Stromfreie Zeit im Königreich Swasiland: Mkhaya Stone Camp

Stromfreie Zeit im Königreich Swasiland:
Mkhaya Stone Camp

Mananga Border - Swasiland
Mananga Border – Swasiland

Auf unserer Südafrika-Tour haben wir eine Besonderheit eingeplant: Eine Safari im Mkhaya Game Reserve in Swasiland.  An der Grenze Mananga gilt es daher erst einmal ins Königreich einzureisen. Also dann, ich sammle alle Pässe meiner lieben Mitreisenden ein und marschiere zum Grenzhäuschen. Ich hatte schon abenteuerliche Stories gehört von stundenlangen Wartezeiten an Swasilands Grenzübergängen und bin auf das Schlimmste gefasst. Zu lange darf das hier nicht dauern, denn wir müssen um 16 Uhr am Mkhaya Game Reserve Eingang sein. Von dort werden wir dann zum Mkhaya Stone Camp geführt. Es wird schon gut gehen!

Von der Grenze Mananga zum Mkhaya Game Reserve sind es ungefähr 1 Stunde und 45 Min. zu fahren.  5 Km nach der Grenze biegen wir links ab auf die MR24. Wir fahren bei Simunye zunächst meilenweit an Zuckerrohrplantagen und der Zuckerrohrfabrik vorbei. Menschen laufen seelenruhig die Straße entlang und tragen ihren Einkauf und sonstige Lasten traditionell auf dem Kopf. Man hat hier unendlich viel Zeit. Der Anblick beruhigt – irgendwie. Links und rechts stehen vereinzelt kleine, sehr einfache Holzhütten der Einheimischen. Wir teilen uns die Straße mit Rindern, die scheinbar herrenlos in die gleiche Richtung laufen. Kinder spielen am Straßenrand, einige haben keine Schuhe an. Das scheint ihnen nichts auszumachen, sie spielen Fußball oder Fangen, schauen kurz auf als wir vorbei kommen und konzentrieren sich dann wieder ganz auf ihre Spielkameraden. Weiter geht es bei Ngomane auf auf die MR3 via Hlane Royal National Park Richtung Siteki (MR3), dann auf der MR16 Richtung Big Bend und schließlich auf der MR8 Richtung Siphophaneni. Ca. 6 km vor Siphophaneni (10 m vor der Eisenbahnunterführung) erreicht man einen kleinen Shop auf der rechten Seite. Dahinter befindet sich der Meeting-Point für die Abholung zum Mkhaya Game Reserve. Wer nach Navi fahren möchte hat hier die Koordinaten: 26°41’02.2″S 31°44’47.8″E.

Spielende Kinder
Spielende Kinder

Punkt 16 Uhr werden wir von einem Ranger des Mkhaya Game Reserve abgeholt. Der kleine Konvoi mit 4 Fahrzeugen setzt sich in Bewegung. Allen voran fährt unser Guide mit seinem Land Rover, gefolgt von zwei amerikanischen Touristinnen in ihrem Kompaktklassewagen. Die zwei sind an das Fahren mit Gangschaltung aus den USA natürlich nicht gewöhnt. Das Auto heult jedes Mal gefährlich auf, wenn ein Gangwechsel fällig wird. An letzter Stelle des Konvois steht unser Kleinbus, der zwar nicht geländetauglich ist, uns aber erstaunlich verlässlich durch halb Südafrika chauffiert hat. Vor uns geht es bergab zu einem steinigem Flussbett, welches provisorisch Steinen ausgelegt ist. Sollen wir hier etwa passieren? Der Fluss führt aktuell zwar nur wenig Wasser, aber vertrauenserweckend sieht die Strecke auch nicht gerade aus. Wir schauen uns in alle Richtungen um, ob es nicht doch eine adäquatere Alternative für diese Flussüberquerung gibt. Dies scheint nicht der Fall zu sein, denn der Land Rover vor uns gibt Gas, fährt die Piste runter und brettert durch das Flussbett, um dann am anderen Ende wieder mühelos steil bergauf zu fahren. Die Amerikanerinnen halten kurz inne und scheinen die gleichen hilflosen Gedanken zu haben wie wir. Sie zögern kurz und geben Gas! Alles was der kleine weiße Wagen zu geben hat wird ihm erbarmungslos abverlangt. Die zwei Frauen erreichen das Flussbett und poltern über die Steine. Man hört das Knarzen der Gangschaltung und mit durchdrehenden Reifen jagen die beiden die Piste wieder bergauf. Sie machen sich offensichtlich keine Sorgen hier mit mit einem Achsbruch liegen zu bleiben. Die zwei haben es schon mal geschafft! Das müssen wir nicht ganz neidlos anerkennen. Die Lage scheint unausweichlich, now it’s our turn! Nun gilt es nicht nur, nicht im Flussbett mit zu scheitern, sondern auch auf der anderen Seite wieder hinauf zu kommen ohne im Sand stecken zu bleiben. Los geht’s! Holpernd fahren wir durch das Flussbett. Wir hopsen auf unseren Sitzen auf und ab wie bei Flugturbolenzen. Erleichtert erreichen wir das andere Ufer, als wie auch schon am Fuße der Anhöhe voll Stoff geben und vereint gegen die Rückenlehnen gepresst werden. Wir kommen tatsächlich oben an! Hooray, we made it!

Mkhaya Game Drive
Mkhaya Game Drive

Nach kurzer Fahrtzeit erreichen wir einen Rangerstützpunkt, wo wir unsere Fahrzeuge parken. Privatfahrzeuge sind im Schutzgebiet nicht erlaubt. Auch sollte man darauf achten nur Handgepäck für die kurze dabei zu haben. Nach einer kurzen Erfrischung mit eisgekühlten Getränken und kleinen Snacks brechen wir zu unserem ersten Game Drive auf. Wie steigen um in einen offenen Land Rover und erreichen bald eine große elektrische Zaunanlage mit einem Gatter. Dahinter beginnt die Wildtierzone des Mkhaya Game Reserve. Mkhaya ist die Bezeichnung für den hier sehr typischen Akazienbaum Acacia nigrescens (‚Knob tree’) mit seinen pockenartigen Auswüchsen an den Ästen. Mkhaya beherbergt 4 der Big 5, Löwen gibt es hier nicht. Die Besonderheit an diesem einzigartigen Schutzgebiet ist, dass man hier den vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörnern (Black Rhino) sehr nahe kommen kann. Weitere „tierische“ Highlights sind Nguni Rinder, Leierantilopen, Breitmaulnashörner (White Rhino), Elefanten, Giraffen, Büffel, Nilpferde und Krokodile. Und los geht’s! Die Fahrt mit unserem erfahrenen Ranger Bongani aus Swasiland geht durch die einzigartige Savannenlandschaft mit Dornen- und Akazienbäumen, genannt Bushveld. Die rote Erde steht in überwältigendem Kontrast zum grünen Buschwerk. Wir erspähen eine Giraffe, die vorsichtig die winzig kleinen Blätter eines Baumes abzupft. Erhaben schreitet sie zwischen den Büschen hindurch! Was für ein schönes Tier! Wenig später kommen wir an ein Wasserloch mit zwei Büffeln. Einer davon erledigt soeben sein Geschäft, während der andere hinter ihm gemütlich im Wasser sitzt. Tiere sehen so etwas locker. Wat mutt dat mutt! Tiefer im Busch sehen wir einen wunderschönen Nyala Bock und ein paar Zebras, die uns neugierig hinterher schauen. Bald kommen wir an eine kleine Anhöhe mit hohem Gras und wenig Büschen. Von hier hat man einen atemberaubenden Blick über das Naturschutzgebiet. Bongani macht uns aber auf etwas anderes aufmerksam: Ein Breitmaulnashorn taucht keine 10m vor uns hinter einem Busch auf! Ein Wahnsinnskoloss! Aber was ist das?! Noch etwas Kleines bewegt sich in unmittelbarer

White Rhinos
White Rhinos

Nähe – wir trauen unseren Augen nicht! Ein Baby-Rhino! Es ist fast gar nicht zu erkennen hinter der wuchtigen Mutter, bis die zwei kurz die Richtung wechseln und auf uns zu trotten. Das Kleine weicht seiner Mutter nicht von der Seite. Die Mutter richtet ihre großen Ohren, die an jene von „Shrek“ erinnern, reihum in alle Richtungen aus und behält uns fest in Blick. In unserem Jeep könnte man jetzt eine Stecknadel fallen hören. Wir wagen kaum zu atmen! Dann drehen die beiden Unpaarhufer entspannt um und verschwinden wieder im Busch. Ein zu süßer Anblick!

Leierantilope - Tsessebe
Leierantilope – Tsessebe

Aufgeregt fahren wir weiter und entdecken eine Herde Leierantilopen! Sie stehen im Verdacht, die schnellste Antilopenart Afrikas zu sein. Leider mögen Sie ihre Rennfähigkeiten im Moment nicht unter Beweis stellen. Nach einiger Zeit kreuz und quer durch den Busch hält Bongani und schaltet den Wagen ab. Er blickt durch sein Fernglas und deutet uns, absolute Stille zu bewahren. Vor uns schreitet das seltene, äußerst scheue Spitzmaulnashorn, das Black Rhino, durch das hohe Gras. Wir sehen deutlich den Unterschied zum Breitmaulnashorn: Es hat einen Sattelrücken wie ein Pferd und ein schmaleres Maul mit

Black Rhino
Black Rhino

spitz zulaufenden Lippen. Auch ist das Black Rhino nicht so wuchtig wir das White Rhino. Wir sind überwältigt, dass wir dieses einst hier erbarmungslos verfolgte Tier beobachten können. Langsam setzt die Dämmerung ein. Bevor wir das Camp erreichen sehen wir noch an einem anderen Wasserloch Giraffen ihren Durst löschen! Was für ein Tag! Bongani setzt uns sicher im Camp ab. Er lächelt fröhlich und ich glaube er freut sich, uns einen so grandiosen Tag beschert zu haben. Wir sind ihm unendlich dankbar! Wir verlassen den hochgebockten Land Rover über eine Rampe und werden von der Rezeptionistin freundlich empfangen. Für das Twin Cottage zahlen wir ZAR 4320 (245 € pro Nacht) inklusive Vollpension, zwei Game Drives und einen Bushwalk in traumhafter Kulisse. Die afrikanische Sonne hat sich soeben verabschiedet und wir sind ganz aufgeregt, was uns im Mkhaya Stone Camp erwarten wird, denn es gibt hier eine Besonderheit: Dieses Camp verfügt nicht über Strom! Also: Handys, Rasierer und Fön adé! Luftgetrocknete Mähne und Dreitagesbart sind angesagt! Mit Petroleumlampen werden wir entlang schmaler Wege durch den Wald geführt. Spätestens nach 50m habe ich komplett meine Orientierung verloren! Die Stone Cottages sind zu allen Seiten offen, lediglich eine halbhohe Stahltür schützt vor größeren Tieren. Die Betten sind mit Insektennetzen ausgestattet. Überall stehen Petroleumlampen, die uns helfen unsere Utensilien im Handgepäck zu finden. Auch zur Toilette geht es mit dem Petroleumlicht. Von hier kann man in den Busch blicken, soweit es das Sternenlicht erlaubt. Ich kneife meine Augen zusammen. Langsam weiten sich die Pupillen und gewöhnen sich an die Dunkelheit. Ich bin ganz aufgeregt und das erste Mal seit langem habe ich richtige Abenteurer-Gefühle. Wir machen uns für den Abend fertig, denn jetzt geht es zum 5-Gänge-Busch-Dinner am offenen Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel Afrikas.

Campfire Mkhaya Stone Camp
Campfire Mkhaya Stone Camp

Ein Highlight jagt hier das Nächste! Wir sitzen um das Lagerfeuer bei Kerzenschein, Rotwein und einem hervorragenden Menü. Noch lange sitzen wir da und lassen diesen außergewöhnlichen Tag Revue passieren, bis unsere Servicedamen in traditioneller Swasi-Tracht zu afrikanischen Tänzen bitten. Ich darf allerdings tiefenentspannt hinter meinem Rotweinglas sitzen bleiben. Nach diesem wunderschönen Abend liegt jeder in seinem Buschbett mit zugezogenem Insektennetz. Wir lauschen den Geräuschen der Nacht. War das eine Hyäne? Welches Tier raschelt da, wer bringt da die Äste zum brechen? Obwohl ich mich zwinge wach zu bleiben und weiter der „Musik“ Afrikas zu lauschen, falle ich schneller als mir lieb ist in einen tiefen und erholsamen Schlaf.

Mkhaya Stone Camp Twin Cottage
Mkhaya Stone Camp Twin Cottage

„Good Morning“, flüstert eine Frauenstimme leise. Bin ich im Paradies? Ich schaue mich um, die Sonne wird bald aufgehen und langsam erkenne ich, dass wir uns tatsächlich mitten im Busch befinden. Ich kann von meinem Bett rundum in die Wildnis schauen. Ein paar Nyalas und ganz viele Impalas streifen umher. Mein Herz tut nicht nur deshalb einen Sprung vor Glück, sondern auch weil vor mir auf einem kleinen Tablett die Frau mit der sanften Stimme dampfenden, frisch gebrühten Kaffee begleitet von einer kleinen Auswahl Gebäck abgestellt hat! Abgesehen davon, dass man mich in aller Herrgottsfrühe geweckt hat, finde ich tatsächlich paradiesische Zustände vor! Schnell versuche ich den Vorhang zu öffnen und mich und aus dem Bett zu schälen. Meine grobmotorischen Fähigkeiten versagen allerdings zu diesem frühen Zeitpunkt. Irgendwann schaffe ich es dennoch zum rettenden Kaffee!

Noch vor dem Frühstück begeben wir uns auf unseren Sunrise Gamedrive. Heute ist Ostersonntag und das Mkhaya Stone Camp hat sich für die Gäste etwas Besonderes ausgedacht. Überall im Schutzgebiet haben sie große, bunte Pappmaschee-Eier versteckt. Jedes gefundene Ei dürfen wir später in ein kleines Präsent umtauschen. Unser lieber Guide Bongani wartet bereits auf uns in seinem Geländewagen. Wir verlassen das Camp durch einen Schutzzaun, welches Nashorn & Co. abhält in das Camp einzudringen. Noch ist es sehr frisch und ganz allmählich geht die Sonne auf. Es ist ein wunderschöner Morgen und wir freuen uns auf unseren Ausflug. Ein paar Impalas springen direkt auf unseren Weg. Kurze Zeit darauf erspähen wir Perlhühner. Wir sind gänzlich entzückt, als wir wenig später im Mutter und Baby Nashorn von gestern sehen, wie sie eng aneinander gekuschelt im Sand

Mutter und Baby Rhino
Mutter und Baby Rhino

liegen und dösen. Wir können uns kaum von diesem Anblick trennen. Bongani grinst und wartet so lange, bis auch der Letzte von uns sich annähernd satt gesehen hat. „Ok?“ fragt er, „Can we go?“ Wir nicken, obwohl wir eigentlich „Nein“ meinen. Dann gibt er lächelnd langsam Gas. So cruisen wir holpernd auf roten Wegen durch die Landschaft. Im hohen Gras sieht man plötzlich einen ausgestreckten Schwanz mit kleiner Quaste am oberen Ende, der sich fluchtartig von uns entfernt. Ein Warzenschwein! Dieser typische, antennengleich aufgerichtete Schwanz hat dem Warzenschweinen den Spitznamen „Radio Afrika“ eingebracht. Es vergeht eine Weile, da finden wir unter einem Busch unser erstes Papp-Ei! Juchuu! Bongani lacht ausgelassen, weil wir mit der gleichen Begeisterung das Ei entdeckt haben wie so manch ein Tier. Natürlich wird gleich diskutiert, wer denn als erster den „Da ist ein Ei-Schrei“ in die Wildnis ausgestoßen hat. Leider dürfen wir das Ei nicht selber bergen, das erledigt Bongani aus Sicherheitsgründen für uns! Grinsend kommt er mit der fetten Beute in der Hand wieder zurück zum Land Rover und übergibt uns feierlich das Papp-Ei! Nachdem wir uns zur Genüge mit Ruhm überschüttet haben, konzentrieren wir uns wieder ganz auf das Wesentliche. Wir sehen eine Herde Gnus. Es sind sogar einige weiße Gnus dabei und dies sind wohlgemerkt keine Albinos!

Gnus - Wildebeests
Gnus – Wildebeests

Die Fahrt führt uns schließlich weiter an das Wasserloch von gestern. Morgens kann man mit großer Wahrscheinlichkeit Tiere sehen. Und tatsächlich! Drei Nashörner liegen faul mit dem Po zuerst im seichten Wasser. Wir können die Tiere aus naher Entfernung eingehend beobachten. Ihre Köpfe ruhen am Ufer während der Rumpf sich ins kühle Nass ausstreckt. Am anderen Ende des Wasserlochs beobachten wir, wie ein Flusspferd ins Wasser stapft. Es paddelt einige Zeit im Wasser umher und nähert sich sukzessiv den dösenden Nashörnern. Was hat es denn nur vor? Neue Freundschaften schließen? Wir sind gespannt was passiert, denn das Hippo ist jetzt schon auf Tuchfühlung mit dem Po des einen Nashorns, als wolle es an ihm knabbern. Das Nashorn scheint sich darauf hin in seiner Komfortzone bedrängt zu fühlen. Es richtet sich abrupt aus dem Wasser auf und dreht

Naughty Hippo
Naughty Hippo

seinen schweren Kopf in Richtung Hippo. Doch noch ist das Hippo völlig unbeeindruckt und sperrt tatsächlich sein Maul weit auf um am Nashornpo zu knabbern. Wütend richtet das Rhino sein mächtiges Horn wie ein Waffe gegen das Hippo, das nun mit einem Riesensatz in Richtung Wassermitte platscht. Mit den Jungs ist nicht gut Kirschen essen, scheint es zu denken und gibt die Annäherungsversuche vorerst auf.

So viel tierische Erlebnisse machen ungemein hungrig. Nach 2 Stunden voller fantastischer Tierbeobachtungen treten wir die Rückfahrt an und freuen uns auf ein herzhaftes Buschfrühstück. An der offen gehaltenen Camp-Rezeption lösen wir aber erstmal unsere Ostereier ein. Ich wähle Amarula-Pralinen! Amarula ist die afrikanische Antwort auf Baileys, schmeckt aber natürlich viel besser!

Campfire Mkhaya Stone Camp
Campfire Mkhaya Stone Camp

Um die Feuerstelle sind schon fünf Tische liebevoll eingedeckt. Unser Toast wird bereits über dem Feuer auf den Punkt geröstet. Rühreier mit Speck, frisches Obst, Joghurt und Müsli mitten in der Wildnis zu genießen hat noch mal wieder eine ganz andere, eine ganz besondere Qualität. Affen hängen in den Bäumen und scheinen nur darauf zu warten, dass wir endlich das Feld räumen. Aber wir sind in Afrika und haben unendlich viel Zeit! Gut gestärkt machen wir einen Rundgang zum nahegelegenen ausgetrockneten Flussbett und einem erhöhten, durch Palisaden geschützten Lookout und sehen ganz viele Antilopen. Wir relaxen noch ein wenig im Stone Cottage und machen uns schließlich fertig zum Bushwalk.

Afrikanischer Büffel
Afrikanischer Büffel

Mit grenzenlosen Urvertrauen zu Bongani wandern wir durch die Savanne Swasilands. Irgendwann stoppt er vorsichtig und hält seine Hand hoch, um uns zu signalisieren es ihm gleich zu tun. Er flüstert: „Buffalo, one o’clock“. Flott rotten wir uns schützend hinter ihm zusammen als ob dies der sicherste Platz unter der Sonne Afrikas sei. Schätzungsweise in 100 m Entfernung steht der Einzelgänger und starrt in unsere Richtung. Büffel sehen allerdings äußerst schlecht, sie haben dafür einen um so ausgeprägteren Geruchssinn. Bongani prüft die Windrichtung. Steht der Wind ungünstig, wird der ca. 700kg schwere Koloss bereits von uns Witterung aufgenommen haben. Büffel gelten als die gefährlichsten Tiere der afrikanischen Savanne. Fühlen sie sich bedroht greifen sie ohne Vorwarnung an heißt es. Wenn allerdings davon die Rede ist, dass mehr Menschen von Büffeln als von Löwen zu Tode gekommen sind, dann ist das wohl eher auf durch Jäger verletzte Tiere zurückzuführen, die den Angriff als letzten Ausweg sehen.

Mit diesen eindrucksvollen Erlebnissen verabschieden wir uns aus Swasiland und einer traumhaften Zeit im Mkhaya Stone Camp! Eines weiß ich bestimmt: Ich komme eines Tages wieder zurück! Danke, Bongani!

Dieses und noch viel mehr kannst du in meinem Buch

 

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