenden Kunst-Galerien, trendigen Restaurants, Bars und Caf√©s vor allem junge, kreative Menschen an. Lass‘ dich einfach durch die Stra√üen treiben, es gibt viel zu entdecken!

6 Tipps in Ruzafa

  • Caf√© Ubik: Drei Freunde, die sich in ihrem Erasmus-Jahr kennen gelernt haben, er√∂ffnen gemeinsam eine Bar zu er√∂ffnen. Mittlerweile hat das Ubik Caf√© Kultstatus. Es ist Caf√©, Bar, Buchladen und Kulturzentrum mit Veranstaltungsangebot in einem. Calle Literato Azor√≠n 13, √Ėffnungszeiten im Winter: Mo-Mi und So: 12-00, Do: 12-00:30, Fr-Sa: 12-02:00
  • Dulce de Leche: Kleines Caf√© im Herzen von Ruzafa. Hier werden selbstgemachte Kuchen und kunstvolle Torten, Cupcakes, frisch gepresste S√§fte und Shakes (Oreo-Shake!) sowie Herzhaftes angeboten. Ein g√ľnstiges Fr√ľhst√ľck bekommst du hier von 9:30-15:30 Uhr f√ľr nur sechs Euro. Calle San Vicente M√°rtir 52. √Ėffnungszeiten: 9-21 Uhr
  • Olh√∂ps: Lokale, handwerkliche gebraute Biere vom Fass und (√ľber 100 verschiedene!) aus der Flasche. Top Adresse f√ľr Craft Beer Liebhaber! Sueca 21, √Ėffnungszeiten: 18:30-01.30 Uhr.
  • Pescaderia Pepe: Origineller Fischimbiss in einem ehemaligen Fischladen. Hier gibt es die verschiedensten Fisch-Tapas aus der Dose! Geniale Idee! Literato Azor√≠n 18. √Ėffnungszeiten: 00:30-16 Uhr
  • Slaughterhouse: Bar und Buchhandlung zugleich in einem ehemaligem Schlachthof. Hier kannst du ausgezeichnete Burger, Sandwiches und saisonale Tapas aus der lokalen K√ľche probieren. Umgeben bist du dabei voller B√ľcher, die du auch kaufen kannst. Au√üerdem finden hier Veranstaltungen wie Buchpr√§sentationen, Kunstausstellungen und Live-Musik statt. Calle Denia 22. √Ėffnungszeiten: durchgehend
  • Gnomo: Kleiner Laden mit witzigen Geschenkartikeln und anderen kreativen Kleinigkeiten. Calle Cuba 32, √Ėffnungszeiten: Mo-Sa: 11-14, 17-21 Uhr
  • Kauf Vintage: Ausgew√§hlte Second-Hand Bekleidung und Batik Workshops in der Calle Doctor P√©rez Feliu 20 3 B. √Ėffnungszeiten: Mo-Sa: 10:30 -14, 17-21 Uhr.
Trendviertel Ruzafa

Meine Skyline von New York – mit ArtNight auf die Leinwand gebracht

New York ist meine Lieblingsstadt. New York ist f√ľr mich eine fesselnde, stetig wandelnde Metropole, die mich immer wieder zu neuen Entdeckungsfeldz√ľgen herausfordert. Und so komme ich immer wieder – Jahr f√ľr Jahr – ohne dass der Big Apple zu irgendeinem Zeitpunkt auch nur ein klitzekleines Bisschen an Faszination eingeb√ľ√üt h√§tte.

Das wissen auch meine beiden M√§dels. Und die haben sich etwas Tolles f√ľr mich zum Geburtstag einfallen lassen: Eine ArtNight mit dem Thema „New York Skyline“!

Ich wei√ü nicht, wann ich das letzte Mal einen Pinsel in der Hand hatte! Ewig lange her muss es sein. Eigentlich schade, denn in der Schule hatte ich am Kunstunterricht immer super viel Spa√ü. Nun aber hatte ich endlich einmal wieder die Gelegenheit mich k√ľnstlerisch auszutoben und die Vorfreude war riesig!

Und dann kam der Tag, als wir uns zu Dritt auf nach Frankfurt machten! Die ArtNight fand statt in der Cultfee in Alt-Fechenheim. Die Philosophie dieses s√ľ√üen, kleinen Caf√©s ist, Kulinarisches mit Kunstprojekten zu verbinden. So finden hier Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und eben hin und wieder die ArtNight statt.

Artnight in der Cultfee.. Bald geht’s los!

Wir werden herzlich von unserer K√ľnstlerin Maria begr√ľ√üt, als wir das Caf√© betreten. Alles ist bereits arrangiert: Die Staffeleien mit Lampe, Pinsel, hochwertige Farben von Marabu und ein Malerkittel liegen bereit. Wir suchen uns Pl√§tze nebeneinander aus und schauen ehrf√ľrchtig auf das Beispiel-Kunstwerk der New York Skyline, das schon als Inspiration an der Wand thront. Wir bestellen uns einen Latte Macchiato und nach und nach erscheinen die anderen Teilnehmer der ArtNight. Als wir alle beieinander sind begr√ľ√üt uns Maria noch einmal und stellt uns kurz den Ablauf des Abends vor. Dann gibt sie eine kleine Einweisung mit wertvollen Tipps und Tricks, wie wir unser Kunstwerk bearbeiten k√∂nnen. Eines schie√üt sie noch vorweg: „Ihr werdet am Ende des Abend v√∂llig verschiedene und einzigartige Kunstwerke mit nach Hause nehmen! Viel Spa√ü euch allen!“ Na denn.. los geht’s!

Wir beginnen, die Umrisse der Skyline zu skizzieren, bevor wir dann mit der Aquarell- oder Spachteltechnik – je nach Vorliebe – unser Werk Schicht f√ľr Schicht aufbauen. Maria ist jederzeit Ansprechpartner f√ľr unsere Fragen und unterst√ľtzt ratgebend den Prozess. Sie besitzt gekonnt das Geschick, uns mit den n√∂tigen Kunsthandgriffen zu versorgen, uns aber dennoch zu unserem pers√∂nlichen Stil zu ermutigen.

Fast fertig.. tolle Atmosphäre bei ArtNight

Nach der H√§lfte der Zeit, ich bin noch total vertieft in meine Sache, fordert uns Maria auf, bewusst Abstand zu nehmen, ein P√§uschen zu machen und auch die anderen Kunstwerke in Augenschein zu nehmen. Es ist tats√§chlich unglaublich, wie viele unterschiedliche Bilder da im Werden sind. Eines schaut aus wie ein √Ėlgem√§lde, das andere ist ganz in Gold-Gelb-T√∂nen gehalten und wieder ein anderes ist mit der Spachteltechnik entstanden und sieht richtig futuristisch aus. Wir kommen miteinander ins Gespr√§ch, wertsch√§tzen unsere Kunstwerke gegenseitig, geben uns Tipps, lachen miteinander. Eine tolle Atmosph√§re – ich bin begeistert! Inspiriert von den anderen „Skylines“ setzen wir unsere Arbeit fort. „Jetzt nichts verschlimmbessern!“ ermahnt uns Maria lachend und sie hat Recht. Es sind tats√§chlich nur noch wenige Handgriffe n√∂tig um das Bild zu vollenden. Auch hier hat Maria Tipps parat. Am Ende halten wir tats√§chlich 15 grandiose Kunstwerke in den H√§nden! Und tats√§chlich gleicht keines dem anderen, jedes hat seine eigene individuelle Handschrift. Toll!

Meine ganz pers√∂nliche Skyline von New York! ‚̧

Mein Fazit: Ich habe bei ArtNight mit Hilfe von Maria mein ganz eigenes kleines Kunstwerk erschaffen k√∂nnen und New York „auf die Leinwand“ gebracht – ganz so wie ich es sehe. Es ist absolut nicht preisverd√§chtig, aber dennoch bin ich ein wenig stolz, in so kurzer Zeit eine so markante und farbenfrohe New Yorker Skyline gestaltet zu haben. Die relaxte Atmosph√§re in der Cultfee hat auch meine beiden T√∂chter befl√ľgelt, die volle kreative Kraft auf Leinwand zu bannen. Fantastische Bilder sind das Ergebnis und ich muss staunen, wie eindrucksvoll die beiden jungen Damen die Wolkenkratzer New Yorks in Szene gesetzt haben. Wir drei sind uns auch in diesem Punkt einig: „Jetzt m√ľssen wir nur noch sch√∂ne Pl√§tzchen an der Wand finden, wo unsere pers√∂nliche „New York Skyline“ besonders gut zur Geltung kommt!“

10 ultimative Tipps f√ľr die Buchung von Mietwagen weltweit

Du willst dich auf einen selbst geplanten Roadtrip in den USA machen? Tolle Sache, kannst du doch ganz individuell und unabhängig deine Stopps abstecken. Hier gebe ich dir ein paar Tipps auf den Weg, wie du Schnäppchen erkennen kannst, versteckte Zusatzkosten vermeidest und bei der Übernahme am Mietwagen-Schalter nicht noch draufzahlst!

Gleich vorweg, ich buche seit vielen Jahren √ľber das Portal von billiger-mietwagen.de und das hat seine Gr√ľnde. Erstens bietet Billiger Mietwagen eine transparente Suchmaschine insbesondere was die Leistungsmerkmale und Versicherungsleistungen angeht. Die sehr gro√üe Auswahl an Low-Coast-Angeboten kannst du noch zus√§tzlich nach deinen pers√∂nlichen W√ľnschen filtern. Die Buchung verl√§uft schnell und unkompliziert. In vielen F√§llen hast du dar√ľber hinaus die M√∂glichkeit kostenlos zu stornieren.

Darauf solltest du im Einzelnen bei der Buchung achten:

1) Ausreichender Versicherungsschutz: Diese drei Versicherungen sollten im Paket sein, auch wenn es g√ľnstigere Angebote gibt. Denn im Schadensfall kann es dann richtig teuer werden:

  • Vollkasko mit Erstattung der Selbstbeteiligung (sonst kann es passieren, dass bei kleinsten Kratzern es eine saftige Rechnung hagelt!)
  • Haftpflicht √ľber mindestens 1 Mio. ‚ā¨ (absolut wichtig, insbesondere wenn andere Personen durch einen Unfall zu schaden kommen!)
  • Glas-/Reifenschutz

2) Freie Kilometer РWahl: Schließlich willst du im Urlaub nicht ständig schauen, wie viel km noch ohne Zusatzkosten möglich sind!

3) Wahl einer faire Tankregelung ohne Servicekosten: Das ist dann der Fall, wenn dir der Mietwagen voll getankt bereit gestellt wird und du ihn auch voll getankt wieder abgeben kannst. Die Tank-Regelungen, das Auto mit leerem Tank abzugeben klingt zwar verlockend, ist es aber nicht. Erstens kannst du unm√∂glich den Kraftstoff bis zum Schluss punktgenau verfahren. Au√üerdem l√§√üt sich der Anbieter das Auftanken mit einer zus√§tzlichen Servicegeb√ľhr von oftmals 30 ‚ā¨ vergolden.

4) Pr√ľfung der Kautionsh√∂he: Achte darauf, dass die in den Mietbedingungen angegebene Kaution nicht dein Kreditkarten-Limit sprengt! Gewisse Vermieter setzen darauf, um dir zus√§tzliche Kosten aufzubrummen! Lieber also das Limit erh√∂hen lassen!

5) Mindestalter beachten: Das Mindestalter ist in der Regel 21 Jahre. Und solltest du noch unter 25 Jahre alt sein, k√∂nnen saftige Zusatzgeb√ľhren pro Tag anfallen.

6) Angabe von zusätzlichen Fahrern: In der Regel wird nur ein Fahrer in den Mietvertrag aufgenommen. Einen weiteren Fahrer kannst du zusätzlich buchen.

7) Lage der Mietstation: An vielen Flugh√§fen musst du erst mit dem Shuttle zur Mietwagenstation fahren. Oftmals gibt es allerdings auch Vermieter, die ihre Station im Flughafen haben und andere eben au√üerhalb des Gel√§ndes. Wenn du die Wahl zwischen diesen Anbietern hast und du m√∂chtest ohne gro√üen Zeitverlust an deinen Mietauto gelangen, dann aktiviere die Option „Station im Terminal“.

Buchungsbeispiel bei billiger-mietwagen.de

Darauf solltest Mietwagen√ľbernahme und -r√ľckgabe achten:

1) Nicht unter Druck setzen lassen hinsichtlich fehlenden Versicherungsschutzes: Am Schalter wollen dir die Mitarbeiter meistens noch diverse Versicherungen aufschwatzen – und das hin und wieder leider auch recht aggressiv. Dir wird dann suggeriert, dass du diesen und jenen Versicherungsschutz gar nicht hast und unbedingt brauchst. Hier hei√üt es cool bleiben, denn das ist nat√ľrlich in den allermeisten F√§llen Unsinn. Du musst √ľbrigens niemals eine Zusatzversicherung abschlie√üen, um dein Auto zu bekommen! Lass‘ dich also nicht unter Druck setzen! Am besten du bist liest vorher nochmal nach, welchen Versicherungsschutz du gebucht hast. Um den Mitarbeiter in den USA schnell zu entwaffnen kannst du ihm dieses Schreiben vorlegen!

2) Mietwagen nach Sch√§den untersuchen: Nimm dir Zeit, den Mietwagen nach Dellen, Kratzer und sonstigen M√§ngeln unter die Lupe zu nehmen! Markiere Sch√§den auf dem √úbernahmeprotokoll und lass dir dies quittieren. Und los geht’s auf deinen Roadtrip!

Information for Europcar (oder anderen Vermieter) – falls man dir Versicherungen andrehen will…

I have already bought the following insurance through my supplier AutoEurope:

  • Collision Damage Waiver (CDW) and Theft Protection (TP), each without excess (in case of an accident or theft, the customer initially pays the excess to (z. B.) Europcar, but gets refunded on return by supplier „AutoEurope“ in accordance with their standard terms and conditions.)
  • Protection against damage to glass and tyres
  • Insurance cover for damages to the car’s undercarriage
  • Third party liability covering up to Euro 833.990 (1.000.000 USD)

Folgende Leistungen sind √ľber meinen Anbieter Auto Europe bereits abgedeckt:

  • Vollkasko ohne Selbstbeteiligung (Kunde zahlt im Schadenfall oder bei Diebstahl die Selbstbeteiligung zun√§chst an Vermieter Europcar, bekommt diese jedoch nach R√ľckkehr von Anbieter „AutoEurope“ gem√§√ü dessen AGB erstattet.)
  • Schutz f√ľr Sch√§den an Glas und Reifen
  • Schutz f√ľr Sch√§den am Unterboden
  • Haftpflichtsumme in H√∂he von 833.990Euro (1.000.000USD)

Mietwagen vergleichen auf Deutschlands größtem Mietwagen-Preisvergleich

Dein Vertrauen ist mir wichtig! Dieser Beitrag enth√§lt einen Empfehlungs-Link. Wenn du √ľber diese Links etwas kaufst oder buchst, erhalte ich eine kleine Provision. F√ľr dich bleibt der Preis unver√§ndert und du kannst so meinen Blog ganz einfach unterst√ľtzen. Ein riesiges Dankesch√∂n an dich, Tanja

Meine 11 Lieblings-Food-Spots in NY: G√ľnstig und ungezwungen essen gehen

In New York City kann man sagenhaft viel Geld f√ľr gutes Essen ausgeben – oder eben auch nicht! Von s√ľ√ü bis herzhaft und von exotisch bis typisch amerikanisch habe ich f√ľr euch 11 ultimative Tipps f√ľr s√ľndhaft gutes Essen zusammengestellt. Hier k√∂nnt ihr in zwangloser Atmosph√§re einen Snack zu euch nehmen, ohne euer Portmonee zum √Ąchzen zu bringen. Und selbstverst√§ndlich habe ich alle L√§den ausnahmslos getestet und f√ľr mega yummy befunden.

1) Fantastische Burger: Shake Shack im Madison Square Park

Dies ist der Ort, den ich oftmals als erstes ansteuere, wenn ich endlich wieder in meinem geliebten New York gelandet bin. Das hat vielerlei Gr√ľnde. Zum einen bin ich quasi „Burger-ausgehungert“, denn die besten Burger gibt es nunmal in den USA und zu den besten Fast Food Burger geh√∂ren f√ľr mich einfach Five Guys, Shake Shack und In-N-Out Burger (letzteren gibt es leider nicht an der Ostk√ľste). Es ist dieses leckere R√∂staroma des Fleisches, das so ganz anders schmeckt als bei uns. Was einst als Hot Dog – Wagen im Madison Square Park begann ist mittlerweile eine weltweite Institution (leider hat es Shake Shack noch nicht nach Deutschland geschafft! :-)). Obwohl man im Madison Square Park umgeben ist von Wolkenkratzern und den stark befahrenen Durchfahrtsschneisen Manhattans, kann man in dieser kleinen Stadtoase kurz einmal der Gro√üstadthektik entfliehen. Bei Shake Shack gibt es auch eine Schanklizenz, so dass man sich zum Burger auch ein leckeres Brooklyn Lager genehmigen kann! Im Sommer einfach nur herrlich! √úbrigens, das Flat Iron Building und die Birreria Rooftop Bar sind gleich vis √° vis.

SHAKE SHACK
Southeast corner of Madison Square Park
(Madison Avenue & E.23rd Street)
Manhattan, NY, 10010
https://www.shakeshack.com

2) „Scharfe“ Dumplings bei Xian Famous Foods

Eigentlich kann man in Manhattan’s Chinatown oder auch in Flushing authentisch und g√ľnstig chinesisch essen gehen – wohlgemerkt zu kleinen Preisen. Und dennoch haben mich die Spinat-Dumplings von Xian Famous Foods s√ľchtig gemacht. Serviert werden sie mit oder ohne scharf-saurer Suppe. Dazu g√∂nne ich mir gerne ein Tsingtao, das ich auf meiner China-Rundreise sehr sch√§tzen gelernt habe oder einen leckeren Chrysanthemen-Tee.

Alternativ gibt es handgezogene Nudeln in allen Variationen, Tofu-Gerichte, Suppen und exotisch angehauchte Salate. Alle Gerichte unter 10 $!!!

XIAN FAMOUS FOODS
z. B. in Chinatown
45 Bayard St
Manhattan, NY 10013
https://www.xianfoods.com

3) Ivan Ramen – ab in den Slurp Shop im Gotham West Market

Scharf oder weniger scharf, vegetarisch oder als Variante mit Fleisch: im Schl√ľrf-Shop im Stadtteil Hells Kitchen wirst du mit dem japanischen Nudelsuppen – Gericht bestens versorgt. An einem Counter sitzt du ungezwungen vor deinem lecker dampfenden Shio oder Shoyu Ramen nach Tokyo Art oder anderen fantastischen „Original’s“. Ivan Ramen gibt es in der Lower Eastside oder in Hells Kitchen im Gotham West Food Market. Besonders an kalten Tagen ist der Ramen Hot-Spot zu empfehlen, denn hier wird dir wieder gut „eingeheizt“!

IVAN RAMEN
600 11th Ave
Manhattan, NY, 10036
https://www.ivanramen.com

4) Schlaflos ohne S√ľ√ües? – Cookies bei Insomnia

Fr√ľher oder sp√§ter kommt der Hunger auf was S√ľ√ües – jedenfalls bei mir. Und wer kann Cookies besser als die Amerikaner? Bei Insomnia wirst du mit den warmen Cookies und der zart im Mund schmelzenden Schokolade direkt in den s√ľ√üen Genusshimmel bef√∂rdert. Du kannst zwischen Traditional und Deluxe Cookies w√§hlen. Wie w√§re es mit Smore’s, randvoll mit Vollkornkeks-St√ľcken, Marshmallows und Schokolade? Oder der Chocolate Peanut Butter Cup, beladen mit Reese’s Peanut Butter St√ľckchen? Oder doch der traditionelle White Chocolate Macadamia Cookie? It’s totally up to you! Gibt’s u. a. 8 x in Manhattan!

INSOMNIA COOKIES
z. B. 304 West 14th Street (Meatpacking)
New York, NY, 10014

https://insomniacookies.com

5) Preiswerter Lobster Roll in Red Hook’s Fairway Market

Nat√ľrlich sind Luke’s Lobster und Red Hook Lobster Pound die angesagtesten Adressen f√ľr Lobster Rolls. Ich habe allerdings meinen pers√∂nlichen Favorite f√ľr unschlagbare 9 $ im Deli des Fairway Market in Red Hook gegessen. Allein der Fairway Supermarkt mit seiner riesigen Auswahl an Spezialit√§ten ist schon eine Augenweide. Von Kaffee in S√§cken zum selber Abf√ľllen √ľber eine gigantische Auswahl an exotischem Obst und Gem√ľse, K√§se und Dry Aged Beef bis hin zu Bioprodukten aller Art reicht das Angebot. Der angrenzende Deli hat die Lobster Rolls im Angebot. Die kann man sich herrlich auch auf dem Outdoor Deck schmecken lassen – √ľbrigens direkt am Wasser mit Blick auf den East River und auf die Freiheitsstatue! Wie kommt man hin? Am besten du nimmst einfach von Manhattan aus das Ikea Water Taxi (auch: Ikea Express Ferry), denn Ikea ist gleich um die Ecke. So verbindest du Kulinarisches mit einem herrlichem Ausflug auf dem Wasser und kannst im Anschluss noch durch die Van Brunt Street mit Gallerien, Shops und Caf√©s schlendern. Abfahrt: Pier 11/Wall Street

Hinter dem Fairway Market am East River mit Blick auf die Freiheitsstatue
Food Deck (blaue Schirme) & Red Hook Patio Grill 

FAIRWAY MARKET
480-500 Van Brunt Street
Brooklyn, NY 11231

https://www.fairwaymarket.com

Red Hook ist dein Ding? Meins auch! Hier bekommst du 9 Tipps f√ľr Red Hook in Brooklyn!

6) Full Moon Pizza im Little Italy der Bronx

Die italienischen Auswanderer Familien brachten sie nach √úbersee: die Pizza! NYC verf√ľgt √ľber viele au√üerirdisch gute Pizza Hot Spots. Meine leckerste Pizza in j√ľngster Zeit habe ich jedoch in Little Italy, Bronx, entdeckt. Auf der Arthur Avenue sind so einige Delikatessen-Gesch√§fte angesiedelt, u. a. auch ein italienischer Retail Markt mit eigener Zigarrenmanufaktur. Dort kann man den Zigarrendrehern direkt bei der Arbeit zuschauen.

Die Traditionspizzeria Full Moon (seit 1976) bietet ganze Pizza oder im St√ľck. Ich habe mir ein St√ľck „Speciality Slice“ mit BBQ-Pulled Pork f√ľr 5,50 $ geg√∂nnt. Himmlisch! Und f√ľr uns Europ√§er ja immer super wichtig: Man kann drau√üen an der Arthur’s Avenue unter B√§umen sitzen – inmitten im bunten Little Italy! Slices ab 3,50 $!

FULL MOON PIZZA
600 E. 187th Street 
Bronx, NY 10458 

http://www.fullmoonpizza.com

Mehr Lust auf Pizza? Es gibt zwei rivalisierende Hot Spots unter der Brooklyn Bridge! Und beide haben s√ľndhaft leckere Pizza: Pizzakrieg unter der Brooklyn Bridge ‚Äď Grimaldi‚Äôs vs Juliana‚Äôs

7) Mexican Style & more: Otto’s Tacos

Mexican Style Snack

Ideal f√ľr den kleinen Snack zwischendurch ist Otto’s Tacos. Die Taqueria findest du 4 x in Manhattan. Die Tortillas werden t√§glich frisch zubereitet und mit lecker gew√ľrzten F√ľllungen versehen. Frei nach der Devise „Pick it – Fill it“ kannst du dir deinen Street Taco oder deine Taco Bowl selbst zusammenstellen. F√ľr deine Proteinzufuhr kannst du zwischen Chicken, Carne Asado, Shrimps oder Veggies w√§hlen. Das Ganze l√§sst sich mit einer sch√∂nen Portion Guacamole und dem lateinamerikanischen Kultgetr√§nk Horchata perfekt abrunden. Und schon bist du wieder fit f√ľr den n√§chsten Streifzug durch New York.

OTTO’S TACO (4x in Manhattan)
z. B. 141 Second Avenue
(St. Marks & E. 9th St.)

Manhattan, NY 10003
http://ottostacos.com

8) BBQ vom Feinsten: Mighty Quinn’s

F√ľr den einen muss es manchmal Fleisch sein, f√ľr den anderen Low Carb. Wie auch immer du es nennen magst, hier gibt es „slow smoked“ BBQ-Fleisch vom Feinsten. Mighty Quinn’s gibt’s 5 x in Manhattan, u. a. auch direkt am Broadway in Midtown. Ob Brisket, Burnt Ends oder Pulled Pork – der Fleischliebhaber kommt hier voll auf seine Kosten. Alle Einzelportionen liegen unter 10 $. Darf es auch ein wenig √ľppiger f√ľr den herzigeren Appetit sein? Dann bestelle dir die Brontosaurus Rib f√ľr 35 $. Die massive 6-Pound-Querrippe mit zartem Fleisch(berg) wird ca. 18 Stunden im Smoker gegart. Man wird es dir verzeihen, wenn du das Ganze wie ein Flintstone verspeist!

MIGHTY QUINN’S
1407 Broadway
Manhattan, NY 10018

https://www.mightyquinnsbbq.com

9) Nathan’s Famous Hot Dogs am Coney Island Beach

1916 er√∂ffnete der polnische Einwanderer Nathan Handwerker einen Hot-Dog-Stand auf Coney Island. Und noch heute steht das urspr√ľngliche Coney Island Restaurant an der Ecke Surf and Stillwell Ave- die ideale Lage f√ľr einen Snack am Strand. Oder du genehmigst dir einen an den Hot Dog Carts der Stadt. Die Chili Dogs sind eher nicht so mein Ding, ich ziehe das Original vor: Den World Famous Beef Hot Dog. Solltest du ge√ľbter „Hot-Dogger“ sein, dann kannst du dich f√ľr den j√§hrlichen Hot Dog Contest auf Coney Island anmelden. Der Rekord liegt bei 73. Das sind schlappe 12.000 Kalorien. Na dann Guten Appetit!

NATHAN’S FAMOUS
1310 Surf Ave
Brooklyn, NY 11224

https://nathansfamous.com

10) Vitamine bei Sweet Greens

Healthy Food bei Sweet Greens

Irgendwann kann in New York der Punkt kommen, an dem es etwas Gr√ľnes & Gesundes sein muss. Dann ist es Zeit f√ľr f√ľr die mit saisonalem Gem√ľse best√ľckten Super Food Bowls! Du stellst sie dir entweder selber zusammen oder w√§hlst eine der √† la carte Bowls. Die Harvest Bowl zum Beispiel beinhaltet wilden Bioreis, geraspelten Kohl, ger√∂stete S√ľ√ükartoffel, gebrannte Mandeln, √Ąpfel, Ziegenk√§se, Grillh√§hnchen-St√ľcke und Balsamico Vinaigrette. Es gibt auch eine Bestell-App, damit du nicht lange warten musst. Die Schlangen k√∂nnen sich insbesondere in der Mittagspause ganz sch√∂n in die L√§nge ziehen.

SWEET GREENS
z. B. in NoLIta
100 Kenmare St 
Manhattan, NY 10012
https://www.sweetgreen.com

11) Der amerikanische Teigklassiker im Quadrat: Doughnut Plant

Jetlag Breakfast bei Doughnut Plant

Ein richtig sch√∂nes amerikanisches Fr√ľhst√ľck kann durchaus auch mal s√ľ√ü sein. Insbesondere dann, wenn es sich um Donuts von Doughnut Plant handelt. Dazu gibt es einen leckeren Cappuccino aus der Barista-Maschine. Die Donuts werden den ganzen Tag √ľber in in New York City frisch von Hand zubereitet. Es kommen weder Eier noch Konservierungsmittel noch k√ľnstliche Zutaten in die Donuts. Alle Donuts sind glutenfrei. Und es wird kein Transfett verwendet. Und so schmeckt es auch… Die Qual der Wahl kann dir allerdings keiner nehmen. Ich habe mich auf die quadratischen Donuts beschr√§nkt und mich f√ľr den Peanut Butter & Jam entschieden. Die pure S√ľnde! Da l√§uft mir schon beim Schreiben wieder das Wasser im Munde zusammen.

Doughnut Plant in der Lower Eastside

DOUGHNUT PLANT
(5 x in New York z. B. in der Lower Eastside)
379 Grand Street
Manhattan, NY, 10012
https://www.doughnutplant.com

Lust auf weitere Streifz√ľge durch New York?

In meinem Buch „Streifz√ľge durch New York“ √ľber eine unendliche Reisegeschichte durch ein sich stetig wandelndes New York, kannst du mir in 26 Kapiteln mit vielen Illustrationen auf dieser Entdeckungsreise durch die Megametropole folgen. Ich freue mich, wenn es dir gef√§llt. ‚̧ԳŹ

Streifz√ľge durch New York f√ľr Tolino (bei Thalia)
Streifz√ľge durch New York f√ľr Tolino (bei Weltbild)
Streifz√ľge durch New York f√ľr Tolino (bei Hugendubel)
Streifz√ľge durch New York f√ľr Kindle

Midtown Manhattan – Drei Insider-Tipps

15 Seconds of Fame – leider ausgesetzt ūüė¶

Leider scheint die Kampagne „15 Seconds of Fame“ bis auf weiteres ausgesetzt zu sein. Die Kommunikation mit American Eagle war weder √ľber E-Mail noch √ľber Chat aufschlussreich. Keiner wei√ü tats√§chlich Bescheid. Da hilft jetzt nur noch, vor Ort nachzufragen. Ich halte euch auf dem Laufenden. In der Hoffnung, dass der Spa√ü fortgesetzt wird, habe ich Tipp 1 nur durchgestrichen.¬†Aber es gibt noch viel mehr am Times Square zu entdecken! Daher habe ich den Tipp 1 einfach ersetzt!

Nur noch 6x einl√∂sbar: 15 ‚ā¨ Booking.com Gutschein! 15 ‚ā¨ f√ľr dich und 15 ‚ā¨ f√ľr mich…. ohne Wenn und Aber!!! ¬† ¬† ¬†https://booking.com/s/73_6/638e3193

1a) Komme ganz gro√ü ‚Äėraus bei „15 Seconds of Fame“ am Times Square!¬†

"15 Seconds of Fame" American Eagle Times square
„15 Seconds of Fame“ American Eagle Times Square

Werde ber√ľhmt¬†bei 15 Seconds of Fame! Kaufe ein schickes Teil im Flagship Store von American Eagle am Times Square, dann kannst du dich ablichten lassen, einen coolen Spruch w√§hlen und schon 10 min sp√§ter bist du f√ľr 15 Sekunden in √úberlebensgr√∂√üe auf der AE-LED-Leuchtreklametafel am Times Square zu sehen! Be famous! Ein Heidenspa√ü!

1b) 4 Musen der K√ľnste und unterirdische Klanginstallationen

Inmitten des Leuchtreklame-Dschungels ist tats√§chlich auch noch alte Kunst zu finden! Dort, wo die Geb√§udefront einst von einer Reklametafel der Restaurantkette TGI Fridays verunstaltet war, erstrahlen die¬†vier weiblichen Statuen der K√ľnste seit einigen Jahren in altem Glanz! 1552 Broadway (Nordostecke des Broadways zur 46. Stra√üe). Vier ber√ľhmte Frauen repr√§sentieren hierbei jeweils eine der Kunstrichtungen Drama, musikalische Kom√∂die, Oper und Spielfilm. Die Statuen waren durch die Schadstoffbelastung am Times Square so herunter gekommen, dass sie im Jahre 2012 aufw√§ndig restauriert werden mussten.

Vier Musen – am ehemaligen I. Miller Schuhhaus (jetzt: Express)

 

Seltsame Geräusche vom Times Square РKlanginstallationen von Max Neuhaus

Du schlenderst mitten √ľber den Times Square und wunderst dich √ľber seltsame unterirdische Ger√§usche? Spukt es hier? Ist hier unter der Stra√üe etwa noch eine andere Welt versteckt?¬†Die unscheinbare Attraktion ist eine Klanginstallation von Max Neuhaus. Sie ist unterhalb der Bel√ľftungsgitter auf der Fu√üg√§ngerinsel zwischen Broadway und der 7. Avenue auf H√∂he der 45. und 46. Stra√üe versteckt. Hier kann man der ‚ÄěKakophonie‚Äú, den sogenannten dissonanten Ger√§uschen des Times Square, rund um die Uhr lauschen. Kein Hinweisschild verweist auf diese Klanginstallation. Und das ist vom K√ľnstler tats√§chlich auch so gewollt!

Ob du diese versteckten Juwelen wohl findest? Ich w√ľnsche dir viel Spa√ü bei Suchen und Entdecken!¬†

2) Prunkvollster Bahnhof der Welt: Grand Central Station oder „Liebeserkl√§rung in der Fl√ľstergalerie“

Grand Central Station
Grand Central Station

Wundersch√∂n und faszinierend zugleich ist der Jugendstilbahnhof Grand Central Station. Ein absolutes MUSS! Er ist der gr√∂√üte Bahnhof der Welt bezogen auf die Anzahl der Bahnsteige und die daf√ľr genutzte Fl√§che! Dieser Endbahnhof mit der wundersch√∂nen goldenen Uhr (Wert laut Sotheby‚Äôs bis zu 20 Mio USD wegen der aus Opal gefertigten Zifferbl√§tter) protzt zudem mit 10 vergoldeten Kronleuchtern. Als w√§re dies nicht schon genug, ziert die Decke einen mediterranen Sternenhimmel mit 2500 Sternen. Ja, ja, die Vanderbilts wussten schon genau, wie man kr√§ftig auf die Sahne schl√§gt! Der Himmel zeigt sich allerdings aus der Sicht Gottes und spiegelt nicht unseren Blick in die Sterne wieder. Das sollte wohl nicht so sein. Ein Skizzenchaos war wohl daf√ľr verantwortlich. Der Fehler wurde aber niemals korrigiert.

Au√üerdem gibt es eine geheimnisvolle Fl√ľstergalerie vor der ber√ľhmten Oyster Bar. Hier ist der perfekte Ort f√ľr eine Liebeserkl√§rung oder einen Heiratsantrag! Wenn der Antragende seine schmeichelnden Worte unter dem Rundbogen in der einen Ecke gegen die Wand fl√ľstert, dann kann es der Lieblingsmensch auf der gegen√ľberliegenden Ecke klar und deutlich aufgrund eines akustischen Ph√§nomens, sozusagen auf ‚Äětelegrafische‚Äú Weise, h√∂ren. Und wenn dann den Turteltauben noch nach einer Runde Tennis spielen ist, k√∂nnen sie dies zu einem Schn√§ppchenpreis von 200 USD und mehr pro Stunde auf der vierten Etage im Vanderbilt Tennis Club tun. √úbrigens, es muss keiner Angst haben hier seinen Zug zu verpassen. Denjenigen, die immer und √ľberall auf den letzten Dr√ľcker aufkreuzen wird hier ein Schnippchen geschlagen: Alle Uhren gehen n√§mlich eine Minute vor! Es gibt √ľbrigens auch selbstgef√ľhrte Audiotouren durch die Grand Central Station!

3) Macy’s am Herald Square: „Shop ‚Äėtil you drop or just ride the historic wooden escalators!“

Historic wooden escalator Macy's - Herald Square
Historic wooden escalator Macy’s – Herald Square

Schlendere¬†auf dem Broadway entlang bis zur 34th Street und statte Macy‚Äôs am Herald Square einen Besuch ab. Wer starke Nerven hat und gegen s√§mtliche Formen der Reiz√ľberflutung immun ist, findet hier sein Eldorado! Ich bin in diesem Labyrinth des gr√∂√üten Kaufhauses des Welt (bis 2009, dann haben die Koreaner die Schlacht der Superlative gewonnen) jedes Mal hoffnungslos √ľberfordert und beschr√§nke mich auf die Besichtigung der sch√∂nen Holzrolltreppen. Die weltweit erste ihrer¬†Art wurde im Jahr 1902 in Betrieb genommen. Viele dieser antiken St√ľcke wurden bereits restauriert. Dabei wurden entweder die Stufen¬†und/oder die Seiten durch Metallteile ersetzt und mit Sicherheitstechniken ausgestattet. Es gibt aber auch noch das Original komplett aus Eichen/Eschenholz! Im zum Broadway gerichteten Geb√§udeteil wirst beispielsweise f√ľndig zwischen 5. und 9 Stock oder vom Basement („The Cellar“) zum 1. Stock hoch. Aber Vorsicht! Die guten alten St√ľcke sind nicht High Heel – tauglich! Nimm deine Kids an die Hand! Drei Kinder haben bereits ihre Finger irgendwo zwischen¬†den Streben gelassen!

Sch√∂n ist √ľbrigens auch die¬†Easter Flower Show (wenn denn gerade Ostern ist)! Kleiner Tipp: Vorsichtig beim Eintreten in den Parf√ľmeriebereich! Wer hier den Hasenzickzacklauf nicht in seiner Vollendung beherrscht, wird hoffnungslos von mit Flakons bewaffneten Damen von allen Seiten mit den neusten D√ľften zugespr√ľht! (Dann hilft nur noch der Distanzflirt von Ecke zu Ecke im Grand Central Terminal oder ein beherzter Sprung in den Hudson!). Ach ja, wer dann wirklich nicht unter einer Shoppingblockade ob des Riesen√ľberangebotes leidet, der sollte sich den Touri-Rabatt von 10% mit dem Visitor Saving Pass (erh√§ltlich im Visitor Center auf dem Mezzanine Floor) sichern! √úbrigens, rund um Macy‚Äôs haben sich s√§mtliche Flagship Stores gro√üer Marken angesiedelt! Du bist heute shopping-avers unterwegs? Get outside, grab a coffee and enjoy the spectaculous view on the Empire State Building and wait patiently until she (he?) will be showing up again!


!Hier folgen noch ein paar Links f√ľr die Flug-, Hotelbuchung (Booking.com – Gutschein) und Ausflugsbuchung sowie etwas NYC-Lekt√ľre!

Fl√ľge: Sehr gute Suchmaschinen f√ľr den Flugpreisvergleich sind Skyscanner¬†und Momondo.¬†Ich nutze ausschlie√ülich diese beiden Tools oder buche meine New York Fl√ľge direkt √ľber Singapore Airlines.

Hotels: Hast du dein NY Hotel schon gebucht? Hier bekommen du und ich 15 ‚ā¨ bei Booking.com, wenn du √ľber diesen Link buchst. Viel Spa√ü in NY!

Ausfl√ľge:¬†Angebote f√ľr den NYC Hop-On/Hop-Off im Doppelstockbusund Angebote f√ľr einen Fahrradverleih im Central Park ab $9

F√ľr mehr Reisetipps und Reisegeschichten in New York City kannst du in meinem Buch st√∂bern:

Streifz√ľge durch New York: Eine unendliche Entdeckungsreise durch die Megametropole

 

 

Und noch ein Lesetipp: Diese wundersch√∂ne Lekt√ľre von Edward Rutherford √ľber die Geschichte New Yorks habe ich k√ľrzlich regelrecht verschlungen! Anhand von vier Familien zeichnet Rutherford in so beeindruckender Weise die Entwicklung¬†New Yorks von der Gr√ľndung bis in die heutige Zeit nach, dass dies¬†selbst f√ľr Geschichtsmuffel ein Genuss ist! Das Buch eignet sich prima vor oder nach einem New York Trip oder immer dann wenn man einfach einmal eintauchen mag in die faszinierende Welt New Yorks, von damals bis heute.
Im Rausch der Freiheit: Der Roman von New York

 

 

 
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13-t√§gige Rundreise durch die S√ľdstaaten der USA

Unser Roadtrip durch die S√ľdstaaten der USA f√ľhrt uns durch sechs Bundesstaaten der USA: Georgia, Alabama, Florida, Mississippi, Louisiana und Tennessee. Gestartet sind wir in Atlanta und nach knapp 2 Wochen ging es von Atlanta √ľber New York wieder nach Frankfurt. Im √úberblick siehst du die Strecke in Google Maps mit Hotels, Restaurants, Sehensw√ľrdigkeiten und den entsprechenden Fotos dazu.

 

Nach Ankunft in Atlanta haben wir erst einmal unser neuwertiges Cabrio (einen grauen Ford Mustang) entgegengenommen. Das Fun-Auto mit g√ľnstigem Tarif und sehr guten Versicherungsleistungen haben wir √ľber Billiger Mietwagen gebucht. √úber dieses Portal buchen wir aufgrund seiner Leistungstranparenz seit vielen Jahren mit den besten Erfahrungen. Da wir sp√§t angekommen sind haben die erste Nacht im Flughafenhotel La Quinta Airport North verbracht. Eine Liste aller Hotels auf unserer Rundreise mit sehr guten Preis-/Leistungsverh√§ltnissen und uneingeschr√§nkter Empfehlung findest du hier:

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Und los geht’s ūüôā

Am Panhandle angekommen – Dach auf!

Etappe 1: Atlanta (GA) – Fort Walton Beach (FL), 505 km

Am n√§chsten Morgen starten wir in Richtung Floridas K√ľste am Panhandle. Der erste Streckenabschnitt gen S√ľden f√ľhrt uns durch das h√ľbsche Eufaula. Die Hauptstra√üe Eufaulas ist flankiert von romantischen Antebellum Villen, die an die Bl√ľtezeit der Baumwolle erinnern. Ein besonders sch√∂nes Schmuckst√ľck ist Shorter Mansion. Da kommt direkt auf dem ersten Streckenabschnitt schon mal wohliges S√ľdstaatenflair auf.

Bevor wir jedoch unseren Roadtrip so richtig beginnen, sind erst einmal ein paar Strandtage zum Relaxen angesagt. Wir checken ein in das Best Western Fort Walton Beach auf Santa Rosa Island mit grandiosem Blick √ľber den schneewei√üen Strand.

Ein K√§lteeinbruch h√§lt uns jedoch vom ausgiebigen „Beaching“ ab und so erkunden wir die Umgebung. Eine Tour entlang der K√ľste gen Osten f√ľhrt uns nach Destin, Seaside, Rosemary und in das Springbreaker-Paradies Panama Beach. In Mexico Beach, was leider 2018 durch Hurrikan Michael nahezu zerst√∂rt wurde, haben wir kehrt gemacht. Beim n√§chsten Mal haben wir uns aber unbedingt die „Forgotten Coast“ vorgenommen, die wir bei dieser Rundreise str√§flich vernachl√§ssigt haben.

Aber der Reihe nach: Besonders sch√∂n ist auch South Walton Beach mit sch√∂nen Holzh√§usern, von denen man √ľber Holztreppen zum Strand gelangt.

Seaside, unser n√§chster Stop, ist ein buntes, quirliges Feriendorf mit vielen Strandpavillons, Food Trucks wie Wild Bill’s Beach Dogs und Barefoot BBQ, Kunstgalerien und jeder Menge Fahrradfahrer. Die legere „Kalifornien-Atmosph√§re“ steckt an und wir k√∂nnen uns nach einer ausgiebigen Erkundung des √Ėrtchens und einem unschlagbaren Beef Brisket Sandwich bei Wild Bill’s Beach Dogs nur sehr schwer trennen.

Ein √§hnlich herrliches Ambiente wie in Seaside treffen wir in Rosemary nicht an. Der auf dem Rei√übrett entstandene Ort mutet ein wenig wie ein kitschiges, wenig authentisches Disneydorf an. An den Strand kommen hier nur privilegierte Bewohner und G√§ste, denn die Zug√§nge zum Strand sind mit Kombinationsschl√∂ssern versehen. Nicht einmal ein kurzer Strandspaziergang f√ľr Non-Residents ist hier also erw√ľnscht. Das habe ich in Florida und insgesamt in den USA so noch nicht erlebt. Selbst in noblen Gegenden gibt es √ľberall auch immer einen „public access“. Wir f√ľhlen uns unwohl und verlassen Rosemary fluchtartig in Richtung Panama Beach.

Welcome Spring Breakers“ hei√üt es auf einer √ľberdimensionalen Werbetafel des Paradise Palms Hotels in Panama Beach. „Na geht doch“, denke ich laut! Auf die prim√§re Zielgruppe des Urlaubsortes mit den wenig charmanten Hotelk√§sten wird bereits bei der Einfahrt hingewiesen. Und die Party ist bereits in vollem Gang! Aus den Hotelbunkern dr√∂hnt Hip Hop, durch das Vergn√ľgungsviertel schiebt sich feierw√ľtiges Jungvolk und am Strand haben die Studenten ihre College-Fahnen als Zeichen ihrer geistigen Zugeh√∂rigkeit gehisst. Bei allem was man hier an H√§sslichkeit an den Strand gebaut hat, die Sch√∂nheit des Strandes gibt ihnen recht, hier ihre Zelte aufzuschlagen.

Wir trinken noch ein Bier im urigen Toucan’s in Mexico Beach und treten die R√ľckfahrt nach Fort Walton an. Leider hat Hurrikan Michael 2018 Mexico Beach nahezu komplett zerst√∂rt. Auch Toucan’s steht nicht mehr und ich hoffe insgeheim, die tolle Kneipe mit Holzterrasse auf dem wei√üen, feinsandigen Strand wird mitsamt rustikaler Tiki-Atmosph√§re wieder aufgebaut. 
Toucan’s – zerst√∂rt durch Hurrikan Michael 2018

Und zu guter Letzt noch ein Restaurant-Tipp f√ľr Fort Walton Beach: Das Mary’s Kitchen hat uns besonders gefallen und ist stadtweit bekannt f√ľr sein leckeres „Country Cooking“. Spezialit√§ten sind Catfish, BBQ-Gerichte wie Pulled Pork und die f√ľr die S√ľdstaaten ber√ľhmten Fried Green Tomatoes sind die „best picks“ hier. Und zum Nachtisch verf√ľhren jede Menge „mouthwatering“ homemade Pies.

Etappe 2: Fort Walton Beach (FL) – New Orleans (LA), 395 km

Gumbo & Shrimps Po’Boy im Restaurant Chartres inklusive Blick vom Balkon aus in das French Quarter

 Die Stadt am Mississippi ist bekannt f√ľr ihre historische Altstadt „French Quarter„, in der sich schmucke Geb√§ude im spanischen und franz√∂sischen Kolonialstil aneinander reihen. Dieser nostalgische Charme wird durch die originalen Gaslampen unterstrichen, die abends das Viertel in schummriges Licht tauchen.

Au√üerdem gilt New Orleans als die ‚ÄěWiege des Jazz„, ist hier doch 1917 die √ľberhaupt erste Jazz-Platte aufgenommen worden. Hinter jeder neuen Stra√üenecke wird Musik einer anderen Stilrichtung gespielt.

Unz√§hlige Restaurants bieten kreolische Gerichte an, die sich aus dem Zusammenspiel spanischer, franz√∂sischer, amerikanischer – aber auch karibischer und afrikanischer Einfl√ľsse – entwickelt haben. Ber√ľhmter Vertreter der kreolischen K√ľche oder des Cajun Foods sind Gumbo, Jambalya und Crawfish √Čtouff√©e. Aber auch der Po’Boy ist nicht wegzudenken aus den Restaurants von New Orleans. Der knusprige Baguettebrot-Sandwich mit Shrimps bekam seinen Namen im Zuge des Stra√üenbahn-Streiks im Jahr 1929. Aus Mitleid mit den nun arbeitslosen Stra√üenbahnarbeitern haben zwei Restaurantbesitzer die „poor boys“ mit Sandwiches versorgt. Im New Orleans Dialekt wurden die armen Jungs so zu „Po’Boys“ verknappt und der Name f√ľr den Sandwich war geboren.

Eingebucht haben wir uns f√ľr drei N√§chte ins Sheraton New Orleans (Club Level) auf der Canal Street mit tollem Blick auf die Stadt und den Mississippi. Von hier aus konnte man die Kreuzfahrtschiffe beobachten, die sich ihren Weg √ľber den windenden Mississippi bis zum Meer bahnen. Es sieht von oben ein wenig so aus, als w√ľrden die Schiffe durch den Wald fahren.

Blick vom Hotelzimmer im Sheraton auf den Mississippi

New Orleans liegt zum gro√üen Teil unter dem Meeresspiegel, in der Schraubzwinge zwischen Mississippi und Lake Pontchartrain. D√§mme sch√ľtzen die Stadt vor den Fluten, aber sie sch√ľtzten nicht vor Katrina. Das Ausma√ü der Katastrophe war verheerend. Als die maroden Deiche brachen, wurden 80 % der Stadt √ľberflutet, √ľber 7 Meter tief stand das Wasser in den Stra√üen, √ľber 1.800 Menschen lie√üen ihr Leben. Ein Gro√üteil der Betroffenen waren Afroamerikaner. Die historisch bedeutsamen Viertel kamen jedoch mit einem blauen Auge davon. Zu allem √úberfluss versagten die Beh√∂rden bei der Organisation der Hilfeleistungen und Pr√§sident Bush handelte mehr als z√∂gerlich. Der Neubau einiger Siedlungen, die von √§rmeren Bev√∂lkerungsschichten bewohnt waren, wurden f√ľr diese unerschwinglich. Viele von ihnen kamen nicht zur√ľck. Sie sind dort geblieben dort, wo auch immer die Evakuierungsbusse sie hingebracht haben. Nach Atlanta. Nach Dallas. Nach „elsewhere“.

Der Schaufelraddampfer Natchez auf dem Mississippi
Großteile von New Orleans liegen unter der Meeresoberfläche

Das ist die Kehrseite der Renaissance, die der Big Easy l√§ngst wieder erf√§hrt. Die Investoren kamen wieder und mit ihnen (600!) neue Restaurants, Hotels und Touristen und nat√ľrlich Jobs! New Orleans boomt und der Big Easy scheint quirliger als je zuvor. Vor Katrina z√§hlte New Orleans 455.000 Einwohner, nach Katrina 200.000. Heute sind es wieder an die 400.000. Doch die Stadt muss auch Kritik einstecken. Sie investiere mehr in den Tourismus, als seine eigenen Leute zu unterst√ľtzen. Ein zwiesp√§ltiges Gef√ľhl erwischt mich kalt bei diesen Gedanken, auch wenn der Big Easy schnell wieder seine unwiderstehlichen Reize spielen l√§sst und mich mit seinem pulsierenden Stra√üenleben, der mitrei√üenden Musikszene, mit romantischer Kolonialarchitektur und kreolischer K√ľche sowie der zauberhaften Lage am Mississippi in seinen Bann zieht.

New Orleans ist wahrscheinlich die unamerikanischste Stadt von allen. Sie wirkt ein wenig bunter, verr√ľckter, freiz√ľgiger und unbeschwerter als Restamerika . Nur zu Recht wird sie daher The Big Easy genannt. Das lebensfrohe Tohuwabohu erscheint allenfalls vergleichbar mit San Francisco oder New York – und trifft es doch nicht ganz genau. Auf den Punkt bringt es jedoch Tennessee Williams, der seiner Heimat folgende Liebeserkl√§rung machte: ‚ÄěIn Amerika gibt es nur drei St√§dte: New York, San Francisco und New Orleans. √úberall sonst ist Cleveland.‚Äú

Doch was macht The Big Easy zu dem was es ist? Fangen wir an mit etwas ganz Banalem: In New Orleans kann man sich mit einem Bier in der Hand durch die Stra√üen treiben lassen, ohne direkt im Gef√§ngnis zu landen. Der √∂ffentliche „Trinker“ gilt hier nicht als Ausgeburt des Teufels, sondern geh√∂rt v√∂llig unbehelligt zum Stra√üenbild des French Quarter. Mich daran zu gew√∂hnen gelingt schnell und dennoch, als ich mit zwei prall gef√ľllten Bechern frisch gezapften Bieres aus Lafitte¬īs Blacksmith Shop komme, schaue ich mich doch noch einmal um, ob das Auge des Gesetzes nicht vielleicht doch Zugriff nimmt! Die alte Kneipe auf der Bourbon St. wurde vor 1772 erbaut und ist heute nicht nur eines der √§ltesten erhaltenen Geb√§ude in New Orleans, es ist auch die √§lteste bewirtschaftete Bar in ganz Amerika.

Lafitte¬īs Blacksmith Shop
Meine Voodoo-Freundin f√ľr zu Hause ‚̧

Das French Quarter konnte sich seinen nostalgischen Charme sehr gut bewahren. In diese einzig wahre Altstadt Amerikas konnte weder Apple noch McDonald Einzug halten. Ein Wunder im Land der Kettenshops und -restaurants! Anstelle dessen gibt es viele kleine Gesch√§fte, unter anderem einige f√ľr die Anh√§nger des Voodoo-Kults. Der Voodoo-Glaube wurde im Zuge der Sklaverei ins Land gebracht und von der Priesterin Marie Laveau salonf√§hig gemacht. Marie Laveau wurde 1794 in New Orleans geboren und war eine ber√ľhmt ber√ľchtigte Heilerin und Hellseherin. Nach Jahrhunderten der Verbote und der Verfolgung ist der Kult in New Orleans seit 2003 als Religion akzeptiert. Damit ist Louisianas schillernde Stadt zur unangefochtenen Voodoo Capital of the US aufgestiegen. Mit Puppen, die mit Nadeln durchstochen den Mitmenschen Unheil bereiten sollen, hat der Voodoo-Kult allerdings √ľberhaupt nichts zu tun. Voodoo soll ausschlie√ülich positive Energie verbreiten und so sagt man den bunten Puppen, die man hier √ľberall in den Voodoo-Shops als Souvenir kaufen kann, heilende Wirkung nach. Wer mehr √ľber Voodoo erfahren m√∂chte, ist im Voodoo Museum bestens aufgehoben.

Voodoo-Shops in der Voodoo Hochburg New Orleans

Die Stadt am Mississippi ist aber nicht nur das Epizentrum der Musik, allen Genres voran des Jazz, des Voodoo-Kults sowie fantastischer kreolischer K√ľche. Nein, sie ist auch die Hochburg des „Mardi Gras„, der S√ľdstaatenvariante des Karnevals. Importiert mit den ersten franz√∂sischen Siedlern ist der „Fette Dienstag“ ein feierw√ľtig gelebtes Relikt. Fat Tuesday deswegen, weil ja bekanntlich am Ash Wednesday alles vorbei ist und die fetten Tage nun mit der √∂sterlichen Fastenzeit ihr j√§hes Ende nehmen. Aber bevor es soweit ist, schreiten dutzende schillernde Paraden durch die Stra√üen der Stadt. Menschen mit Kind und Kegel jubeln den Paraden von den gusseisernen Balkonen der opulenten H√§user oder eben direkt vom Stra√üenrand zu. Hier geht es nicht um politische Abrechnungen, es geht auch nicht um ausgebuffte Choreographien der Teilnehmer, sondern lediglich um den Spa√ü bei diesem unglaublichen Spektakel dabei zu sein.

Wir waren leider nicht an Mardi Gras in New Orleans, aber die ähnlich bunte Easter Parade hat eine Idee davon vermittelt, was sich hier an Mardi Gras abspielen muss. Ausgerichtet wird die familienfreundliche Parade von Chris Owens, der stadtbekannten Entertainerin und Clubbesitzerin des French Quarters Рeine verehrte Tochter der Stadt New Orleans. Bunte Ketten werden von den offenen Wagen in die begeisterte Menge geschleudert. Blaskapellen und ein Konvoi mit alten Cabrios zieht vorbei. Es herrscht kollektiver Ausnahmezustand. Und dann geht es im Anschluss kettenbehangen in die zahlreichen Clubs, Bars und Jazz-Cafés wie zum Beispiel ins Café Beignet. Und das alles bei wohlig-warmen Sommertemperaturen.

Als w√§re das alles noch nicht genug, findet gleich am n√§chsten Tag die Gay Parade statt. Durchtrainierte Jungs mit freiem Oberk√∂rper, rosa Hasenohren und Puschelb√ľrzel, Travestiten im Glitzerlook und markant geschminkte Pfarrer, die ihr jubelndes Publikum beim Vorbeifahren bekreuzigen oder knutschen – oder eben beides in dieser Reihenfolge, flanieren vorbei. Die Stimmung kocht bereits √ľber, als die „Lords of Leather“ vorbeimarschieren. Aber anstatt mit pr√§chtiger Lederbekleidung aufzuwarten, tragen diese in Anbetracht der hohen Temperaturen an diesem Tag lediglich bunte H√ľte zu karierten Boxershorts. „Where’s the leather, guys?“ schreit ihnen einer hinter mir aus dem Publikum provokant zu. „Too hot for leather, sweetheart!“ ruft der ebenso schr√§g zur√ľck und winkt mir vergn√ľgt zu.

Am n√§chsten Tag machen wir uns auf eine Tour mit der historischen Stra√üenbahn entlang der h√ľbschen Charles Avenue durch den Garden District. Das dunkelgr√ľne Saint Charles Streetcar (No. 12) ist eine lebendige Reliquie aus dem Jahr 1923 und f√§hrt noch heute von der Canal Street entlang des Riverbend zum Audubon Park. Im Schatten massiver Eichen passiert es dabei dutzende, majest√§tische Villen mit S√ľdstaatencharme, die Universit√§ten von Loyola und Tulane und viele feine Hotels und Restaurants. Die urspr√ľngliche, seinerzeit dampfbetriebene Stra√üenbahn datiert sogar bis in das Jahr 1835 zur√ľck. Sie gilt damit als die √§lteste, kontinuierlich betriebene Stra√üenbahnlinie der Welt. 40 Minuten dauert eine einfache Fahrt mit dem Oldtimer-Streetcar durch die Geschichte New Orleans. Am Ende der Tour werden die Lehnen des Streetcars einfach umgelegt und zur√ľck geht es in die Richtung Stadtzentrum von New Orleans. F√ľr 1,25 $ pro Strecke. New Orleans Regional Transit Authority

Saint Charles Streetcar – Historische Fahrt durch den Garden District

Der letzte Tag vor unserer Abreise bekommt noch einen gewissen morbiden Charme. Wir statten dem Friedhof von Greenwood, dem Greenwood Cemetery einen Besuch ab. Da wir gut und gerne 15 immer Minuten auf unser Auto warten bis es aus der Valley Parking Zone des Hotels gebracht wird, entschließen wir uns auch mit der Straßenbahn (No. 47) zu fahren. Der imposante Friedhof mit seinen historischen Grabstätten wurde 1852 erschlossen. In dieser Zeit suchte eine landesweite Gelbfieber Epidemie auch die Stadt New Orleans heim, so dass entsprechender Platz benötigt wurde.

New Orleans liegt zu einem Gro√üteil unter dem Meeresspiegel. Weil sich die Stadt auf verdichtetem Sumpfgebiet liegt, sackt sie zudem jedes Jahr einige weitere Millimeter ab. Aus diesem Grund mussten die Toten oberirdisch bestattet werden. Mit pr√§chtigen Mausoleen im gotischen und neo-klassizistischem Stil hat man hier seinen Liebsten ein w√ľrdiges Denkmal gesetzt. Diese opulenten, posthumen Grabmale in der „City of the Dead“ kann man besichtigen, zur Not auch vom Auto aus.

Der ber√ľhmteste und √§lteste Friedhof ist jedoch der St. Louis Cemetery No. 1. Er wurde 1789 er√∂ffnet und liegt nur einen Block entfernt vom French Quarter und damit damals noch au√üerhalb der Stadt New Orleans. Die bereits aus diesem Artikel bekannte Voodoo-Priesterin Mary Laveau soll hier begraben sein.

Etappe 3: New Orleans (LA) – Natchez (MS), 277 km geplant
bis Siegen √ľber die Oak Alley Plantage (150 km) realisiert

N√§chstes Ziel der Begierde nach diesen tollen Tagen in New Orleans sind nun die Plantagen entlang der Great River Road am Mississippi zwischen Baton Rouge und New Orleans. Vier Plantagen z√§hlen hierzu: Die San Francisco Plantation, die Laura Plantation, die ber√ľhmte Oak Alley Plantation und das Houmas House. Jedes dieser prachtvolle Herrenh√§user zeugt von unglaublichen Reichtum w√§hrend einer Zeit vor dem Amerikanischen B√ľrgerkrieg. Und jeder dieser Orte spiegelt in seiner jeweiligen Einzigartigkeit die Geschichten der einst wohlhabenden Zuckerrohrbarone und derjenigen, die hier versklavt arbeiteten, wider.

Die Auswahl f√§llt schwer, welches dieser Anwesen wir besichtigen wollen. Wir entscheiden uns letztendlich f√ľr die „Grand Dame“, die in 1839 erbaute Oak Alley Plantation. Markant ist die majest√§tisch wirkende, mit 300 Jahre alten Eichen ges√§umte Allee , die auf 400 Metern bis hinunter zum Fluss f√ľhrt. Wir zahlen gut investierte 25 $ + tax Eintritt und schon f√ľhren uns historisch gekleidete Damen durch das Anwesen. Unserer F√ľhrerin ist Meisterin darin, unseren Wissensdurst zu stillen. Und so gibt sie interessante Einblicke in das Leben auf der Plantage inmitten des schw√ľl-hei√üen Louisianas, wohlgemerkt im Vorzeitalter der Klimaanlage. Das schien nicht jedermanns und vor allem nicht „jederfraus“ Sache zu sein. Und so berichtet unsere F√ľhrerin von der Landlady Celine, die lieber das fr√∂hliche Leben in New Orleans bevorzugte anstelle des schn√∂den, arbeitsamen Lebens fernab Louisianas quirligen Metropole. W√§hrend man heutzutage in einer guten Stunde Downtown New Orleans von hier aus mit dem Auto erreicht, war es zu damaligen Zeiten schlie√ülich ein ganzer Tagesausflug mit der Kutsche. Als dann noch ihr Mann 1848 an Tuberkulose starb, musste sie das Regiment auf der Plantage √ľbernehmen. Leider war ihr Talent f√ľr die Bewirtschaftung der Plantage begrenzt und so f√ľhrte ihr ausschweifender Lebensstil das Anwesen an den Rand des Ruins.

Oak Alley Plantation – Filmkulisse f√ľr „Fackeln im Sturm“ mit Patrick Swayze

Als wir die frisch rekonstruierten Sklavenquartiere besichtigen, kommt allerdings die bis eben noch ziemlich verkl√§rte S√ľdstaatenromantik zur√ľck auf den Boden der Tatsachen. Der Wohlstand dieser Plantagen fu√üte auf der Arbeit von unfreien und ausgebeuteten Menschen, die auch Oak Alley selbst errichten mussten. Dieses Kapitel von Unmenschlichkeit in der amerikanischer Geschichte wird dann auch noch einmal vor Augen gef√ľhrt, als wir die akribisch gef√ľhrten Inventare einsehen. Und dazu geh√∂ren auch Sklaven – bewertet in US Dollar.

Oak Alley verk√∂rpert dennoch den Inbegriff des alten S√ľdstaatencharmes und war daher geradezu pr√§destiniert, als Filmkulisse f√ľr „Fackeln im Sturm“ mit Patrick Swayze zu dienen. Der Filmepos „Vom Winde verweht“ war allerdings eine nahezu reine Studioproduktion in Los Angeles, auch wenn man sich auf Oak Alley fast wie auf Tara w√§hnt. Als Inspiration f√ľr die Pappkulisse von Tara diente Jonesboro in Georgia.

Nach herrlich sonnigen Tagen setzt sich von nun an leider schlechteres Wetter durch. Als w√§re dies nicht schon bl√∂d genug, zieht sich meine bessere H√§lfte und Stellvertreter der Reisekommandozentrale eine so fette Grippe zu, dass wir spontan nach Besichtigung der Oak Alley Plantage zun√§chst zum Auskurieren ein Hotel suchen mussten. F√ľndig geworden sind wir kurz vor Baton Rouge im sehr empfehlenswerten Siegen Inn.

Der Patient ist versorgt und so mache ich noch einen kurzen Abstecher in die nur 2 Meilen entfernte Mall of Louisiana. Shopping ist schließlich bisher etwas kurz gekommen.

Am n√§chsten Tag erreichen wir allen Widrigkeiten zum Trotz das beschauliche St Francisville mit seinen h√ľbschen Herrenh√§usern, der wei√üen United Methodist Church und der alten Feliciana Railroad, auf der Baumwolle zum Fluss bef√∂rdert wurde. Auch in Natchez regnet es wie aus Eimern. Wir fl√ľchten uns ins die Natchez Coffee Company und st√§rken uns mit einem Cappuccino und leckeren Salaten. Ein letzter Blick auf den schlammbraunen Mississippi im str√∂menden Regen bekr√§ftigt seinen Ruf als „Muddy Ol‘ Man River„.

Die American Queen legt an in Natchez

Etappe 3: Natchez (MS) – Vicksburg (MS), 116 km geplant
Siegen – Vicksburg 274 km realisiert

In Vicksburg passt das derzeit miese Wetter zur desastr√∂sen Lage, in der sich die Konf√∂derierten hier w√§hrend des Amerikanischen B√ľrgerkrieg befanden.

Im Sezessionskrieg wurde erbittert um die Verteidigung der Rechte der Einzelstaaten gekämpft, nicht zuletzt auch um die Sklaverei.

Die Schlacht um Vicksburg war insofern bedeutend, als sie den Verlauf des B√ľrgerkrieges entscheidend zu Gunsten der Nordstaaten beeinflusste. 47 Tage lang hatten die Unions die Stadt unter General Ulysses Grant belagert, bis der General der Konf√∂derierten John C. Pemberton und seine entkr√§ftete Armee schlie√ülich kapitulierten. Vicksburg konnte aufgrund seiner kriegsstrategisch sehr guten Lage nicht erobert werden, lag es doch wie eine Festung auf einem H√∂henzug 60 Meter √ľber dem Mississippi. Doch Grant hat es geschafft, Vicksburg von allen Versorgungswegen abzuschneiden, indem er die Kontrolle √ľber den Mississippi erlangte. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Vicksburg sich ergeben musste. Ausgerechnet am 4. Juli 1863 fiel Vicksburg, die wichtigste Rebellen-Bastion der S√ľdstaaten am Mississippi.

Die 47-t√§gige Belagerung der Stadt hatte die B√ľrger Vicksburg an ihre physischen und psychischen Grenzen gebracht. W√§hrend der Belagerung wurde die Stadt jeden Tag dem Artillerie-Feuer der Unions ausgesetzt. Am Ende musste sich die hungernde Bev√∂lkerung, die sich in selbst gebauten H√∂hlen verschanzen mussten, von Eseln, Hunden, Katzen und sogar Ratten ern√§hren. Genug Grund f√ľr die Menschen in und um Vicksburg, den amerikanischen Unabh√§ngigkeitstag f√ľr √ľber acht Jahrzehnte zu boykottieren. Erst die patriotische Leidenschaft nach dem Zweiten Weltkrieg Krieg und ein Besuch von General Dwight D. Eisenhower veranlassten die Bewohner Vicksburg dazu, die Geburt der USA wieder zu feiern.

Der Horror der Belagerung von Vicksburg wurde von Mary Loughborough in einem Tagebuch dokumentiert, welches im Buch „My Cave Life in Vicksburg“ ver√∂ffentlicht wurde. Sie schrieb:  

A young girl, becoming weary in the confinement of the cave, hastily ran to the house in the interval that elapsed between the slowly falling shells.  On returning, an explosion sounded near her ‚Äď one wild scream, and she ran into her mother‚Äôs presence, sinking like a wounded dove, the life blood flowing over the light summer dress in crimson ripples from a death-wound in her side, caused by the shell fragment.

‚ÄěEin junges M√§dchen, das der Enge der H√∂hle √ľberdr√ľssig wurde, Rannte eilig in der Pause, die zwischen den langsam fallenden GRanaten verstrich, zum Haus. Als sie zur√ľckkehrte, ert√∂nte in ihrer N√§he eine Explosion – ein wilder Schrei, und sie lief in die obhut ihrer Mutter und sank wie eine verwundete Taube. Das Lebensblut str√∂mte √ľber das leichte Sommerkleid in purpurroten Wellen aus einer t√∂tlichen Seitenwunde, verursacht durch das GEschossteil. „

Ehemaliger Kriegsschauplatz – Vicksburg National Military Park
Im Hintergrund das Illinois Memorial State Memorial:

47 Stufen f√ľhren zum Denkmal hinauf – Eine f√ľr jeden Belagerungstag

Im Vicksburg National Military Park kann man auf einer Strecke von √ľber 25 Kilometer den ehemaligen Belagerungsring abfahren. Auf den 750 Hektar h√ľgeligem Gel√§nde hoch √ľber dem Mississippi erinnern 1400 Denkm√§ler, Tafeln und Marker sowie Kanonen an die Schlacht von Vicksburg. Mit blauen Schildern f√ľr die Unions und roten f√ľr die Konf√∂derierten werden die jeweiligen Frontlinien mit Kampfeinheiten auf beiden Seiten dargestellt. Auch die Sch√ľtzengr√§ben sind noch gut erkennbar. Besichtigt werden kann auch das restaurierte Kanonenschiff USS Cairo (am 12. Dezember 1862 im Yazoo River versenkt) sowie der National Cemetery of Vicksburg.

Trotz str√∂menden Regens sind wir wenigstens noch kurz einmal hinunter an den Mississippi gefahren. Am Fluss gelegene Casino Hotels laden eingefleischte Spieler ein, hier an den zum Einhandbanditen oder Roulette-Tischen ihr Gl√ľck zu versuchen. Auch der unspektakul√§ren Vicksburg Mall am Pemberton Square Blvd haben wir noch f√ľr einen kleinen Snack einen Besuch abgestattet, bevor wir f√ľr eine Nacht im Ramada by Wyndham Vicksburg (vormals Fairfield INN) eingecheckt haben.

Etappe 4: Vicksburg (MS) – Memphis (TN) , 381 km

Fahren Memphis…

Radiocomedy „Taxi Scharia“ von SWR3

Gesagt, getan. Es geht weiter via Mississippi Bluestrail zun√§chst √ľber den Highway 61 und dann ab Greenville √ľber den Highway 278 via Cleveland und Clarksdale gen Memphis.

W√§hrend die Wiege des Jazz in Louisiana steht, ist im Mississippi Delta der Blues geboren. Als Wurzel dieser musikalischen Ausdrucksform gilt der Schwermut eines harten, unfreien Lebens auf den Baumwollfeldern des Mississippi Deltas. Mit dem Delta ist √ľbrigens nicht die weitl√§ufige M√ľndung in den Golf von Mexico gemeint, sondern das Gebiet der ehemaligen Schwemmlandschaft zwischen Mississippi und den Fl√ľssen Coldwater, Tallahatchie und Yazoo.

Der Tourismusverein definiert das Mississippi Delta allerdings frei nach David Cohn:

‚ÄěThe Mississippi Delta begins in the lobby of The Peabody Hotel and ends on Catfish Row in Vicksburg‚Äú

Gateway to the Blues – Tunica MS

Der Mississippi Blues Trail wurde 2006 ins Leben gerufen, um an bedeutsame Schaupl√§tze des Blues zu erinnern. Wer eine feste Route erwartet, die man einfach abfahren kann, der wird sich wundern. Der Blues-Liebhaber wird vielmehr zu einer Schnitzeljagd herausgefordert, denn die gut 200 blauen Road Marker liegen v√∂llig verstreut im Mississippi Delta. Sie erz√§hlen Geschichten von Blues-K√ľnstlern wie Muddy Waters, B. B. King oder Robert Johnson und markieren Geburtsorte, Gr√§ber, Wirkungsst√§tten, bedeutsame Bahnh√∂fe oder Blues-Kneipen.

Bevor wir jedoch ins Epizentrum des Blues eintauchen gibt es S√ľdstaatenfood und Live Music im Airport Grocery in Cleveland. Unbedingt die Tamales ausprobieren! F√ľr Tamales rollt man Maisbrei und w√ľrzige Fleisch- oder vegetarische F√ľllungen aller Art in Maisbl√§tter ein und gart sie im Wasserdampf. Diese Zubereitungsform war insbesondere f√ľr einen Snack bei der Arbeit auf den Feldern praktisch. Tamales sind quasi Snack und Verpackung in einem und daher besonders transportfreundlich. Mexikanische Erntehelfer f√ľhrten sie auf den Baumwollplantagen im S√ľden der USA ein.

Regen, Wind und Tamales im Airport Grocery

Gleich um die Ecke von Cleveland, n√§mlich 10 Minuten auf dem Highway 8 gen Osten, findet man die Baumwollfarm Dockery Plantation. Sie gilt f√ľr Anh√§nger aufgrund der begnadeten Musiker, die hier gearbeitet haben, als Geburtsort des Blues.

Die Gegend um Clarksdale ist ein absolutes Muss f√ľr Blues-Fans. Hier findet man nicht nur jene legend√§re Kreuzung „The Crossroads“, an der Robert Johnson dem Teufel seine Seele verkauft hat, um bemerkenswerte F√§higkeiten an der Gitarre zu bekommen. Er war gerade mal 27, als ihn angeblich ein eifers√ľchtiger Ehemann vergiftete. Oder war es doch die Krankheit Syphilis? In der Gegend in und um Clarksdale stehen gleich mehrere Blues Marker. Sie ist eine Stadt mit einer lebendigen Musikszene und regelm√§√üigen Blues-Festivals. Einer der bekanntesten Live Clubs ist der Ground Zero Blues Club von Morgan Freeman. Auch das Delta Blues Museum beeindruckt mit seiner Geschichte des Blues.

The „Famous“ Blues Crossroad where Robert Johnson claimed to have sold his soul to Devil in exchange for his mastery of the Blues.

F√ľr absolute Fans des Blues gibt es auch eine Bluestrail App. So kann man keinen wichtigen Marker und keine Blues-Veranstaltung im Mississippi-Blues-Dschungel verpassen.

Nachdem wir abends im Best Western Plus Goodmann Inn & Suites eingecheckt haben, machen wir uns auf in die Beale Street. Dort verbringen wir unter anderem im B.B. King Blues Club einen tollen Abend mit Live Music. Gem√ľtlich sitzen wir mit einem Bier an der Bar. Links neben mir sitzt Mary, Reinigungsfrau aus Memphis und links ein Professor aus Yale. Gemeinsam trinken wir ein Bier und sto√üen auf unsere unterschiedliche Herkunft an. Unterschiedlicher kann das Publikum gar nicht sein. Aber vielleicht ist hier gerade deswegen eine ausgelassene Stimmung. Es wird mitgesungen, getanzt und nach jedem St√ľck begeistert applaudiert. Blues verbindet – nach allen Regeln der Kunst.

Und dann ging es zum King of Rock’n Roll, nach Graceland! Per interaktiver iPad-Tour wird man durch das Anwesen geschleust und kann den 70er Jahre Stil von Wohnzimmer, Schlafzimmer der Eltern, K√ľche, Fernsehraum, das Billardzimmer und den hawaii-inspirierte „Jungle Room“ mit grasgr√ľnem Teppich bestaunen. Das obere Geschoss mitsamt Schlafzimmer ist Tochter Lisa Marie allerdings heilig und somit tabu f√ľr die √Ėffentlichkeit. Nicht zuletzt befindet sich dort das Bad, in dem Elvis 1977 starb. In einem weiteren Geb√§ude werden goldenen Schallplatten, Troph√§en, die Konzert-Glitzer-Jumpsuits sowie die Hochzeitskleidung von Elvis & Priscilla ausgestellt. Mit im Programm ist auch der ber√ľhmte Pink Cadillac und das Flugzeug mit dem Namen der Tochter Lisa Marie. Die Besichtigung endet im Meditationsgarten am Grab von Elvis Presley inmitten derer seiner Eltern und seiner Oma sowie dem totgeborenen Zwillingsbruder. So manch einer verdr√ľckt hier eine Tr√§ne. Auf seinem Grabstein stehen die Worte seines Vaters: ‚ÄěGott hat gemerkt, dass er dringend Ruhe brauchte und holte ihn nach Hause.‚Äú – Ein bewegender Moment – egal, ob Elvis Fan oder nicht.

Auch der nächste Tag steht im Zeichen des Gedenkens. Diesmal steht allerdings keine Musiklegende im Fokus, sondern die Ikone des gewaltfreien Kampf gegen Diskriminierung der schwarzen Bevölkerung in den USA.

Heute ist der 4. April. Fr√ľh fahren wir zum Lorraine Motel nach Downton Memphis. Auf die Gedenktafel vor dem Motel hat jemand Rosen abgelegt. Ein Kranz h√§ngt am Balkongel√§nder des oberen Stockwerkes der zweigeschossigen Herberge aus den 20er Jahren. Genau hier wurde der herausragendste Anf√ľhrer amerikanischer B√ľrgerrechtsbewegung vor 50 Jahren erschossen: Martin Luther King.

I have a Dream… that my four little children will one day live in a nation where they will not be judged by the color of their skin, but by the content of their character …

Auszug Der REde, in der Martin Luther King anl√§sslich des „Marsches auf Washington“ seine Zukunftsvision von der Gleichberechtigung der schwarzen Bev√∂lkerung zum Ausdruck brachte – Die Rede ging um die Welt. Am 4. April 1968 wurde der Menschenrechtler und Friedensnobelpreistr√§ger erschossen.

Zeit seines Lebens setzte sich der studierte Theologe friedlich gegen Unterdr√ľckung von Afroamerikanern ein. Viele Amerikaner pilgern an diesem Tag vor den schicksalsschweren Balkon und gedenken dem Anf√ľhrer des friedlichen Kampfes gegen Rassentrennung. Das Lorraine Motel ist Teil des Civil Rights Museum in Memphis. Ein Muss auch f√ľr viele Schulklassen an diesem Tag.

King hat nicht nur sein eigenes Land und seine eigene Sache im Dienst der Freiheit nachhaltig inspiriert. Seine Strategie der Gewaltlosigkeit, um Missst√§nde zu beheben, spielte auch in der B√ľrgerrechtsbewegung der ehemaligen DDR eine entscheidende Rolle. Und ganz aktuell lebt der Spirit weiter in der friedlichen Kampagne US-amerikanischer Jugendliche gegen Waffengewalt.

Martin Luther King Memorial Washington

Martin Luther Kings Traum lebt weiter. Dieser scheint in Anbetracht der jetzigen US-Regierung brandaktuell. Denn, der Ton gegen√ľber Bed√ľrftigen und Einwanderern klingt in j√ľngster Zeit wieder rauer. Doch nun m√ľssen andere „k√§mpfen“. Obama weihte in Washington in Erinnerung an „einen ganz Gro√üen“ ein √ľberlebensgro√ües Monument von King ein. Der Vorreiter der amerikanischen B√ľrgerrechtsbewegung, in wei√üen Stein gehauen, hat seinen Blick fest auf das Jefferson Memorial gerichtet. Fast so, als wolle er dar√ľber wachen, dass das in der Unabh√§ngigkeitserkl√§rung gemachte Versprechen der Gleichberechtigung endlich erf√ľllt wird.

 

Etappe 5: Memphis (TN) – Atlanta (GA), 645 km

Unsere Rundreise neigt sich dem Ende zu. Auf der langen Fahrt in die Peachtree Stadt Atlanta geht es durch landschaftlich reizvolles Gebiet. W√§lder, H√ľgel und Seen sind vom Alabama Parkway auszumachen. Vorsicht jedoch, wer an diesem Tag noch von Atlanta wieder nach Hause oder weiterfliegt! Beim √úberqueren der Grenze nach Georgia tritt man auch in eine andere Zeitzone ein. Von der Central Standard Time Zone (CST) gelangt man hier in die Eastern Standard Time Zone (EST) und man „verliert“ eine Stunde. Unser zentrales Hotel in Atlanta ist das Fairfield Inn Downtown. Mit einem letzten Abendessen im Hardrock Caf√© in Downtown Atlanta sagen wir den S√ľdstaaten von Amerika „Auf Wiedersehen“. Nat√ľrlich gibt es in und um Atlanta herum auch noch eine Menge zu unternehmen. Hier nur meine kleine Auswahl:

  • Martin Luther King Jr. National Historic Site
  • World of Coca-Cola
  • Stone Mountain Park
  • Shopping im Lenox Square
  • Atlanta Fish Market

Von Atlanta aus fliegen wir zur√ľck nach NY – und weiteren tollen Tagen in den USA, bevor es dann leider wieder nach Hause geht.

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Rundreise S√ľdstaaten – Meine Hotelempfehlungen

 

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Zauberhaftes New Orleans – Jazz, Voodoo, Gumbo & Mardi Gras

Gumbo & Shrimps Po’Boy im Restaurant Chartres inklusive Blick vom Balkon aus in das French Quarter

Die Stadt am Mississippi ist bekannt f√ľr ihre historische Altstadt „French Quarter„, in der sich schmucke Geb√§ude im spanischen und franz√∂sischen Kolonialstil befinden und das teils noch mit historischen Gaslampen beleuchtet wird. Au√üerdem gilt New Orleans als die ‚ÄěWiege des Jazz„, ist hier doch 1917 √ľberhaupt die erste Jazz-Platte aufgenommen worden. Hinter jeder Stra√üenecke wird Musik einer anderen Stilrichtung gespielt. Unz√§hlige Restaurants bieten kreolische Gerichte an, die sich aus dem Zusammenspiel spanischer, franz√∂sischer, amerikanischer – aber auch karibischer und afrikanischer Einfl√ľsse – entwickelt haben. Ber√ľhmter Vertreter der kreolischen K√ľche oder des Cajun Foods sind Gumbo, Jambalya und Crawfish √Čtouff√©e. Aber auch der Po’Boy ist nicht wegzudenken aus den Restaurants von New Orleans. Der knusprige Baguettebrot-Sandwich mit Shrimps bekam seinen Namen im Zuge des Streiks der Stra√üenbahn im Jahr 1929. Aus Mitleid mit den nun arbeitslosen Stra√üenbahnarbeitern haben zwei Restaurantbesitzer die poor boys mit Sandwiches versorgt. Im New Orleans Dialekt wurde die armen Jungs so zu „Po’Boys“ verknappt und der Name f√ľr den Sandwich war geboren.

Eingebucht haben wir uns f√ľr drei N√§chte ins Sheraton auf der Canal Street mit tollem Blick auf die Stadt und den Mississippi. Von hier aus konnte man die Kreuzfahrtschiffe beobachten, die sich ihren Weg √ľber den windenden Mississippi bis zum Meer bahnen. Bei Tag sieht es von oben ein wenig so aus, als w√ľrden die Schiffe durch den Wald fahren.

Blick vom Hotelzimmer im Sheraton auf den Mississippi

New Orleans liegt zum gro√üen Teil unter dem Meeresspiegel, in der Schraubzwinge zwischen Mississippi und Lake Pontchartrain. D√§mme sch√ľtzen die Stadt vor Fluten, aber sie sch√ľtzten nicht vor Katrina. Das Ausma√ü der Katastrophe war verheerend. Als die maroden Deiche brachen, wurden 80 % der Stadt √ľberflutet, 7 Meter tief stand das Wasser in den Stra√üen, √ľber 1.800 Menschen lie√üen ihr Leben. Ein Gro√üteil der Betroffenen waren Afroamerikaner. Das historisch bedeutsame French Quarter kam jedoch mit einem blauen Auge davon. Zu allem √úberfluss versagten die Beh√∂rden bei der Organisation der Hilfeleistungen und Pr√§sident Bush handelte mehr als z√∂gerlich, so Kritiker. Der Neubau einiger Siedlungen, die von √§rmeren Bev√∂lkerungsschichten bewohnt waren, wurden f√ľr diese unerschwinglich. Viele von ihnen kamen nicht zur√ľck. Sie sind dort geblieben. Dort, wo auch immer die Evakuierungsbusse sie hingebracht haben. Atlanta. Dallas. Elsewhere.

Der Schaufelraddampfer Natchez auf dem Mississippi
Großteile von New Orleans liegen unter der Meeresoberfläche

Das ist die Kehrseite der Renaissance, die der Big Easy l√§ngst wieder erf√§hrt. Die Investoren kamen wieder und mit ihnen (600!) neue Restaurants, Hotels und Touristen und nat√ľrlich Jobs! New Orleans boomt und der Big Easy scheint quirliger als je zuvor. Vor Katrina z√§hlte New Orleans 455.000 Einwohner, nach Katrina 200.000. Heute sind es wieder an die 400.000. Doch die Stadt muss auch Kritik einstecken. Sie investiere mehr in den Tourismus, als seine eigenen Leute zu unterst√ľtzen. Ein zwiesp√§ltiges Gef√ľhl erwischt mich kalt bei diesen Gedanken, auch wenn der Big Easy schnell wieder seine unwiderstehlichen Reize spielen l√§sst und mich mit seinem pulsierendes Stra√üenleben, der vibrierenden Musikszene, mit romantischer Kolonialarchitektur und kreolischer K√ľche sowie der zauberhafte Lage am Mississippi in seinen Bann zieht.

New Orleans ist wahrscheinlich die unamerikanischste Stadt von allen. Sie ist ein wenig bunter, verr√ľckter, freiz√ľgiger und unbeschwerter als Restamerika und wird daher auch zu Recht The Big Easy genannt. Das lebensfrohe Tohuwabohu erscheint allenfalls vergleichbar mit San Francisco oder New York – und trifft es doch nicht ganz genau. Frei jedoch nach Tennessee Williams, der seiner Heimat folgende Liebeserkl√§rung machte: ‚ÄěIn Amerika gibt es nur drei St√§dte: New York, San Francisco und New Orleans. √úberall sonst ist Cleveland.‚Äú

Doch was macht The Big Easy zu dem was es ist? Fangen wir an mit etwas ganz Banalem: In New Orleans kann man sich mit einem Bier in der Hand durch die Stra√üen treiben lassen, ohne direkt im Gef√§ngnis zu lassen. Der √∂ffentliche Trinker gilt hier nicht als Ausgeburt des Teufels. Mich daran zu gew√∂hnen gelingt schnell und dennoch, als ich mit zwei prall gef√ľllten Bechern frisch gezapften Bieres aus Lafitte¬īs Blacksmith Shop komme, schaue ich mich doch noch einmal um, ob das Auge des Gesetzes nicht vielleicht doch Zugriff nimmt! Die alte Kneipe auf der Bourbon St. wurde vor 1772 erbaut und ist heute nicht nur eines der √§ltesten erhaltenen Geb√§ude in New Orleans, es ist auch die √§lteste bewirtschaftete Bar in ganz Amerika.

Lafitte¬īs Blacksmith Shop
Meine Voodoo-Freundin f√ľr zu Hause ‚̧

Das French Quarter konnte sich seinen nostalgischen Charme sehr gut bewahren. In diese einzig wahre Altstadt Amerikas konnte weder Apple noch McDonald Einzug halten. Ein Wunder im Land der Kettenshops und -restaurants! Anstelle dessen gibt es viele kleine Gesch√§fte, unter anderem viele, die die Anh√§nger des Voodoo-Kults versorgen. Der Voodoo-Glaube wurde im Zuge der Sklaverei ins Land gebracht und von der Priesterin Marie Laveau salonf√§hig gemacht. Marie Laveau wurde 1794 in New Orleans geboren und war eine ber√ľhmt ber√ľchtigte Heilerin und Hellseherin. Nach Jahrhunderten der Verbote und der Verfolgung ist der Kult in New Orleans seit 2003 als Religion akzeptiert. Damit ist Louisianas schillernde Stadt zur unangefochtenen Voodoo Capital of the US avanciert. Mit Puppen, die mit Nadeln durchstochen den Adressaten Unheil bereiten sollen, hat der Voodoo-Kult allerdings √ľberhaupt nichts zu tun. Voodoo soll ausschlie√ülich positive Energie verbreiten und so sagt man den bunten Puppen, die man hier √ľberall in den Voodoo-Shops als Souvenir kaufen kann, heilende Wirkung nach. Wer mehr √ľber Voodoo erfahren m√∂chte, ist im Voodoo Museum bestens aufgehoben.

Voodoo-Shops in der Voodoo Hochburg New Orleans

Die Stadt am Mississippi ist aber nicht nur das Epizentrum der Musik, allen Genres voran des Jazz sowie des Voodoo-Kults und fantastischer kreolischer K√ľche. Nein, sie ist auch die Hochburg des „Mardi Gras„, der S√ľdstaatenvariante des Karnevals. Importiert mit den ersten franz√∂sischen Siedlern ist der „Fette Dienstag“ ein feierw√ľtig gelebtes Relikt. Fat Tuesday deswegen, weil ja bekanntlich am Ash Wednesday alles vorbei ist und die fetten Tage nun mit der √∂sterlichen Fastenzeit ihr j√§hes Ende nehmen. Aber bevor es soweit ist, schreiten dutzende schillernde Paraden durch die Stra√üen der Stadt. Menschen mit Kind und Kegel jubeln den Paraden von den gusseisernen Balkonen der opulenten H√§user oder eben direkt vom Stra√üenrand zu. Hier geht es nicht um politische Abrechnungen, es geht auch nicht um ausgebuffte Choreographien der Teilnehmer, sondern lediglich um den Spa√ü an diesem unglaublichen Spektakel teilzunehmen.

Wir waren leider nicht an Mardi Gras in New Orleans, aber die ähnlich bunte Easter Parade hat eine Idee davon vermittelt, was sich hier an Mardi Gras abspielen muss. Ausgerichtet wird die familienfreundliche Parade von Chris Owens, der stadtbekannten Entertainerin und Clubbesitzerin des French Quarters Рeine verehrte Tochter der Stadt New Orleans. Bunte Ketten werden von den offenen Wagen in die begeisterte Menge geschleudert. Blaskapellen und ein Konvoi mit alten Cabrios zieht vorbei. Es herrscht kollektiver Ausnahmezustand. Und dann geht es im Anschluss kettenbehangen in die zahlreichen Clubs, Bars und Jazz-Cafés wie zum Beispiel ins Café Beignet. Und das alles bei wohlig-warmen Sommertemperaturen.

Als w√§re das alles noch nicht genug! Gleich am n√§chsten Tag findet die Gay Parade statt. Durchtrainierte Jungs mit freiem Oberk√∂rper, rosa Hasenohren und Puschelb√ľrzel, Travestiten im Glitzerlook und markant geschminkte Pfarrer, die ihr jubelndes Publikum beim Vorbeifahren bekreuzigt oder knutscht – oder eben beides in dieser Reihenfolge, flanieren vorbei. Die Stimmung kocht bereits √ľber, als die „Lords of Leather“ vorbeimarschieren. Aber anstatt mit pr√§chtiger Lederbekleidung aufzuwarten, tragen diese in Anbetracht der hohen Temperaturen an diesem Tag lediglich bunte H√ľte zu karierten Boxershorts. „Where’s the leather, guys?“ schreit ihnen einer hinter mir aus dem Publikum provokant zu. „Too hot for leather, sweetheart!“ ruft der ebenso schr√§g zur√ľck und winkt mir vergn√ľgt zu.

Am n√§chsten Tag machen wir uns auf eine Tour mit der historischen Stra√üenbahn entlang der h√ľbschen Charles Avenue durch den Garden District. Das dunkelgr√ľne Saint Charles Streetcar (No. 12) ist eine lebendige Reliquie aus dem Jahr 1923. Sie f√§hrt noch heute von der Canal Street entlang des Riverbend bis Carrollton in der Claiborne Avenue. Im Schatten massiver Eichen passiert sie dabei dutzende majest√§tische Villen mit S√ľdstaatencharme, die Universit√§ten von Loyola und Tulane, den Audubon Park und viele schicke Hotels und Restaurants. Die urspr√ľngliche, seinerzeit dampfbetriebene Stra√üenbahn datiert sogar bis in das Jahr 1835 zur√ľck. Sie gilt damit als die √§lteste, kontinuierlich betriebene Stra√üenbahnlinie der Welt. 40 Minuten dauert eine einfache Fahrt mit dem Oldtimer-Streetcar durch die Geschichte New Orleans. Am Ende der Tour werden die Lehnen des Streetcars einfach umgelegt und zur√ľck geht es in die Richtung Stadtzentrum von New Orleans. F√ľr 1,25 $ pro Strecke. Infos gibt’s auf der Homepage der New Orleans Regional Transit Authority

Saint Charles Streetcar – Historische Fahrt durch den Garden District

Am letzten Tag vor unserer Abreise wird es noch beschaulicher. Wir statten dem Greenwood Cemetery einen Besuch ab. Da wir gut und gerne immer 15 Minuten auf unser Auto warten, bis es aus der Valley Parking Zone des Hotels gebracht wird, entschließen wir uns, dies zu umgehen und auch mit der Straßenbahn (No. 47) zu fahren. Der imposante Friedhof mit seinen historischen Grabstätten wurde 1852 erschlossen. In dieser Zeit suchte eine landesweite Gelbfieber Epidemie auch die Stadt New Orleans heim, so dass entsprechender Platz benötigt wurde.

Opulente Mausoleen auf dem Greenwood Cemetery

New Orleans liegt zu einem Gro√üteil unter dem Meeresspiegel. Weil sich die Stadt auf verdichtetem Sumpfgebiet befindet, sackt sie zudem jedes Jahr einige weitere Millimeter ab. Damit die Toten nicht irgendwann durch die Gegend schwimmen, mussten sie oberirdisch bestattet werden. Mit pr√§chtigen Mausoleen im gotischen und neo-klassizistischem Stil hat man hier seinen Liebsten ein w√ľrdiges Denkmal gesetzt. Diese opulenten, posthumen Grabmale in der „City of the Dead“ kann man besichtigen. Und wenn man auf einen ausgiebigen Besichtigungsspaziergang keine Lust hat, kann man die Gr√§ber auch mit dem Auto abfahren.

Der ber√ľhmteste und √§lteste Friedhof ist der St. Louis Cemetery No. 1. Er wurde 1789 er√∂ffnet und liegt nur einen Block entfernt vom French Quarter und damit damals noch au√üerhalb der Stadt New Orleans. Die bereits erw√§hnte Voodoo-Priesterin Mary Laveau soll hier begraben sein. Doch der Voodoo-Spirit lebt! Seine Anh√§nger pilgern immer noch an das Grab und legen Blumen und kleine Geschenke ab, in der Hoffnung, dass Mary ihre W√ľnsche erf√ľllt.

MarieLaveauMausoleum

Ob Marie Laveau eine einflussreiche Priesterin mit √ľbernat√ľrlichen F√§higkeiten war oder einfach nur eine clevere Gesch√§ftsfrau, die ihre Kunden auf charismatische Weise in ihren Bann zog, bleibt ein Geheimnis. Dass aber die schwarze „Queen of Vodoo“ bei arm und reich sowie schwarz und wei√ü gleicherma√üen hoch angesehen wurde – und das im tiefsten S√ľden zur Zeit der Sklaverei – dies macht sie zweifelsohne zu einer faszinierenden Pers√∂nlichkeit.

Wahrscheinlich wäre ihr Ruhm nirgendwo anders möglich gewesen als in New Orleans.

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Einreise USA – ESTA Abzocke vermeiden! – Tipps f√ľr die Antragstellung

Immer h√§ufiger lese ich in Foren von Abzocke bei der Beantragung von ESTA. Dabei fallen h√§ufig Geb√ľhren von um die 50 ‚ā¨ an, obwohl die Beantragung √ľber die offizielle ESTA-Seite https://esta.cbp.dhs.gov/esta/ lediglich 14 $ kostet.

SEHR WICHTIG: ESTA SP√ĄTESTENS 72 STUNDEN VOR ABREISE BEANTRAGEN!

Das Elektronische System f√ľr die Reisegenehmigung (Electronic System for Travel Austhorization = ESTA) wird verwendet wird, um Besuchern im Rahmen des Visa Waiver Program (VWP) die Einreiseerlaubnis in die Vereinigten Staaten ohne Visa zu erteilen.

Zust√§ndig f√ľr die Beantragung von ESTA ist ausschlie√ülich die U.S. Customs and Border Protection. Stellt daher grunds√§tzlich nur hier euren ESTA-Antrag.

Die offizielle ESTA-Seite der U.S. Customs and Border Protection

ESTA-Abzocke bei unseriösen Drittanbietern

Gibt man ESTA in Google ein, dann erscheinen auch unseri√∂se Drittanbieter, welche die Unkenntnis insbesondere erstmaliger USA-Besucher ausnutzen und bei der Unterst√ľtzung der Antragstellung teils aberwitzige Geb√ľhren verlangen. Drittanbieterseiten t√§uschen durch einen sehr professionellen Aufbau der Webseite (US-Flagge, offizielles ESTA-Symbol) Seriosit√§t vor, um USA-Reisende zu t√§uschen. Optisch sind diese Seiten daher oftmals der Originalseite sehr √§hnlich. Die Anbieter vermitteln dar√ľber hinaus in manchen F√§llen nur zu gern, dass ihr Service notwendig sei, um die Einreisegenehmigung √ľberhaupt zu erhalten, da Fehler bei der Beantragung leicht gemacht seien. Alles Quatsch!

Unseri√∂se Drittanbieter: Schon die Bezeichnung „VISA“ ist irref√ľhrend. ESTA ist kein Visum! ESTA ist eine Einreisegenehmigung und erf√ľllt nicht die gesetzlichen Anforderungen zweckgebundener Visa. Auf dieser Seite wurde auch noch falsch recherchiert! wEin USA-Aufenthalt von max. 90 Tagen ist mit ESTA m√∂glich.

Unseri√∂se Drittanbieter werben oftmals mit 100% R√ľckerstattung bei Ablehnung des Antrages. Ablehnungen kommen jedoch nur in Ausnahmef√§llen zustande! Ob ein Antrag jedoch genehmigt wird oder nicht, entscheidet allein die U.S. Costums an Border Control. Kein Drittanbieter hat Einfluss auf das Genehmigungsverfahren! Drittanbieter werden grunds√§tzlich nicht vom US-Ministerium f√ľr Innere Sicherheit  unterst√ľtzt, noch sind sie in irgendeiner Form mit der US-Beh√∂rde verbunden.

Diese Drittanbieter versprechen Unterst√ľtzung beim Ausf√ľllen des Antrags in deutscher Sprache, die Beantragung auf der offiziellen Originalseite ist jedoch auch auf deutsch m√∂glich! Au√üerdem gibt es eine F√ľlle an You-Tube Tutorial, falls es doch an der einen oder anderen Stelle Unklarheit geben sollte.

Haltet euch daher fern von Anbietern wie:

  • estas.de (74 $ Geb√ľhr!)
  • estaformular.org (89 ‚ā¨ + 14 $ ESTA-Geb√ľhr)
  • estaregistrierung.org (39 ‚ā¨ Geb√ľhr)
  • visumusa.net/esta/ (84 ‚ā¨ Geb√ľhr)
  • und vielen mehr…

Was tun, wenn man bereits auf Drittanbieter hereingefallen ist?

Grunds√§tzlich ist nat√ľrlich erst einmal ein Vertrag zustande gekommen, da nichts dagegen spricht, dass Drittanbieter einen Hilfsservice als Dienstleistung anbieten. Die Grenze zwischen Dienstleistung und bewusster Irref√ľhrung mit dem Ziel des Vertragsabschlusses ist nat√ľrlich flie√üend. Einzelfallabh√§ngig gibt es folgende M√∂glichkeiten.

  1. Eine M√∂glichkeit ist, im Rahmen des Fernabsatzgesetzes den Vertrag innerhalb von 14 Tagen schriftlich zu widerrufen. Falls die Beantragung schon durch ist, werden zwar noch die regul√§ren 14 $ f√§llig (und evtl. eine Bearbeitungsgeb√ľhr). Die horrenden Geb√ľhren kann man in diesem Fall zur√ľck erstattet bekommen (deutsches Recht vorausgesetzt).
  2. Als zweite M√∂glichkeit empfiehlt der Verbraucherschutzverein, sich mit diesem Musterbrief gegen betr√ľgerische Drittanbieter zur Wehr zu setzen.

Was brauchst du, um ESTA zu beantragen?

  • Einen g√ľltigen Reisepass (muss noch mind. 6 Monate nach Ablauf des USA-Aufenthaltes g√ľltig sein)
  • G√ľltige Kreditkarte oder PayPal zur Zahlung der 14 $ pro Antrag
  • Name der Eltern
  • Kontaktinformationen
  • Informationen √ľber den Arbeitgeber
  • Aufenthaltsadresse in USA

Tipps f√ľr das Ausf√ľllen des Antrages

  • Wichtig! ESTA sp√§testens 72 h vor Abreise beantragen, am besten aber so fr√ľh wie m√∂glich. Auch wenn man die Einreisegenehmigung oftmals innerhalb einer Stunde bekommt, so kann sich dies aufgrund von hohem Datenaufkommen oder St√∂rungen durchaus verz√∂gern!
  • Alle √Ą’s, √Ė’s und √ú’s werden zu Umlauten = AE, OE, UE
  • Deutsche Reisepassnummern beinhalten niemals den Buchstaben O! Es handelt sich immer um die Ziffer 0. DAS 0 ist eine NULL – garantiert! Also lieber nochmals checken, ob die Reisepassnummer richtig in das Online-Formular eingegeben wurde! Ein Doublecheck ist ohnehin sinnvoll bei der Dateneingabe.
  • Bei Eingabe der Antragstellerinformationen auf Seite 2 wird nach der Nationalen Identit√§snummer gefragt. Hier gibt man UNKNOWN ein.
  • Die Fragen zur Anspruchsberechtigung (Sicherheitsfragen) auf Seite 4 sollten (nat√ľrlich wahrheitsgem√§√ü!) mit NEIN beantwortet werden. Ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit einer Ablehnung der Genehmigung hoch.
  • ESTA Antrag ausdrucken und mitnehmen. Ich bin noch nie danach gefragt worden, bin aber lieber auf der sicheren Seite im Falle von Unstimmigkeiten.
und am Ende erfolgt die Genehmigung! Herzlichen Gl√ľckwunsch!

Und los geht’s in die USA! Der Antrag ist zwei Jahre g√ľltig und kann auf eben jener offiziellen Regierungsseite verl√§ngert werden. Ein neuer Antrag ist lediglich notwendig, wenn du einen neuen Reisepass erh√§ltst oder sich dein Name, dein Geschlecht oder deine Staatsb√ľrgerschaft √§ndert. Das gleiche gilt, wenn sich eine deiner Antworten zur Berechtigung √§ndert. Alle anderen Angaben kannst du auf der ESTA-Seite korrigieren. Die entsprechende Geb√ľhr von USD 14 wird f√ľr jeden neuen Antrag erhoben.

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Sunpass Florida – Wie aktiviert man den Portable Transponder?

G√ľnstig und einfach – die Alternative zu teuren Mautsystemen der Mietwagenfirmen!

Portable Transponder gekauft – Online aktivieren – an der Windschutzscheibe fixieren – Losfahren!

Den SUNPASS Transponder portable bekommst du bei Publix, CVS, Walgreens oder √ľberall hier. Der SUNPASS Mini (Sticker) zur einmaligen Verwendung kostet 4,99 $ + tax. Ich empfehle f√ľr den wiederholten Besuch in Florida den wiederverwendbaren SUNPASS portable f√ľr 19,99 $ + tax.

Einen sehr guten und transparenten Mietwagenvergleich mit Bestpreisen gibt es bei Billiger Mietwagen. Empfehlung!

Und los geht’s! Aktiviere deinen Transponder auf Sunpass.com und folge den Schritten:

Im der n√§chsten Maske muss das Fahrzeug hinzugef√ľgt werden. Hier ist es wichtig, bei Rental Vehicle einen Haken zu setzen, aber auch in jedem Fall Datum und Uhrzeit der Mietwagenr√ľckgabe anzugeben. Dies ist hilfreich, falls man doch vergisst, den Transponder aus dem Mietwagen zu nehmen!

Fertig! Unter Activity kannst du deine gefahrenen Mautstrecken inklusive Geb√ľhrenangabe f√ľr den jeweiligen Streckenabschnitt einsehen. Manchmal siehst du bereits am n√§chsten Tag, wo du zu welcher Geb√ľhr ein Tollroad befahren hast. Wir hatten allerdings auch schon den Fall, dass es 3-Wochen gedauert hat bis wir die letzten Buchungen auf dem Konto hatten.

Noch ein Hinweis: Falls du dein Konto √ľber eine l√§ngere Zeit nicht nutzt, weil Florida gerade mal nicht anliegt, dann solltest du angeben, bis wann du dein Konto aussetzen lassen m√∂chtest. Anderenfalls wird dein Konto nach einer gewissen Zeit der Nichtnutzung deaktiviert. Gehe hierf√ľr zu Account Profile und dann zu Account Activity und setze ein entsprechendes Datum, welches du jederzeit wieder √§ndern kannst.

Einen Erfahrungsbericht zum Einsatz des SUNPASS Transponder portable mit Support-E-mail findest du hier.

Und falls du gerne einen Kostenvergleich h√§ttest, ob sich der SUNPASS portable wirklich gegen√ľber den Mautsystemen lohnt, die die Mietwagenfirmen anbieten, dann kannst du dich hier informieren.

30 Jahre in die USA – ein Blick zur√ľck

Nach genau 30 Jahren bin ich am Unabh√§ngigkeitstag der USA wieder im Land der begrenzt unbegrenzten M√∂glichkeiten. 1988 war nicht nur das Jahr, in dem ich mit den Amerikanern das erste Mal ihren gro√üen Tag gefeiert hatte, es war auch das erste Mal √ľberhaupt, dass ich US-amerikanischen Boden betreten habe.

In 30 Jahren hat sich viel ver√§ndert – w√§re ja auch schlimm wenn nicht. Manche Dinge halten sich hingegen beharrlich konstant – bis heute. 4 Wochen sind wir „damals“, 1988, durch die USA getourt. F√ľr die J√ľngeren unter uns: Es gab kein Internet – das Informationsmedium, ohne das, so scheint es mittlerweile – nicht mehr viel geht. Das hei√üt, man konnte sich weder √ľber das Einreiseprozedere informieren, noch √ľber die Gepflogenheiten der Amerikaner und schon gar nicht √ľber spektakul√§re Insidertipps. Verkehrsregeln in den USA? Keine Ahnung! Shopping, Dining, Arts & Culture? Ist das alles √§hnlich wie bei uns? Wie steht es mit dem Trinkgeld? Aufrunden zum n√§chsten Dollar wie bei uns? Macht bei einer Rechnung von 54,60 $ einfach 55,00 $, vielleicht auch gro√üz√ľgigerweise 56,00 $, ist doch alles gar kein Problem!

Wie erstaunt war ich, dass man mindestens 15% Trinkgeld gibt, ich in den USA f√ľr eine Nike Boxershorts 9,99 $ anstatt 35 DM bezahlen musste und man¬†ins Restaurant problemlos mit Jogginghose gehen kann. Ich bin zwar nicht der Meinung, dass man die Kontrolle √ľber sein Leben verloren hat, wenn man Jogginghosen tr√§gt und trotzdem w√ľrde ich sie auch nicht in einem amerikanischen Restaurant anziehen wollen. Die Gewissheit, dass man nicht √ľber die Geb√ľhr angeglotzt wird, wenn man es dennoch tun w√ľrde, finde ich extrem angenehm. Angestarrt wirst du im Land der begrenzt unbegrenzten M√∂glichkeiten ohnehin nicht, egal wie bl√∂d du gerade aus der W√§sche schaust. Im Gegenteil, dir wird geholfen. Sofort steht der Amerikaner neben dir und fragt, wie er denn helfen k√∂nne. Und sei es nur mit einem Foto. Selfiesticks und schwenkbare Displays waren Zukunftsvisionen von denen noch niemand tr√§umte. Und dennoch, auch heute wirst du in den USA nicht lange allein gelassen, wenn man zum Gruppenbild aufgestellt ist und der Fotograf fehlt. „Hey guys, can I take that picture for you?“ Und wie dumm muss ich aus der W√§sche geschaut haben, als ich mit satten 20 Jahren nicht einmal ein Bier bestellt bekam. Ich spekuliere heute noch, ob es sich hier um einen konspirativen Wissensvorsprung meiner Eltern handelte, die im Zuge dessen vor Vollendung meines 21. Geburtstages den USA-Trip √ľber die B√ľhne brachten.

Die englische Sprache wurde in jener Zeit noch wie ein l√§stiges Nebenfach behandelt. Naja, das ist vielleicht ein wenig √ľbertrieben, aber wenn man nicht gerade Englisch als Leistungskurs belegt hatte, dann tendierten die Anwendungsm√∂glichkeiten der Fremdsprache in den USA gegen 0. Aber das taten sie bei genauerer Betrachtung eigentlich auch mit dem verkopften Leistungskurswissen. Das Studium von Shakespeare’s Originalschriften und sonstigen „English Novels“ ist wenig hilfreich, wenn man dem Cop erkl√§ren muss, wieso man die 4-Way-Stop Regelung missachtet hat, wenn man nicht einmal wei√ü, was die 4-Way-Stop Regelung bedeutet. USA – das kannte man nur aus den einschl√§gigen US-Serien. Denver, Dallas…hach!

Die H√§nde √ľber dem Kopf zusammengeschlagen haben die Nachbarn. Im vorherigen Jahr waren wir in Marokko. Auch das hat so einiges Kopfsch√ľtteln in unserem Umfeld erzeugt. Doch dann kam die Idee meiner Mutter in die USA zu reisen. „Wir sind auch in Marokko gut per Kommunikation mit Hand und Fu√ü durchgekommen“, hie√ü es, „dann werden wir es jawohl auch durch die USA packen.“ Ich hatte mich wahnsinnig √ľber diesen Mut gefreut. Ich war auch erst 19. Da denkt man noch nicht so sehr an die „inconveniences“, die uns nat√ľrlich in ganzer Bandbreite frontal getroffen haben. Aber egal: USA – WOW!! Ich hatte die Bewunderung meiner Freunde auf meiner Seite.. das war das was z√§hlte.

„Wir fahren einfach in der ersten Woche zu Tante Irmi nach Rochester! Da k√∂nnen wir uns ein wenig akklimatisieren und wissen wie der Hase l√§uft. Und dann geht’s weiter mit dem Mietwagen bis nach Key West.“ Das h√∂rte sich so an, als fuhren wir von Stade in den Harz. Und tats√§chlich – keiner hatte die endlosen Entfernungen auf dem Schirm. Ironie an. Danke, Google Maps, dass es dich erst Jahre sp√§ter gab! Ironie aus.

Aus New York haben wir es tats√§chlich hinaus geschafft. Ich wei√ü noch, wie ich gemault habe, weil wir dort nicht l√§nger geblieben sind! Ich wusste noch nicht, dass New York einst meine Lieblingsstadt und ein latenter Sehnsuchtsort werden w√ľrde. Dass wir NY links liegen lie√üen, dar√ľber war ich nicht amused. Und dabei wusste ich gar nicht was ich verpasst hatte.

Der alte Miet-Chevy hatte die Gangschaltung noch am Lenkrad. Unwissenheit √ľber den Gebrauch dieser Technik f√ľhrte dazu, dass wir das Fahrzeug nach Entgegennahme erst einmal r√ľckw√§rts in eine Blechtonne karrten. Fehlte nur noch, dass Oscar aus der Sesamstra√üe seinen Kopf aus eben jener Tonne stecken und sich lauthals beschweren w√ľrde: „Ihr Penner, k√∂nnt ihr nicht aufpassen…!“ So weit meine romantisch-verkl√§rte Amerika Fantasie.

Irmi hat uns nach Ankunft erst einmal Amerika erkl√§rt. Gemeinsam sa√üen wir um eine Pizza von der Gr√∂√üe eines M√ľhlrads, w√§hrend sie einen Monolog hielt √ľber das Tipping, die Verkehrsregeln in den USA und wie man reagiert, wenn man von einem Polizisten angehalten wird. Au√üerdem hat sie uns mit auf die Turkey Jagd genommen. Und tats√§chlich funktioniert das wie in der Kitkat Werbung. Alle Protagonisten verstanden sich bestens im ber√ľhmten Turkey Lockruf. Am besten konnte das allerdings Jimmy-the-Turkey, ein √§lterer Herr um die 90. Ich glaube der war auch genetisch gesehen mit den Truth√§hnen verwandt.

Nun waren wir nur noch halb so planlos. Irmi fand das stark √ľbertrieben und hat uns erst einmal zu AAA gezerrt, wo wir mit 4 Pounds Kartenmaterial ausgestattet wurden. Ach ja, diese nichtmetrischen Systeme! Wer hat sich das eigentlich einfallen lassen? V√∂llig umpraktikabel! Wie viel waren noch 600 Meilen? 680 km? Prima, da kommen wir noch im Hellen an! Hier tankt man Gallonen. Nicht Liter. Als wir mittels angewandten Dreisatz dann ausrechneten, dass die Benzinpreise unglaublich g√ľnstig sind, wurde jener Tag zum Feiertag erkl√§rt! Nein, es gab auch noch keine Umrechnungs-App!

Und es gab noch einige Dinge mehr, die buchst√§blich nach hinten los gingen. Die Karten waren h√∂chst userunfreundlich. Meistens hat es meine Mutter geschafft, die Karten w√§hrend der Fahrt √ľber die Breite der kompletten Windschutzscheibe zu „entfalten“. Da hatten wir wieder den Durchblick! An die j√ľngere Generation: Nee, nix Navi! Gab es net! Und so fuhren wir die Interstates und Highways hin und wieder mal in die verkehrte Richtung – so als ob die Entfernungen hier ja nicht so dramatisch sind.

Essen gehen ist auch so ein Spezialthema. Vor allem: Wo geht man in Amiland bezahlbar essen?¬†(Der Dollarkurs war seinerzeit in schwindelerregender H√∂he!) Nun, man geht zu Ponderosa oder in ein anderes Family Restaurant, bezahlt den „Eintritt“ f√ľr das „All-you-can-fress“-Buffet und bucht nach Gusto noch ein Steak dazu. G√ľnstig! „Fr√ľhst√ľckt bei Perkins“ – herrlich – vom durchgebratenen Speck, W√ľrstchen, Muffins, Marshmallows und Pancakes mit Honey Spread und Maple Syrup – alles auf einem Teller. Mc Donald’s an jeder Ecke. Ich konnte mein Gl√ľck nicht fassen.

Lebensrettende Maßnahmen РFastfood in USA

Einmal wollten wir was anderes als Burger und Muffins und sind zu irgend einem Japaner gegangen. Den hatten wir per Zufall auf unserer Strecke ausfindig gemacht. Drau√üen war kein „Menu“ angeschlagen. Egal! Wir hatten Hunger und sind zu viert – Mama, Papa, Bruderherz und meine Wenigkeit – reingerauscht in den asiatischen Tempel der Gl√ľckseligkeit. Sofort hatten wir einen Platz an einer hufeisenf√∂rmigen Theke. Dahinter wetzte ein Samurai inbr√ľnstig ein schwertlanges Messer. Mein Vater schaute schon mal in die Karte. Ich war noch v√∂llig fasziniert von diesem Laden mit dem japanischen Ambiente. Dann schaute auch ich in die Karte. Alle schauten in die Karte. Und alle schwiegen. Die Preise verschwammen vor meinen Augen. Dann der vernichtende Spruch unseres Oberh√§uptlings: Wenn wir hier essen, sind wir pleite f√ľr die n√§chsten 3 Wochen. Ich verstand. Alle verstanden. Wir mussten gehen… und zwar schnell.

Während ich heute alles andere als ein Problem damit hätte zu sagen, dass das Preisniveau nicht mit meinem Brieftascheninhalt verträglich ist, war mir diese Situation nur allzu unangenehm. Und so standen wir auf und ich fing an zu laufen.., nein, ich begann geradezu aus dem Restaurant zu rennen. Und ich hörte nicht eher auf bis ich völlig erschöpft außer Reichweite war. Jo, so ist das, wenn man mit nem Postpubertier reist. Ich glaube, heute nehmen das meine Eltern sportlich.

Unsere Eingew√∂hnungsphase in Rochester neigte sich dem Ende. Die Niagara F√§lle waren mein pers√∂nliches Highlight hier oben im Norden der USA. Viel hat sich ver√§ndert seither. Die Innenstadt von Niagara Falls ist heute zur „Tourist Trap“ mutiert. Aber man kann dies ignorieren, wenn man will. Und das habe ich.. ¬†es gibt hier so viel anders zu entdecken. Und die F√§lle sind immer noch die F√§lle, vielleicht sind von der Abbruchkante ein paar Zentimeter abgebr√∂selt in der vergangenen Zeit – aber der immer noch faszinierende Horseshoe ist geblieben.

Die Feuertaufe hatten wir also knapp bestanden und so wurden wir los gelassen in die Weite des Wilden Osten – einmal von Nord nach S√ľd – von Rochester nach Key West.

All das, was wir sahen, war wie aus einer anderen Welt und dennoch vertraut. Die typischen Polizeisirenen – hatte ich doch tausende Male in US-amerikanischen Serien geh√∂rt. Aber dass die sich tats√§chlich 6.300 km von zu Hause entfernt genauso anh√∂rten, dass erstaunte mich dann doch. Und √ľberhaupt die unendliche Weite! 600 Meilen sind √ľbrigens 965 km – dumm gelaufen.

B&B in Charleston

B&B haben wir gemacht. Das war einfach spitze! In Washington bei John in einem alten Stadthaus, in Charleston bei einem alten Ehepaar, das so goldig war, dass ich es am liebsten adoptiert h√§tte, in Savannah in einem alten Herrenhaus. Bananenpflanzen wuchsen im Hof. Bei Christine in St. Augustine, die uns morgens zum Fr√ľhst√ľck frische Mangos aus ihrem Garten pfl√ľckte und frische Pancakes zubereitete.

Und dann ging’s nach Orlando. Disney World! 10 Stunden waren wir im Magic Kingdom. Es war der 4. Juli. Kein einigerma√üen reflektierter Mensch geht am amerikanischen Unabh√§ngigkeitstag in einen Freizeitpark. Ich habe nie wieder das Datum des amerikanischen Unabh√§ngigkeitstages vergessen. Irmi hatte beim letzten Briefing in Rochester empfohlen: „Nehmt alles mit! Es ist toll!“ Das haben wir auch. Und ich habe mich gewundert, wie zivilisiert, immer sch√∂n in einer Reihe mit geb√ľhrendem Abstand zum Vordermann der „gemeine“ Amerikaner in der Schlange steht. Das hat die Wartezeiten an den Attraktionen mehr als angenehm gemacht. Noch heute stehe ich lieber in einer amerikanischen als in einer deutschen Schlange.

Und dann kam die Disney-Light-Parade und das Feuerwerk und… die amerikanische Hymne. Amerikaner stolz mittr√§llernd mit der Hand auf dem Herz. Nationalstolz? Wow, das war mir sowas von fremd. Ich hatte G√§nsehaut. Im Moment ist er bei unseren demokratischen Freunden etwas abhanden gekommen. Aber der kommt schon wieder!

Cinderella’s Castle – 4. Juli 1988

 

Und dann ging’s am Ende unserer Tour ins damals beschauliche Marathon auf den Florida Keys, wo meine Eltern von Bettfl√∂hen zerbissen wurden.¬†Ich – zu meiner Verteidigung – hatte ja sofort meinen Unmut kundgetan, als wir auch die n√§chste Gro√üstadt – namens Miami – einfach so im wahrsten Sinne des Wortes „links liegen lie√üen“. „Wir wollen erst nach Key West!“, hie√ü es. Die Tage zur Abreise waren gez√§hlt und die Chance, einmal eine richtig coole amerikanische Gro√üstadt unsicher machen zu k√∂nnen, schwand. Umso erfreulicher war der Angriff der Bettwanzen! Bed Bugs sind √ľbrigens immer noch ein Thema in den USA. So manches nicht vern√ľnftig gepflegte Hotel hat auch heute noch damit zu k√§mpfen. Allen voran unser erstes Crewhotel in NYC nur wenige Jahre sp√§ter: Das Penta-Hotel! Ich glaube die sind aufgekauft worden und haben ein Relaunch durchgemacht. Es w√ľrde mich nicht wundern, wenn es an den Bed Bugs lag! Wie auch immer, die unerfreuliche Situation veranlasste meine Eltern, kurzerhand umzukehren und in Miami Beach nach einem netten Hotel zu suchen. Tschakka! Das war eine klassische Win-Win-Situation. Miami f√ľr mich und daf√ľr keine Insect Bites mehr f√ľr den Rest der Familie. Heute kann man sich √ľbrigens √ľber Bed Bug Reports im Internet informieren.

Vieles hat sich ver√§ndert in den USA, aber in den Grundfesten ist doch alles irgendwie erstaunlich gleich geblieben. Das Internet hat nat√ľrlich viel dazu beigetragen, dass das Reisen in die USA kinderleicht wurde. Es hat allerdings auch ein St√ľck weit entzaubert, kann ich doch per Street View alles vorab schon mal „abreisen“ und jedwede Insidertipps sind irgendwo in den Weiten des „world wide web “ abrufbar.

Und dennoch warten √úberraschungen jetzt wie damals hinter jeder Ecke. Damals war es James „Jimmy“ Stewart, den wir entdeckten, als er mit anderen Schauspielern nach einem Empfang bei Ronald Reagan aus dem Seiteneingang des Wei√üen Hauses trat. In die Jahre gekommen war er. Aber mein Vater hat ihn sofort erkannt. Heute zeugen Panzersperren, ein √úberaufgebot an Security, Body-Screening und allgemeine Absperrungen sensibler Bereiche von einem hohen Sicherheitsbed√ľrfnis – seit dem 11. September 2001. Das wird sich wohl auch nicht mehr √§ndern.

James „Jimmy“ Stewart – Empfang im Wei√üen Haus

Eines hat sich jedoch f√ľr mich nicht ver√§ndert. Und da konnte auch das Internet keinen Schaden anrichten. Es ist immer noch die Faszination √ľber den Way auf Life, diese relaxte, unverkrampfte Lebensart der Amerikaner. Die Faszination der Vielfalt der Menschen, der Natur und Kultur, aber auch ¬†die der verr√ľckten Machenschaften in Politik und Wirtschaft. Es ist die Faszination, die von inspirierenden amerikanischen Gro√üst√§dten und von der Unverg√§nglichkeit traumhaft sch√∂ner amerikanischer Nationalparks ausgeht.

Aber allem voran ist es das unbeschreibliche Gef√ľhl nach Hause zu kommen, jedes Mal ¬†wenn’s „r√ľber“ geht.

12-t√§gige Rundreise durch den Nordosten der USA

Nachdem wir 5 Tage in New York City verbracht haben, sind wir von New Jersey auf eine faszinierende Mietwagen-Rundreise durch den Nordosten der USA nach Washington, durch Amish-Country rund um Lancaster, zu den Niagara Falls in Kanada, nach Boston und Cape Cod aufgebrochen.

Warum von New Jersey City aus? Nun ja, wir haben intensiv Mietwagenpreise √ľber Billiger Mietwagen verglichen und dabei hat sich herausgestellt, dass die Mietwagen wesentlich g√ľnstiger sind ab Anmietung in New Jersey als im Bundesstaat New York (z. B. ab JFK Airport). Dabei wurde uns Budget mit den besten Konditionen „ausgespuckt“. Vom Hotel bis zu Budget (351 Luis Munoz Marin Boulevard Marin Blvd &, 1st St, Jersey City) war es mit der PATH von der 33rd St (Herald Square) bis zum Journal Square in Jersey City nur eine 17-min√ľtige Fahrtzeit. Das Auto von Budget war prima, der Service flott.

Alle Unterk√ľnfte habe ich √ľber Booking.com, Expedia oder HotelsCombined gebucht.

 
 

Und hier k√∂nnt ihr unsere Route auf Google Maps mit Sehensw√ľrdigkeiten, Restaurants, Ausflugstipps und sonstigen Empfehlungen nachverfolgen (auch Fotos sind eingebunden):

Tour 1: Jersey City (NJ) Washington (DC) mit 3 √úbernachtungen im Holiday Inn Rosslyn @ Key Bridge – 370km

Unser erster Streckenabschnitt nach Washington DC f√ľhrte √ľber Delaware und Maryland nach Virginia.

Das Holiday Inn Rosslyn at Key Bridge war f√ľr uns der ideale Ausgangspunkt f√ľr unsere Entdeckungsreise durch Washington DC, denn die U-Bahn Haltestelle Rosslyn liegt quasi um die Ecke und bietet ein hervorragende Anbindung an das Regierungsviertel. Das Hotel liegt √ľbrigens in Arlington im Bundesstaat Virginia und dennoch zentral zu allen Sehensw√ľrdigkeiten.

Nach dem Fr√ľhst√ľck in der 17. Etage mit einmaligem Blick auf den Potomac River, haben wir zun√§chst einmal das Regierungszentrum samt Wei√üem Haus, Capitol, Lincoln Memorial mit Reflecting Pool, Washington Monument, Smithsonian National Museum und Downtown erkundet.

Sehr interessant ist auch das Petersen House, der Ort, an dem Abraham Lincoln nach dem Attentat im Ford’s Theatre starb. Der Eintritt  f√ľr die 20-min√ľtige Audio-Tour kostet nur 3 $. Nicht abschrecken von der langen Schlange vor dem Haus! Es geht z√ľgig voran! Tickets gibt es  hier

Capitol

Am zweiten Tag haben wir Arlington mit dem Nationalfriedhof einen Besuch abgestattet. Die Highlights sind sicherlich zum einen das schlichte Grab von John F. Kennedy und seiner Frau Jackie vor der ewigen Flamme und das Grab des Unbekannten Soldaten, das seit 1948 von Soldaten des 3. US-Infanterieregiments bewacht wird. Aufgrund ihrer au√üergew√∂hnlichen Wachabl√∂sung tr√§gt dieses Regiment auch den Namen ‚ÄěThe Old Guard‚Äú.

Anschlie√üend bietet sich ein Spaziergang vom Hotel aus √ľber die Francis Scott Key Bridge in das h√ľbsche Georgetown zum Bummeln, Schlendern und Cupcakes futtern bei Georgetown Cupcakes an. Oder man genie√üt den Sonnenuntergang √ľber dem Potomac River im Georgetown Waterfront Park .

M Street in Georgetown
Standing in Line bei Georgetown Cupcake

Als Weinliebhaber haben wir eine Stippvisite in das malerische Virginia unternommen und in der Naked Mountain Winery eine Weinprobe genossen. Die Weinprobe mit 5 Weinen kostet nur 10 $, dazu haben wir einen Naschteller mit verschiedenen K√§se- und Schinkensorten, Cracker, Trauben, karamellisierte N√ľsse und Walnussbrot f√ľr 20 $ zum Teilen bestellt. Und dann ging’s los. Frei nach dem Motto „Drink Naked!“ Lecker!

Tour 2: Washington (DC) – Lancaster (PA) mit 1 √úbernachtung im Lancaster Inn – 200 km

√úber Baltimore (MD) f√ľhrte uns die Tour weiter bis nach Lancaster in Pennsylvania – und damit ins Herz des Amish Country. Da die Amish People f√ľr uns selbstverst√§ndliche und allt√§gliche Dinge wie Telefon, Strom oder Autos ablehnen, f√ľhlt man sich hier in Lancaster County zur√ľckversetzt in l√§ngst vergangene Zeiten. Dies macht den Reiz dieser l√§ndlichen Umgebung aus. Hausmannskost in den Amish Restaurants, Einsp√§nner-Pferdewagen und W√§scheleinen so lang wie die aus der fr√ľheren „Wei√üer Riese – Waschmittelwerbung“ – all das ist das Land der Amischen, eine eigene faszinierende Welt.

√úbernachtet haben wir im The Country Inn of Lancaster mit dem besten Preis-/ Leistungsverh√§ltnis in Lancaster. Die Anlage im Country Stil mit Amish-M√∂beln und dekorativen Amish-Quilts bietet jeweils kleine private Terrassen oder Balkone und einen Pool. Kaffee und Tee stehen immer zur Verf√ľgung, das Fr√ľhst√ľck wird in der Lobby eingenommen. Es gibt einen Pool und f√ľr die Shopping Fans ist das Tanger Outlet nur 2 Fahrminuten entfernt.

What to do in Amish Country:

  • Amish „Hausmannskost“ auf dem Farmer’s Market in Bird-In-Hand am Counter probieren
  • Kitchen Kettle Village besuchen mit √ľber 40 Shops (hausgemachte Backwaren, Marmeladen, Spezialit√§ten, Souvenirs), Restaurants und √úbernachtungsm√∂glichkeit
  • Stoltzfus Meat Market durchst√∂bern
  • Eine Tour kreuz und quer durch Lancaster County auf den Spuren der historischen „Covered Bridges“ – √ľberdachte Br√ľcken. Eine Karte mit eingezeichneten Br√ľcken findest du hier.
Gewagte Kombi!
Ein Leben ohne W√§schetrockner gestaltet sich so…
Einspänner Рtraditionelles Fortbewegungsmittel bei den Amish
Warte, Mama, ich will mit zur Post!
Eis f√ľr alle! Intercourse – PA
Ein Schwätzchen in Intercourse, PA

Tour 3: Lancaster – Niagara Falls mit 2 √úbernachtungen in Niagara Falls (Kanada) im Always Inn – 550 km

Nachdem wir noch durch einige der beschaulichen „Covered Bridges“ gefahren sind, verlassen wir das faszinierende Land der Amish und brechen auf zu den Niagara-F√§llen. Die Tour f√ľhrt vorbei am Hershey-Park, dem Vergn√ľgungs- und Wasserpark von Hershey – Amerikas s√ľ√üestester Erfolgsstory. Hershey-Schokoladen-Victims sollten bei Harrisburg auf die Bremse treten und abfahren! Und dies insbesondere ab Sommer 2020! Denn dann er√∂ffnet Chocolatetown – ein weiterer Park im Park mit einem neuen Hershey Flagship Store, einer s√ľ√üen „Kisses Fontain“, einem Ice Cream Parlor und sonstigen s√ľ√üen Versuchungen an jeder Ecke plus einer neuen (15.) Achterbahn der Superlative.

Irgendwann nach einer doch sich sehr ziehenden Strecke tauchen wir in den Bundesstaat New York ein und verlassen auf H√∂he der Rainbow Bridge ,die √ľber den Niagara River f√ľhrt, die USA f√ľr einen Kurzbesuch in Kanada. Unser Domizil ist das perfekt gelegene Always Inn B&B in Niagara Falls.

Ein 2 km langer, beschaulicher Fu√üweg f√ľhrt entlang des Niagara River zu den ber√ľhmtesten Wasserf√§llen der Welt. Die Besitzer des kleinen B&B sorgen f√ľr eine famili√§re Atmosph√§re, in der man sich sehr willkommen f√ľhlt. Das historische B&B ist mit antiken M√∂beln ausgestattet. Morgens wird im h√ľbschen Salon ein ausgezeichnetes warmes Fr√ľhst√ľck serviert mit Eierspeisen, frischem Obst, Muffins, M√ľsli, duftendem Kaffee und S√§ften. Das Gastgeberpaar versorgt uns noch mit erstklassigen Vor-Ort-Tipps und beantwortet ausf√ľhrlich alle Fragen zu Ausfl√ľgen und Attraktionen der Umgebung.

Gleich nach der Ankunft besichtigen wir erst die beeindruckenden amerikanischen und dann die markanten kanadischen Horseshoe Falls. Das Zentrum des √Ėrtchens Niagara Falls ist ein bisschen gew√∂hnungsbed√ľrftig, denn es ist leider √ľber die Jahre hinweg zu einem Vergn√ľgungspark mit Disney-Land-Charakter und diversen Touristenfallen wie „Ripley’s Believe It or Not!“ mutiert. Eine Attraktion haben wir dann doch gebucht, weil wir einmal m√∂glichst nah an die F√§lle herankommen wollten: „The Journey behind the Falls“ war sehr beeindruckend, weil man die Wucht der Wassermassen hier eindrucksvoll vor Augen gef√ľhrt bekommt.

Mit den Wassermassen auf Tuchf√ľhlung
„Journey behind the Falls“
Die ber√ľhmten Horseshoe Falls

Anstatt des Trubels in Niagara Falls haben wir die Sch√∂nheiten dieser Umgebung erkundet und sind den Empfehlungen unseres Gastgebers gefolgt, der einen Besuch in einem nahe gelegenen Weingut vorgeschlagen hat! F√ľr uns als Weinliebhaber ein absolutes Muss!

Aber der Reihe nach. Wenn man den Niagara River stromabw√§rts folgt, kommt man zum „Niagara-Whirlpool“ mit seinen gigantischen Stromschnellen. An dieser Stelle, an welcher der Niagara River um 90 Grad „abbiegt“, hat sich ein 38 m tiefer, gef√§hrlicher Strudel gebildet – kurz  „Whirlpool“. Mit einer Gondel (Whirlpool Aero Car) kann hier den River √ľberqueren. Anstatt den Fluss zu √ľberqueren, kann man auch zum Whirlpool herunter wandern. In der N√§he der Einfahrt zum Golfplatz haben wir einen kurzen Fu√üweg durch den Wald gefunden, der direkt an das Ufer des Whirlpools f√ľhrt.

Am folgenden Tag haben wir dann einen Ausflug in die Umgebung unternommen, um das empfohlene kanadisches Weingut Caroline Cellars mit Gutssch√§nke – ganz im Stile unserer Strau√üwirtschaften – zu besuchen. Im gro√üen aus Holz gebauten Anwesen gibt es einen gro√üen Gastraum. Gutsweine und kreative Gerichten von der Karte kann man hier in entspannter Atmosph√§re genie√üen. Absolute Empfehlung!

Caroline Cellars Winery in Niagara-on-the-Lake
The Farmhouse Cafe – Caroline Cellars – Family Estate Winery

Anschließend sind wir weiter in das beschauliche Niagara-on-the-Lake gefahren. Das romantische Niagara-on-the-Lake liegt direkt am Ontariosee. Besonders gefallen hat uns, dass die Straßen und Häuser in einer einzigen Blumenpracht versinken.

..und irgendwie hatten wir am Ende unseres Aufenthaltes noch Lust auf ein bisschen „Beaching“. Da Niagara Falls strategisch g√ľnstig zwischen dem Ontario- und dem Eries liegt, haben wir uns auf in das 30 km entfernte Crystal Beach am Lake Erie gemacht. Unsere Erwartungen wurden √ľbertroffen! Wir finden einen 3 km langen, hellen Strand mit feinem Sand, kristallklares Wasser und h√ľbsche Holzh√§uschen, die den Strand s√§umen, vor. Ideal, um ein wenig zu baden und zu entspannen.

Tour 4: Niagara Falls – Boston mit 2 √úbernachtungen im Courtyard by Marriott – Boston South

Auf nach Boston!

Der n√§chste l√§ngere „Ritt“ f√ľhrt uns wieder zur√ľck an die Atlantikk√ľste, und zwar in die 750 km entfernte Hauptstadt Massachussets resp. die gr√∂√üte Stadt Neuenglands – Boston.

Boston ist eine der √§ltesten St√§dte der USA und geschichtlich bedeutsam, da hier Proteste gegen eine Erh√∂hung der Teesteuer durch das britische Parlament den amerikanischen Unabh√§ngigkeitskrieg ausl√∂sten. Bekannt wurde die Stadt in diesem Zusammenhang durch die „Boston Tea Party“ vom 16. Dezember 1773.

Eingecheckt haben wir im Courtyard by Marriott Boston South. Das Hotel liegt durch seinen U-Bahn-Anschluss Newmarket in g√ľnstiger Ausgangslage zur Innenstadt. Au√üerdem befindet sich das Hotel direkt neben der South Bay Center Mall mit einigen Shops wie Famous Footwear, Marshalls, Nike Factory Outlet, Old Navy, Converse und g√ľnstigen Kettenrestaurants: Applebee’s (Steak & Burger), Olive Garden („Italiener“) und Starbucks.  Aber auch das familiengef√ľhrte Diner Victoria’s ist ein Tipp, wenn der Hunger kommt! Von Donnerstag bis Samstag hat Victoria’s sogar 24h ge√∂ffnet, so dass auch der Appetit auf einen Burger auch in der Nacht noch gestillt werden kann!

Eine sehr empfehlenswerte Sehensw√ľrdigkeit in der Stadt auf Basis der geschichtlichen Ereignisse ist der „Freedom Trail“. Dieser 4 km lange ‚ÄěPfad der Freiheit‚Äú f√ľhrt den Besucher zu 16 historischen St√§tten in der Stadt und ist daher die ideal, sich einen √úberblick √ľber das historische Boston zu verschaffen. Startpunkt ist am Visitor Center im Boston Common – einer √∂ffentlichen Parkanlage im Stadtzentrum.

Tipp: Anstatt den Freedom Trail nach Erreichen der Endstation an der USS Constitution komplett zur√ľckzuwandern, kann man auch herrlich mit der F√§hre zur√ľckfahren. Ein toller Blick auf Boston ist gewiss! Abfahrt: Am Charlestown Navy Yard Ferry Terminal (ein Dock weiter), Ankunft: Long Wharf South, Preis: 3,50 $ one way

Der Subway Tagespass inklusive Fähre kostet 12 $.

Long Wharf South

Sehenswert als auch ideal f√ľr den kleinen Snack zwischendurch ist Quincy Market. Hier findest du in der langen Markthalle Streetfood vom Feinsten, insbesondere nat√ľrlich die ber√ľhmte Lobster Roll! Um den Quincy Markt herum laden Souvenirst√§nde zum Bummeln ein. √úbrigens: Die meiner Meinung nach besten Lobster Rolls gibt es bei Yankee Lobster im Seaport District.

Am Folgetag stand dann noch ein Ausflug zur ber√ľhmten Elite-Universit√§t Harvard in Cambridge auf dem Programm. Harvard ist mit Gr√ľndungsjahr 1636 die √§lteste Universit√§t der USA. Bekannte Absolventen sind Barack und Michelle Obama, Mark Zuckerberg, der Schauspieler Matt Damon sowie Al Gore und Michael Bloomberg, ehemaliger B√ľrgermeister von NYC, um nur eine kleine Auswahl zu nennen.

Mit der Red Line fährt man in Richtung Alewife und erreicht vom Zentrum aus, zum Beispiel von der Park Street am Boston Common, in 12 Minuten die Harvard Subway Station.

Tour 5: Boston (MA) – Cape Cod mit 3 √úbernachtungen im Cape Colony Inn in Provincetown

Cape Cod ruft! Sonne, Strand und Meer und Whalewatching stehen ab sofort auf dem Programm. Aber bis dahin ist noch eine Strecke von 180 km zu fahren und die Fahrt √ľber Cape Cod’s Highway 6 zieht sich noch einmal ordentlich.

Aber dann k√∂nnen wir bei herrlichstem Sonnenschein im Cape Colony Inn an der Nordspitze von Cape Cod’s Provincetown einchecken. Und schon gleich machen wir uns auf, dieses einzigartige Fleckchen Erde zu erkunden.

Durch die D√ľnenlandschaft zum Meer – der Dune Shacks Trail

Cape Cod besticht durch ungez√§hmte Landschaft mit naturbelassenen Traumstr√§nden und durch sein schillerndes Epizentrum – Provincetown. P’town, wie Provincetown liebevoll genannt wird, war einst ein kleines Fischerdorf. Heute zieht P’town magisch Besucher aus aller Welt an und ist vor allem Sehnsuchtsort von K√ľnstlern und und der LGBT (= Lesbian, Gay, Bisexual, Transgendered)-Szene. Und so ist das bunte St√§dtchen vor allem ein Inbegriff von Toleranz, Freiz√ľgigkeit und Individualit√§t. Pastellfarbene Shops, brillante Kunstgalerien, ein ungez√ľgeltes Nachtleben und urige Restaurants mit Fischspeziali√§ten findet man auf der pittoresken Commercial Street in P’town.

„Hetero? Don’t worry, nobody is perfect“ steht auf einem der T-Shirts in einem kleinen Souvenirladen. Ein Spruch, der stellvertretend f√ľr das Selbstverst√§ndnis und die Lebensart der Menschen hier steht. Auf mich wirkt dieses quirlige √Ėrtchen einfach nur angenehm unverkrampft. Etwas, das man bei aller, auch h√§ufig kolossal √ľbertriebener political correctess, gerne mal ins heimatliche Deutschland beamen m√∂chte.

Quirliges P’town bei Tag
.. und bei Nacht

Und so tauchen wir ein in diese einzigartige Welt, dieses Muss f√ľr alle Neuengland-Besucher, mit seinen Leuchtt√ľrmen, Fahrradwegen und endlosen Traumstr√§nden.

Das Highlight des Aufenthaltes auf Cape Cod folgt auf dem Fu√üe: Eine Whale Watching – Tour in der Cape Cod Bay, wo sich Buckelwale und Finnwale von April bis Oktober in Scharen tummeln. Nach Erkundigungen in unserer Unterkunft haben wir beim Anbieter Whale Watch Provincetown die fr√ľhe Tour um 9:30 Uhr gebucht. Die 3-st√ľndige Tour hat sich mehr als gelohnt! Wir sind einer Vielzahl von Buckelwalen unglaublich nah gekommen, konnten Sie beim Fressen, Spielen und Springen beobachten und bekamen viele interessante Informationen √ľber die Verhaltensweisen der Meeresgiganten on top.

Und dann kommt der spannenden Augenblick, wenn der Wale abtaucht, f√ľr einen Moment die riesige Schwanzflosse aus dem Wasser ragen l√§sst und dann an anderer Stelle verr√§terische Blasen ank√ľndigen, dass der Humpback Whale hier wieder auftauchen wird. Ein fantastisches Erlebnis!

Zwei Buckelwale beim Fressen
Ein Buckelwal schwimmt auf unser Boot zu…
..taucht ab..
..springt aus dem Wasser..
und „winkt“ uns noch mehrmals zum Abschied zu! ūüôā

Mit diesen beeindruckenden Bildern im Kopf verlassen wir Provincetown wieder gen New York City und weiteren aufregenden Tagen in der Megametropole.

Alle Unterk√ľnfte habe ich √ľber Booking.com, Expedia oder HotelsCombined gebucht.

Daf√ľr gibt es auch die passende Lekt√ľre, wenn du magst: Streifz√ľge durch New York – mein New York Buch – viel Spa√ü beim Lesen! Deine Tanja

F√ľr Kindle und als Taschenbuch: Streifz√ľge durch New York oder als eBook bei Thalia, bei Weltbild, und bei Hugendubel

 

Zur√ľck nach NYC

Welche Kreditkarte f√ľr die USA?

Ohne Kreditkarte in die USA zu reisen ist ein wenig wie Fahrradfahren ohne Lenker. Ohne die Plastikkarte mit der hochgepr√§gten und damit tastbaren Kreditkartennummer ist das Reisen in die USA h√∂chst unbequem, wenn nicht sogar unm√∂glich. Das f√§ngt schon damit an, dass man eine Kreditkarte als Sicherheit bei der Autovermietung oder beim Einchecken imHotel erforderlich ist. Auch wenn es theoretisch auch m√∂glich ist, mit „Unsummen an Bargeld“, den altehrw√ľrdigen Traveller Checks aus anno dazumal oder auch mit der EC-Karte (mit Maestro Zeichen, V-Pay gilt nur f√ľr den Euroraum) √ľber die Runden zu kommen. Komfortabel ist das im Mutterland der Kreditkarte nicht!

Mehr noch empfehle ich immer mehrere Kreditkarten (mindestens zwei) mitzunehmen. Warum?

  • Erstens ist man dann auch noch liquide, wenn denn wirklich mal eine verschwinden sollte, auf welchem Weg auch immer.
  • Zweitens tats√§chlich die Karte aufgrund von Missbrauch gesperrt werden musste (aber keine Panik, das ist zwar √§rgerlich, aber man ist versichert! Ich habe das Geld bei den folgenden, von mir empfohlenen KK immer zeitnah und anstandslos zur√ľck erstattet bekommen)!
  • Drittens kann auch mal ein h√∂herer Betrag als Sicherheit auf der KK geblockt werden. Fluggesellschaften und Mietwagenunternehmen praktizieren dies gerne und die Verwunderung ist dann gro√ü, wenn das Limit pl√∂tzlich ausgesch√∂pft ist. √úbrigens: In diesem Fall schafft ein Anruf beim Kreditkartenunternehmen Abhilfe!

Meine drei IMMER-IN-USA-DABEI-KREDITKARTEN

Mastercard (oder Visa) der Hausbank

Jahresgeb√ľhr und Auslandsumsatz von 1% werden hier f√§llig. Andererseits habe ich Mastercard auch schon sehr kulant erlebt. Nachdem das Reiseb√ľro ‚ÄěTicketPoint‚Äú vor einigen Jahren bankrott ging ‚Äď ein Gesch√§ftsf√ľhrer hatte im gro√üen Stil Geld unterschlagen ‚Äď habe ich aufgrund dieses ‚ÄěBetrugsfalles‚Äú von Mastercard 3 Fl√ľge im Wert von ca. 3.000 ‚ā¨ anstandslos zur√ľckerstattet bekommen! Es bestand kein Sicherheitsleck seitens Mastercard, sondern einzig die Buchung beim „falschen“ Online-Reiseb√ľro meinerseits. Mastercard h√§tte diese Erstattung sicherlich nicht erbringen m√ľssen. Meine Mastercard ist aufgrund dieser Kulanz – Erfahrungen immer dabei! Sicherheitsprobleme hatte ich ansonsten mit der Mastercard NIE

American Express

Ohne meine Amex fahre ich nicht in die USA und das hat seinen Grund: An den Tankstellen muss bei Kreditkartenzahlung oftmals der ZIP-Code, also die Postleitzahl eingegeben werden. Bei der Zahlung mit der Visa-Card oder der Mastercard funktioniert weder die heimische Postleitzahl, noch irgendein beliebiger ZIP-Code der USA oder auch die Standardeingabe 0000. Das bedeutet, dass die Kreditkarte an der Tankstelle erst hinterlegt werden muss, man einen bestimmten Betrag abbuchen l√§sst, den man dann ‚Äěvertanken‚Äú kann. Sollte man weniger tanken als man bezahlt hat, dann bekommt man den Differenzbetrag erst mit der n√§chsten Kreditkartenrechnung wieder gutgeschrieben! F√ľr denjenigen, der dies so nervig wie ich empfindet, der ist mit einer AMEX gut beraten. Und die funktioniert¬†immer¬†mit der PLZ des Wohnortes!! Weiterer Vorteil: Die Karte Amex von Payback ist kostenlos, man kann hier au√üerdem Payback-Punkte sammeln. Nicht jedermanns-/fraus Sache, denn nat√ľrlich wird hier auch Verbraucherverhalten datenm√§√üig „gefischt“. √úbrigens, bei manchen Banken, z. B. der Regional Bank in FL fallen bei der Bargeldabhebung mit dieser Karte keine Geb√ľhren an. Es wird ein Auslandseinsatzentgelt von 2% f√§llig.

Santander 1plus Visa Card 

Die Santander 1plus Visa Card ist f√ľr mich die ultimativ eierlegende Wollmilchsau! Im Gegensatz zu vielen anderen Kreditkarten fallen dauerhaft keine Jahresgeb√ľhren, Auslandseinsatzgeb√ľhren und auch keine Bargeld-/Abhebungsgeb√ľhren an! Bei der Santander Bank, z. B. am Herald Square in Manhattan, habe ich mehrmals US $ abgehoben – ohne Geb√ľhr! Falls Geldautomatenbetreiber in den USA doch einmal Geb√ľhren erheben sollten, werden diese dem Karteninhaber auf Antrag erstattet. Zus√§tzlich profitieren Kunden von einem Tankrabatt in H√∂he von 1% und erhalten gratis eine Zweitkarte. Achtung jedoch bei der Online-Beantragung, damit man nicht aus Versehen eine hochverzinste Ratenzahlung f√ľr die get√§tigten Ums√§tze vereinbart!Santander 1PlusCard

Die 1plus Visa Card der Santander Consumer Bank, jetzt dauerhaft ohne Jahresgeb√ľhr – hier direkt bestellen!

..und jetzt sorglos ab in die USA ūüôā

Eure Tanja ‚̧